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Koletzko verpasst Finale

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Die Schmittenerin Viktoria Koletzko gibt bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig über 60 Meter Gas. Mit 7,60 Sekunden kommt die Athletin im Trikot des Wiesbadener LV diesmal jedoch nicht an ihre Jahresbestmarke von 7,52 Sekunden heran. © Jens Priedemuth

Hochtaunuskreis (kie). Was war denn da los? Weitsprung-Vizemeister Oliver Koletzko (wir berichteten) und andere Asse waren mit Edelmetall im Medaillenspiegel des Hessischen Leichtathletik Verbandes (HLV) bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig fest eingeplant. Aber auch auf den Plätzen dahinter (Top-Acht) gilt es, Punkte im Vergleich mit den anderen Landesverbänden zu sammeln.

Die große Überraschung aus hessischer Sicht war Gianina Gartmann (Glashütten). Die Athletin vom SSC Bad Sooden-Allendorf reiste mit einer (Jahres-)Bestmarke von 8,50 Sekunden über 60 Meter Hürden nach Sachsen an. Im zweiten Vorlauf blieb die angehende Lehrerin fehlerlos und stürmte in hervorragenden 8,31 Sekunden mit einer neuen persönlichen Bestzeit durch den Hürdenwald und hatte lediglich Louisa Grauvogel (LAV Bayer Uerdingen-Dormagen) mit 8,29 Sekunden knapp vor sich. Mit dieser Top-Zeit findet sich Gartmann zum Finale der Hallensaison im bundesweiten Ranking auf dem achten Platz wieder und löste auf dem direkten Weg das Final-Ticket.

Rang fünf im Endlauf

Aus den drei Vorläufen ging es für die beiden jeweils Erstplatzierten sowie zwei weitere Athletinnen über die Zeit weiter in den Endlauf. Als dann im Finale die TV-Kamera die acht Athletinnen zur Vorstellung abschwenkte, strahlte Gartmann übers ganze Gesicht. Auch der Hallensprecher merkte an, dass sich Gartmann mit diesem Erfolg sicher selbst überrascht hat. Die Taunus-Athletin bestätigte dann mit 8,32 Sekunden als Fünfte die Zeit aus der ersten Runde und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass ihre flotte Zeit aus der ersten Runde keine Eintagsfliege war.

Hinzu kommt noch, dass Gartmann knapp 45 Minuten zuvor erneut auf der Bahn stand. Diesmal über die flachen 60 Meter. Auch hier wäre ihr fast erneut ein großer Coup gelungen. Mit schnellen 7,45 Sekunden (3.) folgte hier der nächste Hausrekord. Hier fehlten nur winzige 0,02 Sekunden für die nächste Final-Teilnahme. In Hessen löste Gartmann mit ihrer starken Sprint-Leistung ihre Vereins-Kollegin Carolin Schlung (bisher 7,51 Sekunden/noch U20) von der Spitze der hessischen Jahresbestenliste ab.

Koletzkos Aus im Vorlauf

Schnellste hessische Frau war in dieser Hallensaison bisher mit 7,52 Sekunden Viktoria Koletzko, die wie ihr Bruder das Trikot des Wiesbadener LV trägt. Die Schmittenerin ging in der »Arena« ebenfalls in den Startblock, kam als Letzte im zweiten Vorlauf mit 7,60 Sekunden jedoch nicht ganz an ihre Jahres-Bestmarke heran.

Nach ihren drei Starts am ersten Tag der Titelkämpfe stand für Gianina Gartmann am Sonntag noch das Rennen mit der Startgemeinschaft Nordhessen über 4x200 Meter auf dem Programm. Das Quartett Carolin Schlung, Gianina Gartmann, Laury Carilus und Amelie Wachsmuth flitze in guten 1:38,77 Minuten als einziges hessisches Team über den blauen Tartanbelag in der »Quarterbeck Arena«. Platz sieben war der verdiente Lohn für den schnellen Auftritt. An der Spitze überraschte die LG Stadtwerke München mit dem DM-Sieg in 1:35,60 Minuten vor dem TSV Bayer 04 Leverkusen (1:35,92 Minuten).

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