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Löwen setzen Plan sehr gut um

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Frankfurt (mka). Bei der Aufarbeitung des Geschehens des ersten DEL2-Playoff-Halbfinales zwischen den Löwen Frankfurt und den Heilbronner Falken im kleinen Presseraum der Eissporthalle am Ratsweg hatte Jason Morgan das erste Wort, wie das so üblich ist bei den Pressekonferenzen, als Trainer der Gastmannschaft. In seinem Fazit indes kam der Headcoach der Heilbronner Falken nicht umhin, auch über den Gegner zu sprechen, insbesondere über dessen vierte Reihe, die andernorts bisweilen höchstens für das Auffüllen des Kaders aufgelistet wird, an diesem Donnerstagabend aber eine entscheidende Rolle spielte.

»Drei Tore, viel harte Arbeit«, zollte Morgan also kurz und knapp seinen Respekt: »Glückwunsch.« Während Kollege Bo Subr mit seiner eigenen Mannschaft vollauf zufrieden sein konnte. »Wir haben unseren Plan sehr gut umgesetzt«, sagte der Headcoach der Frankfurter Löwen, nachdem mit dem 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) der Start in die Halbfinalserie der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys geglückt und der erste von vier für den Einzug ins Finale nötigen Siegen geschafft war.

Bezeichnend für die Kraft aus vollen und gut besetzten Löwen-Reihen, das für die ersten drei Treffer eben der auch sonst schon in Frankfurt gewohnt wertvolle Arbeit leistende vierte Sturm sorgte, mit dem erfahrenen Manuel Strodel als Leitfigur für die jungen Angreifer Pierre Preto und Darren Mieszkowski. »Es ist ja eine starke Reihe«, befand Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. »Da sieht man: Wir haben die Tiefe im Kader, gepaart mit Qualität. Natürlich ist es auch ein großes Zeichen, wenn diese Reihe, die viel Energie ins Spiel bringt, sich mit Toren belohnt.«

In der 6. Minute legte Strodel erst das 1:0 für Preto auf, in der 8. Minute vollendete er dann die Vorarbeit von Preto und Mieszkowski. Damit nicht genug: Im dritten Drittel schoss Mieszkowski an den Pfosten, Pierre Preto bugsierte den abprallenden Puck über die Linie (47.) - ein spezieller Abend für den 22 Jahre jungen Speyerer, der zu dieser Saison aus Heilbronn gekommen war, als Doppeltorschütze gegen seinen ehemaligen Verein, im Familienduell mit dem zwei Jahre jüngeren Bruder Philipp, der für die Heilbronner Falken verteidigt.

Mit dem gewohnten Arbeitseifer trumpften Strodel und Co. ohnehin auf, für den Gesamtauftritt gab es hinterher noch ein Sonderlob von Kollege Marius Erk aus der Löwen-Abwehr. »Die Reihe hat eine grandiosen Job gemacht«, urteilte Erk, und auch insgesamt durfte er zufrieden sein. »Wir haben uns vorgenommen, konzentriert zu blieben und nicht nachzulassenen«, erklärte er den Frankfurter Matchplan für die erste Halbfinal-Begegnung: »Das ist uns gut gelungen.«

Tatsächlich war der Erfolg souverän und nie gefährdet. Die Löwen hatten auch schon gut ins Spiel gefunden und rasch wieder hochgeschaltet, nach den acht freien Tagen, die sie sich durch den glatten Durchmarsch mit vier Siegen in vier Spielen im Viertelfinale gegen den EHC Freiburg verdient hatten.

Das zweite Drittel war etwas weniger überzeugend, das dritte dafür wieder eine klare Angelegenheit. Und als Heilbronn durch Julian Lautenschlager noch einmal auf 1:3 verkürzte (50.), half Schwartz, prompt wieder einen sicheren Abstand herzustellen: Bei einem Konter bediente er klug Alexej Dmitriev, der den Puck zum 4:1 ins Tor schob.

Am Samstag (18.30 Uhr) geht es schon weiter, dann in Heilbronn. »Sie werden das sicher nicht auf sich sitzen lassen und richtig marschieren«, blickte Marius Erk rasch voraus und versprach. »Aber wir werden ordentlich dagegenhalten.« Mit der Kraft aus vollen Löwen-Reihen.

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