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Löwen warten jetzt auf Finalgegner

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Finale! Da freut sich die »Löwen« Darren Mieszkowski und Dylan Wruck. © Imago Sportfotodienst GmbH

Frankfurt (mka). Glückwünsche gab es schon am Morgen unter Frankfurter Löwen, und am späteren Abend wieder. Dass der Mittwoch für Brett Breitkreuz, den zurückgekehrten Publikumsliebling, auch der 33. Geburtstag war, musste indes eher eine Randnotiz bleiben, schließlich stand auch noch ein wichtiger Termin in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys an - und dessen Ausgang konnte am späteren Abend dann Anlass für weitere Gratulationen sein.

Mit dem 7:3 (2:1, 2:2, 3:0 gegen die Heilbronner Falken sind die Frankfurter Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter in das Finale der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys eingezogen. Auf dem schnellsten Weg: Mit vier Siegen in vier Spielen, wie schon zuvor im Viertelfinale gegen die Freiburger Wölfe.

»Großartige Arbeit von den Jungs, Nicht nur heute, sondern die ganze Serie«, lobte Headcoach Bo Subr. »Ich bin stolz, Coach dieser Mannschaft zu sein.«

Breitkreuz, mit sieben Treffern und fünf Vorlagen bester Frankfurter Scorerpunktesammler aus den vorherigen sieben Play-off-Spielen, blieb am Geburtstag ausnahmsweise ganz ohne Torbeteiligung, aber das war gewiss zu verkraften. Das übernahmen schließlich andere: Dylan Wruck zunächst nach einem feinen Tanz (6. Minute) und Rylan Schwartz (7.) nach einem bösen Heilbronner Abspielfehler, mit einem frühen Frankfurter Doppelschlag. Die Falken wehrten sich allerdings, glichen durch Noah Dunham (9.) und Karl Fabricius (21.) zum 2:2 aus und nachdem Tomas Sykora (24.) das dritte Löwen-Tor nachgelegt hatte, durch Judd Blackwater (29.) im Powerplay zum 3:3.

Heilbronn bäumte sich gegen das Aus auf, Frankfurt bekam ein paar Strafzeiten zu viel, auch nicht immer ganz unumstritten. Die Löwen wankten, aber notfalls rettete ihr die ganze Halbfinalserie Serie schon prächtig haltender Schlussmann Jake Hildebrand. Und sie nutzten ihre eigenen Chancen.

Alexej Dmitriev (39.).nutzte Sykoras Querpass zur erneuten Führung. Beim 5:2 am Montag hatte er ausgesetzt, nun kam er wieder zum Zug - anstelle von Nathan Burns, der nach einem Check gegen seinen Kopf im dritten Spiel noch nicht wieder aufs Eis zurückkehrte.

Dass Dmitriev, übers Jahr bisweilen kritisch gesehen, wie bei seinen anderen bisherigen Einsätzen in den Alles-oder-Nichts-Spielen dieser DEL-2-Saison erneut stark auftrat, war dann wiederum bezeichnend für die Tiefe und Stärke des Löwen-Kaders.

Am Mittwochabend war sein Treffer die möglicherweise maßgebliche Trendwende. Im letzten Drittel jedenfalls ließen die Löwen nichts mehr anbrennen und machten aus einer lange ganz engen Begegnung eine klare Angelegenheit: Erneut Wruck (50.), der ehemalige Heilbronner, erneut Syora (55.) und Pierre Preto (56.) sorgten mit ihren Toren dafür.

Wie schon nach dem Viertelfinale verdienten sich die Hauptrunden-Ersten mit dem flotten Weiterziehen ein paar spielfreie Tage. Weiter geht es erst am 16. April, mit dem ersten Finale daheim am Ratsweg, gegen den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen den Ravensburg Towerstars und dem EC Bad Nauheim.

Eine weitere gute Nachricht hatte es über den Tag auch schon gegeben: Für ihre Nachwuchsarbeit bekamen die Frankfurter bei der Zertifizierung des Deutschen Eishockey-Bundes stolze vier von fünf Sternen verliehen. Sehr beachtlich, genau wie die derzeitigen Darbietungen des aktuellen Profi-Jahrgangs.

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