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Kevin Schmidt zum »DEL 2-Verteidiger des Jahres« gewählt

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Von: Michael Nickolaus

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Kevin Schmidt © Andreas Chuc

Kevin Schmidt vom EC Bad Nauheim wurde bei der DEL2-Gala am Samstag als »DEL2-Verteidiger des Jahres« ausgezeichnet. Im Interview spricht der 36-Jährige über die Ehrung und die Playoffs.

Die Unterschrift von Kevin Schmidt hatte den größten Einfluss auf die Kaderplanung von Trainer Harry Lange bei den Roten Teufeln. Sie hatte im Frühjahr 2021 Priorität. Die Verpflichtung des 36-jährigen Deutsch-Kanadier für die Verteidigung gab dem EC Bad Nauheim in der neunten DEL2-Saison die Option, erstmals auf einen Kontingentspieler in der Abwehr verzichten zu können und mit vier offensiven Ausländern in die Hauptrunde zu gehen.

Schmidt erfüllte die Rolle als Nummer-eins-Verteidiger mit Leadership, mit Präsenz, mit Offensivdrang und wurde nun als »DEL2-Verteidiger des Jahres« ausgezeichnet. Der Vertrag mit dem dreifachen Familienvater war entsprechend frühzeitig auch schon verlängert worden.

Kevin Schmidt, Sie haben eine lange Profi-Laufbahn hinter sich, ehe Sie nun zum ersten Mal eine individuelle Auszeichnung erhalten haben. Was war Ihr erster Gedanke?

Ich war überrascht und bin sehr dankbar zugleich. In dieser Liga gibt es viele starke Verteidiger, ich denke da an Frankfurts Max Faber und dessen Scoring, an James Bettauer aus Ravensburg, der eine starke Saison spielt, oder Dresdens Simon Karlsson und dessen Tore.

Die Begeisterung und der Spaß am Eishockey ist Ihnen selbst bei jeder Übung in den Trainingseinheiten anzumerken. Wie konnten Sie sich diesen Enthusiasmus über all die Jahre bewahren?

Eishockey ist ein großartiger Sport. Ich liebe, was ich tue, liebe diese Hockey-Kultur. Hart arbeiten, Spaß haben, sich in den Zweikämpfen vergleichen. Zu gewinnen macht immer Freunde. Und wenn man ein Spiel verliert, darf man hinterher nicht überlegen müssen, ob man auch wirklich alles gegeben hat.

Wie sehen Sie die Chance auf ein Weiterkommen gegen Kassel?

Kassel ist ein phänomenales Team. Das haben die vergangenen Jahre gezeigt. Die Huskies spielen sehr physisch. Darauf müssen wir gefasst sein, müssem versuchen, uns unseren Speed zum Vorteil zu machen. Wir müssen schnell sein, müssen den Puck schnell bewegen.

Sie haben viele Playoff-Serien gespielt. Was ist für Sie der besondere Reiz?

Du kämpfst um Deine Saison, um das sportliche Überleben. Der einzige Weg, die Saison weiterzuführen, ist es, Spiele zu gewinnen. Und ich finde, es ist noch zu früh, um in den Sommer zu gehen.

Worauf wird es ankommen?

Wir müssen sicher stellen, von Beginn an bereit zu sein; vom ersten Bully an. Wenn man hinten liegt, ist es schwer, in das Spiel zurückzukommen.

Gerade in den vergangenen Hauptrundenspielen war die Mannschaft nicht immer bereit.

Ja, das ist richtig. Wir lagen in Rückstand und mussten uns ins Spiel kämpfen. Die Erfahrung kann uns helfen. Auch in den Playoffs wird man einmal in Rückstand geraten.

In der Kabine sitzen viele ältere Spieler. Inwiefern kann dies von Vorteil sein?

Natürlich. Erfahrung ist immer hilfreich. Wichtig ist die gute Balance zwischen Routine und jungen Spielern, die die erforderliche Energie auf das Eis bringen. FOTO: CHUC

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