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Hessentag als Türöffner

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Nach zweijähriger Zwangspause fällt heute der Startschuss zum Reitturnier in der Frankfurter Festhalle. © Red

Region (ml). Wenn im Rundfunk und Fernsehen tagtäglich Weihnachtslieder erklingen, empfängt die festlich geschmückte Frankfurter Gudd Stubb schon traditionell vier- und zweibeinige Stars. Nach einer zweijährigen Zwangspause meldet sich das internationale Festhallen-Reitturnier unter der 40 Meter hohen prächtigen Kuppel mit geballter Kraft zurück. Los geht es heute mit dem Hessentag, von Freitag bis Sonntag werden dann die Spring- und Dressurpferde von der Weltelite gesattelt.

»Dass die Tradition lebt, ist für mich eine große Freude, aber keine Selbstverständlichkeit«, erklärt Organisatorin Ann Kathrin Linsenhoff, die das Turnier auf vielerlei Weise erlebte und selbst prägte. »In den 50er Jahren hat alles mit meinem Großvater angefangen, bis 1971 war meine Mutter Liselott einer der größten Stars im Sattel, gemeinsam mit meinem Vater Fritz Linsenhoff organisierte sie auch das Turnier«, erinnert sich die frühere Weltklassereiterin. »Ich habe hier mit meiner Stute Wahajama die vielleicht emotionalsten Momente im Sattel verbracht. 2002 bin ich mit meinem Mann Klaus-Martin Rath als Mitveranstalterin eingestiegen, nun geht der Stab an die nächste Generation in der Familie weiter.«

Und wie. Vier Tage lang geht es pausenlos heiß her: Eine attraktive Prüfung jagt die andere. Olympiasieger, Welt- und Europameister reiten in Frankfurt um 375 300 Euro Preisgelder. »Das ist eines der schönsten Turniere der Welt«, meint David Will, der in der Festhalle bereits 2011 als Teilnehmer am Hessentag das »Indoor-Championat der hessischen Springreiter« gewann. Nun ist er neben Philipp Weishaupt, Jana Wargers, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann einer der vier Springreiter aus dem deutschen Olympiakader, die nicht nur den »Großen Preis« am Sonntag, sondern auch die drei anderen Weltranglistenspringen gewinnen möchten.

Den internationalen Größen das Siegen schwer machen wollen auch Richard Vogel, der zuletzt in Stuttgart beim Weltcup-Springen die gesamte Weltelite hinter sich ließ, sowie seine Lebensgefährtin Sophie Hinners, die mit dem 10-jährigen Hengst Churchill, der schon internationale Prüfungen gewann, einiges vor- hat.

»Der Samstagabend ist ausverkauft, für die restlichen Abschnitte gibt es, obwohl wir diesmal von Anfang an auch den zweiten Rang aufgemacht hatten, an der Tageskasse nur noch wenige Karten«, freut sich Turnierdirektor Matthias Rath über die Treue der Fans.

Zeitplan / Donnerstag (Hessentag): ab 8 Uhr: Nürnberger Burg-Pokal, Dressur, »St. Georg, Einlaufprüfung. - 10 Uhr: Team-Dressur für Ponyreiter, Junioren, Junge Reiter. - 11.40 Uhr: Mannschafts-Dressur, A-Kür, Quadrille mit Musik. - 13.30 Uhr: M-Stilspringen, Finale I. - 14.45 Uhr: Nürnberger Burg-Pokal, der hessischen Junioren, Komb. E-Dressur/Springen. - 16 Uhr: M-Stilspringen, Finale II mit Pferdewechsel. - 17.10 Uhr: Linsenhoff-Förderpreis, einfacher Reiterwettbewerb. Abendveranstaltung: 18.15 Uhr: Sonderehrung für das beste Schulpferdeprogramm. - 18.45 Uhr: Schau-Wettkampf der hessischen Vereine. - 20.45 Uhr: L-M-S-Teamspringen. Freitag (Auszug) / 8 Uhr: Dressur, Grand Prix. - 13.30 Uhr: S-Eröffnungsspringen. - 19.45 Uhr: »Championat von Frankfurt«, Weltranglistenspringen mit Stechen. Samstag (Auszug) / 8.30 Uhr: Dressur, Grand Prix Special. - 13.30 Uhr: »Spielbank Wiesbaden Preis«, Weltranglisten-Springen. - 20.15 Uhr: »Preis der ACAO GmbH«, Weltranglisten-Springen mit Stechen. Sonntag (Auszug) / 11.45 Uhr: Dressur, Grand Prix Kür. - 15 Uhr: »Großer Preis von Hessen«, Weltranglisten-Springen mit Stechen.

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