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Keine Atempause, heute in Kassel

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Von: red Redaktion

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EC-Trainer Harry Lange muss weiterhin mit einem reduzierten Kader auskommen. Am heutigen Donnerstag haben die Roten Teufel im Hessenderby bei den Kassel Huskies anzutreten. © pv

Im Akkord. Weiter geht es für den EC Bad Nauheim im gestrafften und neu gestalteten Spielplan der Deutschen Eishockey Liga 2 mit dem dritten Auswärtsmatch in Folge. Am heutigen Donnerstag (19.30 Uhr) bereits gastieren die Wetterauer im Hessenderby bei den Kassel Huskies.

Keine Atempause für die Roten Teufel in der DEL 2. Zwölf Punkte mehr auf dem Konto, aber auch fünf Partien voraus: Im direkten Duell mit den Schlittenhunden will der EC Bad Nauheim den Abstand zum nordhessischen Rivalen ausbauen. Keine leichte Aufgabe für das bisherige Überraschungsteam, das nach wie vor aufgrund des akuten Spielermangels in der Defensive jonglieren muss.

Sekesi im Lineup? Zuletzt fehlten fünf der ersten sechs Verteidiger. Die etatmäßigen Angreifer Mick Köhler und Tobias Wörle halfen auf ungewohnten Positionen aus. »Es wird jetzt ein Kampf um jeden einzelnen Punkt. Keine Ahnung, wo es uns am Ende hintreibt«, sagt Trainer Harry Lange und ergänzt: »Wir wollen da oben bleiben.« Der aktuelle Tabellenplatz vier würde für die Rot-Weißen die direkte Playoff-Qualifikation inklusive Heimrecht bedeuten. Mit einer kurzen Bank ist auch in der Eishalle am Auestadion zu rechnen.

Zurückkehren wird zumindest Torwart Felix Bick, der in Ravensburg eine Verschnaufpause erhalten hatte und von Backup Philipp Maurer vertreten wurde.

Einsatzchancen zeichnen sich am ehesten bei Huba Sekesi ab. Auf der Ausfall-Liste stehen aller Voraussicht nach weiterhin Taylor Vause, Kevin Schmidt, Christoph Körner (alle in Quarantäne) sowie die langzeitverletzten Stammkräfte Philipp Wachter, Tomas Schmidt, Eric Stephan und Andreas Pauli.

Bires-Tor zum Einstand: »Wir haben wieder mit unfassbar viel Herz gekämpft«, meinte Lange nach der 3:5-Niederlage in Ravensburg. Beim Comeback im EC-Trikot erzielte Andrej Bires gleich einen Treffer. Der Stürmer mit dem Faible für Ferrari und Thaiboxen bringt Speed und Power in den Angriff der Kurstädter. Zudem ist der Rückkehrer von den Kölner Haien eine Option für die Überzahl-Formationen. Am Dienstag zündete die Powerplay-Variante mit Bires-Reiter-Wörle-Keck-Seifert (noch) nicht.

Neuer Husky-Kanadier: Personalsorgen gibt es auch an der Fulda. Nach coronabedingter 14-tägiger Spielpause unterlag Kassel dem EV Landshut vorgestern mit 1:6. Mit Ex-Teufel Joel Keussen, Corey Trivino, Troy Rutkowski, Dieter Orendorz, Hans Detsch, Jamie MacQueen, Mitch Wahl, Lois Spitzner und Jake Weidner fehlten zahlreiche Leistungsträger. Timo Gams (Crimmitschau) und Eric Valentin (Weißwasser) sind ligaintern gewechselt.

Der nachverpflichtete Kanadier Joel Broda vom österreichischen Erstligisten Villacher SV stand gegen die Niederbayern noch nicht im ECK-Aufgebot. Der 32-Jährige, einst ein NHL-Draftpick der Washington Capitals, spielte 2015 bei seiner ersten Europa-Station beim HC Bozen zusammen mit den heutigen Bad Nauheimern Jerry Pollastrone und Taylor Vause. Mit jeweils 44 Punkten waren Broda und Pollastrone die Topscorer beim Klub aus Südtirol in der damaligen Erste Bank Eishockey Liga.

Alte Liebe rostet nicht: Auf den momentanen Spielerengpass haben die Blau-Weißen mit weiteren Personalien reagiert. Die Ex-Profis Derek Dinger und Michi Christ wurden reaktiviert und ebenso lizenziert wie Timon Langnese und Lasse Bödefeld aus der Hessenliga-Mannschaft. Dazu gesellen sich noch die Nachwuchscracks Maksim Minaychev und Julius Kranz.

So oder so, kein leichtes Unterfangen am heutigen Donnerstag für den EC Bad Nauheim.

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