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Kreisrekord erneut verbessert

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Sie kann es einfach. Egal ob Cross, Straße oder Bahn - Lisa Oed (Königsteiner LV) ist auf jedem Untergrund flott unterwegs. Beim Halbmarathon in Berlin stellt sie innerhalb von zwei Wochen schon wieder einen Kreisrekord auf. © Jens Priedemuth

Hochtaunus (kie). Sie hat es schon wieder getan. Gerade einmal zwei Wochen nach ihrer überragenden Halbmarathon-Premiere in Lille mit 1:14:18 Stunden (der UA berichtete), schnürte Lisa Oed (Königsteiner LV) erneut ihre Wettkampfschuhe bei einem Rennen über 21,1 Kilometer und stellte gleich wieder einen Kreisrekord auf.

Doch der Reihe nach. Bei der bereits 41. Auflage des »Generali Halbmarathons« in Berlin setzte die Bundeskaderathletin nochmals einen drauf, obwohl die Rahmenbedingungen mit recht frischen Temperaturen nicht gerade optimal waren. Das konnte die konditionsstarke Medizinstudentin jedoch nicht ausbremsen. Bei fünf Kilometern leuchten auf der großen Uhr am Streckenrand 17:33 Minuten auf, die 10 Kilometer waren dann nach 35:01 Minuten passiert und bei der »15er-Marke« konnten 52:20 Minuten notiert werden. Spätestens hier war klar, dass die Marke von Lille in Gefahr war. Auch in der Endphase des Rennens hielt Lisa Oed das Tempo hoch und kämpfte eisern. Der Einsatz zahlte sich aus, denn im Ziel gingen für die KLV-Athletin hervorragende 1:13:47 Stunden in die Wertung ein. Damit verbesserte Oed ihre Kreisrekordmarke von Lille gleich einmal um satte 31 Sekunden, eine ganze Ecke im Langstreckenlauf. Das Leichtgewicht, sie bringt lediglich knapp 50 Kilogramm auf die Waage, belegte mit ihrer Topzeit in der Bundeshauptstadt einen tollen 17. Platz bei den Frauen und war fünftschnellste deutsche Läuferin in einem Feld der internationalen Spitzenklasse.

Auch ganz vorne konnten die frischen Temperaturen die sicherlich recht kälteempfindlichen Asse aus Afrika nicht ausbremsen. Shelia Kiprotich Chepkirui (KEN) lieferte mit 1:05:02 Stunden einen neuen Streckenrekord ab. Joyce Chepkemoi (1:05:50) sowie Irene Kimais (1:06:34) machten den Dreifach-Sieg für die Laufnation Kenia perfekt. Damit blieben in Berlin erstmalig drei Läuferinnen unter der Marke von 1:07:00 Stunden.

In der Woche nach Berlin stieg Lisa Oed in den Flieger nach Amerika. In Boulder wartete ein weiteres Trainingslager. In der Höhe des Bundesstaates Colorado holt sich die Athletin vom Königsteiner LV aktuell mit der Gruppe um Wolfgang Heinig (zu ihr gehört auch Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause) den Feinschliff für die in Kürze beginnende Bahnsaison. Nach der Rückkehr aus den USA könnte es Anfang Mai bei den »Deutschen« über 10 000 Meter auf der Bahn ernst werden.

Aber auch über die 5000 Meter und die Hindernis-Distanz hat die angehende Ärztin Eisen im Feuer. Wenn im Herbst dann wieder ein paar Rennen auf der Straße locken, könnten nach den Durchgangs-Zeiten von Berlin auch die Kreisrekorde über 5 und 10 Kilometer nur eine Frage der Zeit sein. Diese notieren seit sieben Jahren bei 16:32 bzw. 33:38 Minuten und werden von Sarah Kistner (MTV Kronberg) gehalten.

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