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HTTV bricht Saison 2021/22 ab

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Die Punktrunde sowie Meisterschaften sind für diese Saison vorbei. Offene Turniere und die Hoffnung auf Pokalpartien bleiben den Vereinen nach der HTTV-Entscheidung. © Imago Sportfotodienst GmbH

Aus: Der Hessische Tischtennis-Verband beendet die aktuelle Saison vorzeitig: Die Wertung erfolgt auf Basis der abgeschlossenen Vorrunde.

Hochtaunuskreis (dio/cso). Das Präsidium des Hessischen Tischtennis-Verbandes (HTTV) hat einstimmig beschlossen, dass der Mannschaftsspielbetrieb ab der Hessenliga abwärts abgebrochen wird. Der Stand nach der Vorrunde gilt als Abschlusstabelle. Die Auf- und Abstiegsregelungen bleiben unberührt. Mannschaften, die sich für die Teilnahme an Relegationsspielen qualifiziert haben, erhalten automatisch das Startrecht in der höheren Spielklasse. Mannschaften, die auf dem Relegationsrang nach unten stehen, bleiben in der Klasse.

Betroffen sind alle Hochtaunus-Vereine ab Hessenliga abwärts. Die Oberligisten agieren unter dem Dach des Deutschen Tischtennis-Verbandes.

Die Pokalrunde bleibt weiterhin unterbrochen, soll aber bei einer besseren Pandemie-Lage fortgesetzt werden. Die Hessischen Einzelmeisterschaften der Senioren sowie die Hessischen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren werden abgesagt. Offene Turniere dürfen, wenn sie behördlich erlaubt sind, durchgeführt werden.

Das Präsidium begründet den Abbruch der Saison damit, dass die Gesundheit der Spieler Priorität hat. Prognosen über die Dauer des Geschehens seien nicht möglich. Neben den geplanten Weiterführungen der Turniere und des Pokals will der Verband »weitere alternative Angebote« bereitstellen. Dazu zählt unter anderem die Wiederaufnahme der Juniorcups.

Der Spielbetrieb war nicht mehr ohne Nachteile für durch die Pandemie betroffenen Vereine zu gewährleisten, wie der Verband in seiner Pressemitteilung darstellt: »Durch hohe Infektionszahlen, dadurch entstehende Quarantäne, etc. ist der Spielbetrieb angesichts unvollständiger Teams nicht mehr fair auszutragen. Darüber hinaus ist ex durch das zeitliche Limit, eines trotzdem schon angedachten, bis Ende Mai ausgeweiteten Rahmenterminplans, nicht möglich, eine komplette Rückrunde durchzuführen.« Auch seien Vereine durch Schließung der Hallen in den Osterferien oder an Brückentagen betroffen. Die Zahl der Spiele, in denen sich Teams auf die Austragung geeinigt hatten, war gering.

Der Vergleich mit anderen Sportarten wie Handball oder Fußball sei nur schwer möglich. »Die Grundvoraussetzungen sind jedoch völlig anders als im Tischtennis. Diese Sportarten haben in der Regel einen größeren Kader, Ausfälle können leichter kompensiert werden. Außerdem sind die Altersstrukturen der genannten Sportarten nicht vergleichbar«, begründet das Präsidium seine Entscheidung, die ihm sehr schwergefallen sei, »da ein Mitgliederverlust und vor allem die Auswirkungen auf den Nachwuchsspielbetrieb allen Beteiligten bewusst sind«.

Michael Riemann, im Tischtenniskreis Hochtaunus Spielleiter der Senioren-Ligen, sagt: »Als Klassenleiter erachte ich den Abbruch als sinnvoll, sehe es aber dennoch mit Bedauern. Vielleicht hätten viele Vereine im Januar noch spielen können, aber war fast klar, dass man um einen Abbruch nicht herumkommt. Es war also zu erwarten und es soll angesichts des hohen Infektionsrisikos kein Risiko eingegangen werden. Gut ist natürlich, dass die komplette Vorrunde gespielt werden konnte und es Klarheit in Sachen Auf- und Abstieg gibt. Jedoch befürchte ich, dass es weitere personelle Verluste in den Tischtennis-Vereinen geben wird.«

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