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Kontakt zur nationalen Spitze

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Markus Wagenleitner (Königsteiner LV) holt bei der Hallen-DM in Leverkusen im Siebenkampf der Altersklasse U20 als bester Hesse einen starken sechsten Platz. © Jens Priedemuth

Hochtaunus (kie). Die weite Anreise hat sich gelohnt. Gerade einmal fünf Tage nach seinem Überraschungs-Coup mit dem Gewinn des hessischen Stabhochsprung-Titels (der UA berichtet), lieferte Markus Wagenleitner (Königsteiner LV) bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Mehrkampf den nächsten starken Auftritt ab. Platz sechs unter 14 Teilnehmern im Siebenkampf der Altersklasse U20 können sich allemal sehen lassen.

Bei den Titelkämpfen in Leverkusen sammelte der Hessenkader-Athlet an den beiden Wettkampftagen 4928 Punkte und war damit der Bessere unter den beiden Hessen im Feld. Prima, denn Björn Langer (LG Wettenberg/11. mit 4636 Pkt.) gehört dem älteren U20er Jahrgang an und war in der Vergangenheit im direkten Vergleich oft der stärkere Athlet.

Markus hatte gleich ein famosen Einstieg in die DM, als er zum Auftakt flotte 7,21 Sekunden über die 60 Meter zeigte und damit seinen Hausrekord um 0,20 Sekunden nach unten drückte. Auch der Weitsprung war absolut im Limit und lag mit 6,50 Metern nur knapp unter der persönlichen Bestmarke. Ein kleiner Dämpfer war dann der Hochsprung. »Überquerte 1,74 Meter sind zwar solide, doch in der erweiterten nationalen Spitze muss man schon Höhen im Bereich von 1,80 Metern anbieten«, so Mehrkampf-Landestrainer Philipp Schlesinger, der Wagenleitner in fast allen Disziplinen betreut. Der Coach sah dann zum Abschluss des ersten Tages 12,16 Meter beim Kugelstoßen. Das war die zweite »PB« von Markus an diesem Wochenende, für den die technischen Disziplinen (Kugel, Diskus, Speer) nicht unbedingt zu den Stärken im Mehrkampf gehörten. Der KLVler hatte bei »Halbzeit« 2706 Zähler auf seinem Konto und hatte sich damit auf Position neun einsortiert.

Weiter ging es am zweiten Tag mit den 60 Meter Hürden, die nach 8,78 Sekunden (einen Tick unter Wert) beendet waren. Gut waren die 4,30 Meter im Stabhochsprung, die Parade-Disziplin von Wagenleitner. Letztes Wochenende holte sich der Mehrkämpfer hier den Hessentitel mit 4,40 Metern gegen die reinen Sprungspezialisten. »Die 4,30 Meter kann Markus eigentlich fast immer, eine Höhe mehr wäre hier schon schön gewesen«, so Coach Schlesinger, der immer recht hohe Ansprüche an seine Athleten stellt. Bei den abschließenden 1000 Metern kämpfte der KLVler eisern und wurde mit 2:53,94 Minuten gestoppt. In der Endabrechnung verbesserte sich der KLVler noch um zwei Positionen. Mit einer Zeit im Bereich von 2:50 Minuten wäre wahrscheinlich sogar Platz fünf möglich gewesen.

Der Kontakt zur nationalen Spitze ist auf jeden Fall da. Der sechste Platz ist auf jeden Fall eine gute Basis, auf der sich weiter aufbauen lässt. Richtig ernst wird es dann im Mai am 21./22. Mai beim nationalen Zehnkampf-Meeting in Bernhausen. Die Medaillen unter dem Hallendach in Leverkusen holten Jonas Perner (LG Fichtelgebirge/5311 Pkt.), Emanuel Molleker (5251 Pkt.) sowie Moritz Eisold (beide LG Filder/5079 Pkt.).

Nach den zwei anstrengenden DM-Tagen bleiben Markus erneut nur fünf Tage zur Regeneration. Bereits an diesem Wochenende ist der KLV-Youngster schon wieder im Einsatz. Für die Süddeutschen in Frankfurt/Kalbach konnte sich Markus über 60 Meter und im Stabhochsprung in der Männer-Hauptklasse qualifizieren.

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