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Im Finale fehlen Mara Guth »einfach ein paar Körner«

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Deutsche Vizemeisterin im Damen-Einzel: Mara Guth (Usinger THC). © Gerhard Strohmann

Mara Guth vom Usinger THC wird deutsche Tennis-Vizemeisterin. Auch die an Nummer eins gesetzte Favoritin stoppt sie auf dem Weg ins Finale nicht.

Biberach/Usingen (jf). Die 18-jährige Tennisspielerin Mara Guth vom Usinger THC hat sich am Sonntag selbst ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht und ist in Biberach an der Riß im nördlichen Oberschwaben deutsche Vizemeisterin im Damen-Einzel geworden.

In Biberach, wo bereits seit 2010 die nationalen deutschen Meister ermittelt werden, hat die Merzhausenerin bei den 50. Titelkämpfen des DTB die Saison 2021 gekrönt, die mit dem Gewinn der Jugend-Europameisterschaft im Doppel im Juli in Klosters in der Schweiz (zusammen mit Julia Middendorf vom TV Visbek) bereits einen außergewöhnlichen Höhepunkt gehabt hat.

Mara Guth, die mit einem Zweitspielrecht auch für den Bundesligisten TC Bad Vilbel startet, war wegen ihrer Erfolgs im Nachwuchsbereich in Biberach im Damen-Einzel an Nummer sieben gesetzt worden und enttäuschte die Organisatoren für diese Einschätzung nicht. In der ersten Runde setzte sich die Rechtshänderin - Nummer vier der aktuellen deutschen Rangliste vom 7. Oktober 2021 - gegen Julia Rennert vom Marienburger SC glatt in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:2 durch. Anschließend begann jedoch die Schwerstarbeit für die Oberstufen-Schülerin, die in einigen Monaten an einem Sport-Gymnasium in Mannheim ihr Abitur ablegen wird.

Die nächsten drei Einzel gingen nämlich jeweils über drei Sätzen. Angefangen vom 6:4, 5:7 und 6:1 gegen Nicole Tivkin (DTV Hannover) über ein 3:6, 6:3 und 6:2 im Viertelfinale gegen die topgesetzte DM-Favoritin Nastasja Schunk (TC BASF Ludwigshafen) und ein 6:4, 2:6 und 6:3 gegen Sina Herrmann (Heidelberger TC).

Im Endspiel am Sonntag musste die Ausnahmespielerin aus dem Usinger Land dem Kräfteverschleiß Tribut zollen, denn gegen die an Nummer zwei gesetzte 19-jährige Eva Lys vom Club an der Alster Hamburg gab es mit 2:6 und 4:6 eine Niederlage in zwei Sätzen, wobei Lys den ersten Matchball zum Gewinn ihres ersten DM-Titels verwandelte.

»Im Finale haben einfach ein paar Körner gefehlt, aber unter dem Strich bin ich sehr zufrieden mit meinem Abschneiden«, zog Mara Guth eine positive Bilanz der Tage in Biberach. Auch als deutsche Vizemeisterin genießt sie jedoch keinerlei Privilegien: Am Montag besuchte sie das Gymnasium in Mannheim und am Dienstag geht’s ab zum nächsten Lehrgang des Deutschen Tennis-Bundes, wo neben Training unter anderem eine Leistungsdiagnostik und sportmedizinische Untersuchungen stattfinden werden. Nach einer letzten Klausur in Mannheim beginnt dann die Weihnachtsruhe in Merzhausen.

Bei den Herren hat Kai Wehnelt, früher für den TC Steinbach und den TC Bad Homburg aktiv, bei den »Deutschen« ebenfalls überzeugt. Im Trikot des Wiesbadener THC marschierte die »Nummer vier« der Setzliste im Herren-Einzel mit Siegen gegen Jannik Maute vom TC Weißenhof Stuttgart (6:2, 6:4), Michael Weindl vom TC Ismaning (6:3, 6:1) und Marko Topo vom MTTC Iphitos München (2:6, 6:1, 7:5) ins Halbfinale. Dort ist er gegen den an »Zwei« gesetzten Henri Squire vom TC Rochusclub Düsseldorf zwar ausgeschieden, hat Squire jedoch beim 7:6 (5), 1:6 und 6:7 (3) mit zwei Tiebreak-Sätzen heftigen Widerstand geleistet. Squire hat sich am Sonntag durch ein 7:6 und 7:6 gegen Timo Stoder (LTTC Rot-Weiß Berlin) ebenso wie Eva Lys seinen ersten deutschen Meistertitel gesichert.

Der amtierende deutsche Jugendmeister Neo Niedner vom TC Bad Homburg, der mit einer Wildcard am Turnier in Biberach teilgenommen hatte, ist im Herren-Einzel bereits in der ersten Runde mit einem 3:6, 6:4 und 1:6 an Bastien Presuhn vom Suchsdorfer Sportverein gescheitert.

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