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Leidenschaft in Waagschale werfen

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Hüttenberg (mr). Auf der Zielgerade der Saison holt Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg nun die wegen Corona ausgefallene Partien nach, die eigentlich die Rückrunde hätten einläuten sollen.

Start in den Doppelpack der englischen Wochen: Heute Abend um 19.30 Uhr geht es im Auswärtsderby beim TuS Ferndorf um Punkte und am Mittwoch der kommenden Woche kommen dann die Eulen Ludwigshafen ins Sportzentrum Hüttenberg.

Der Abstiegskampf - Nach dem Sieg beim Dessau-Roßlauer HV und dem Unentschieden am Samstag gegen TSV Bayer Dormagen kreuzt der TVH in drei von vier Begegnungen in den anstehenden beiden englischen Wochen die Klingen mit Mannschaften, die im Kampf um den Klassenerhalt stecken. »In dieser entscheidenden Phase der Saison treffen wir nur auf Mannschaften, die ums blanke Überleben kämpfen und dementsprechend müssen wir uns auf Gegner einstellen, die bis zum Umfallen kämpfen, so wie Dormagen am Samstag. Zudem ist es für uns ein kleines Derby, wo noch einmal zusätzliche Brisanz drin ist«, weiß TVH-Trainer Johannes Wohlrab um die Schwere der heutigen Aufgabe. Die Gastgeber stehen aktuell nur einen Punkt über dem Strich und kämpfen gegen den Trend. Denn nach dem dritten Zweitliga-Aufstieg in den letzten zehn Jahren schienen sich die Kreuztaler mit den Plätzen acht und neun endlich in der Liga etablieren zu können. Doch bereits in der letzten Saison, die man als 14. punktgleich mit dem TVH abschloss, ging der Trend nach unten und der TuS brachte sich erst mit drei Siegen in den letzten vier Spielen in Sicherheit. Erfahrung im Kampf gegen den Abstieg ist also vorhanden.

Die Aufstiegsplätze - Während es am Tabellenende eng zu geht, hat Spitzenreiter und Bundesliga-Dino VfL Gummersbach im dritten Jahr die Rückkehr in die Beletage so gut wie sicher. TVH-Kapitän Dominik Mappes wird also mit ziemlicher Sicherheit im Sommer mit seinem neuen Verein wieder ins Oberhaus zurückkehren. Da aber dahinter sowohl die HSG Nordhorn-Lingen als auch der ASV Hamm-Westfalen zuletzt patzten, sind die fünftplatzierten Hüttenberger nur noch vier Minuspunkte vom Aufstiegsplatz zwei entfernt. Kühne Optimisten könnten also mal wieder ins Träumen kommen, dass sich Hüttenberger Aufstiegswunder wiederholen. Allerdings würden aber auch fünf zusätzliche Minuspunkte einen Absturz sogar auf einen zweistelligen Tabellenplatz nach sich ziehen können.

Ferndorfer Heimstärke - 7:3 Punkte aus den letzten fünf Heimspielen mit zuletzt einem deutlichen 32:24-Sieg gegen Erstliga-Absteiger Ludwigshafen haben die Mannschaft von Trainer Robert Andersson in der Tabelle vor die Abstiegsplätzen geführt. Aber auch auswärts konnte man mit einem 25:20-Sieg in Nordhorn zuletzt ein Ausrufezeichen setzen. Am Wochenende gab es beim 27:36 in Coburg nichts zu holen. Man darf also gespannt sein, welches Gesicht der TuS zeigt.

Personalien - Ferndorf hat sich mit dem ukrainischen Nationallinksaußen Oleksandr Kasai verstärken können, nachdem bereits in der EM-Pause der österreichische Nationalspieler Christoph Neuhold vom Ligakonkurrenten HC Elbflorenz verpflichtet wurde. Bei Hüttenberg wird Kapitän Dominik Mappes ausfallen. »Bei ihm hat der Muskel zugemacht«, berichtet Wohlrab, Der bei Philipp Opitzetwas mehr Hoffnung auf einen Einsatz hat.

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