Keine Revanche der Löwen

Frankfurt . Zu gerne hätten sie Revanche genommen für die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen, und lange sah es für dieses Vorhaben auch ziemlich gut aus. Als die letzte Sirene des Dienstagabends in der Eissporthalle am Ratsweg verklungen war, herrschte im Lager der Frankfurter Löwen aber tiefer Frust vor - zumal sie mit dem 2:3 (0:0, 2:1, 0:2) gegen die Ravensburg Towerstars auch noch einen Verfolger auf Tuchfühlung hatten kommen lassen, statt ihn auf Distanz zu halten, und obendrein die Tabellenführung in der DEL 2 an die Nachbarn vom EC Bad Nauheim abgegeben hatten, in zwei Tagen schon der nächste Gegner.

Die Löwen setzten vor 2034 Zuschauern über weite Strecken der Begegnung das, was sie sich vorgenommen hatten, ziemlich gut um. Vor allem schafften sie in einem insgesamt hochwertigen Duell zweier Meisterschaftsanwärter lange den Balanceakt zwischen kontrollierter Offensive und nötiger defensiver Absicherung - wobei Ravensburg auch sehr stark verteidigte.

Wie die Frankfurter schließlich ihre Dominanz der ersten Spielhälfte in Tore ummünzten hatten, war beispielhaft für diese Konstellation: Ryon Moser (28.) und Rylan Schwatrz (33.) fälschten Schlagschüssen von Kyle Sonnenburg und Max Faber zur verdienten 2:0-Führung ab.

Dicker Fehler: Im letzten Drittel verlor Kapitän Max Faberin Überzahl die Scheibe hinter dem eigenen Tor, erneut Herr nahm das Geschenk dankend an (41.). Und schließlich spielten die Ravensburger beim Siegtor von Simon Gnyp (54.) ihre Klasse aus.

Markus Katzenbach

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