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Luisa Kneppel klettert weit nach oben

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Siegerehrung vor der steilen Wand: Bei der Jugend A weiblich holte sich Sportkletterin Luisa Kneppel (Mitte) aus Usingen den Hessentitel vor Lara Bäzol (links, Dreieich) und Emma Münch (Kassel). © Red

Die A-Jugendliche Luisa Kneppel aus Usingen holt sich den Hessentitel im Sportklettern. Der nächste Wettkampf soll noch höher hinaus führen.

Hochtaunuskreis (rem). Aus dem Hochtaunus sind ganz schön anspruchsvolle und dementsprechend auch talentierte Sportkletterinnen in den Kletterhallen unterwegs. Das zeigte sich jetzt bei den Hessenmeisterschaften der Disziplin Bouldern im Sportpark Kelkheim: Weder Emma Bernhard (18) aus Oberstedten, die souveräne Gewinnerin der Frauenkonkurrenz, noch Luisa Kneppel (17) aus Usingen, die sich in der A-Jugend den Titel sicherte, bezeichneten dies als besonders großen Erfolg.

Ziemlich gefreut haben die beiden jungen Sportkletterinnen sich über ihre ersten Plätze aber dennoch. Denn die Routen-Bauer Luke Brady, Nikola Petrov, Felix Buchmann und Mats Habermann hatten sich für die ausrichtende Sektion Frankfurt des Deutschen Alpenvereins (DAV) anspruchsvolle Kurse für die Boulder - englisch: Felsbrocken - überlegt.

Jeweils fünf Minuten hatten die Sportkletterer Zeit, um in der Wand eine Strecke bis zum letzten Griff (Top) zurückzulegen. Sie konnten dies in diesen fünf Minuten auch beliebig oft probieren. Die Krux: Danach bleiben ihnen nur fünf Minuten, um zu verschnaufen und neue Kräfte zu sammeln, bevor es an den nächsten der insgesamt vier Boulder geht.

»Ganz schön anstrengend«, gesteht Emma Bernhard. Die favorisierte Nationalkaderathletin schaffte es in der Qualifikation und auch im Finale der besten Sechs jeweils dreimal zum Top und sammelte dabei noch die meisten Zonenpunkte (Zwischenwertungen) ein. Damit gewann die 18-Jährige bei den Frauen nach 2020 bereits ihre zweite Hessenmeisterschaft.

»Ich bin noch nicht ganz auf dem Niveau, auf das ich kommen möchte«, erzählt sie. Das sei für den frühen Zeitpunkt der Saison aber auch normal. Die »Hessischen« zählten für sie als Vorbereitung auf den ersten Nominierungswettkampf für die Jugend-Europacups. Dann wird sie im Lead-Klettern angreifen.

Die Disziplin, bei der es angeseilt an der Wand im Idealfall bis ganz nach oben geht, gefällt auch Luisa Kneppel am besten. In ihrem letzten A-Jugend-Jahr möchte die 17-jährige Usingerin bei den Wettkämpfen des Deutschland-Cups dann wieder ihre Stärken in der Kraftausdauer und im mentalen Bereich unter Beweis stellen.

Denn beim Lead-Klettern habe man eben nur den einen Versuch, »da muss alles sitzen, das liebe ich am meisten«, sagt Luisa Kneppel. Beim Bouldern auf Absprunghöhe komme es mehr auf die Komplexität der Bewegungen und Maximalkraft an.

In Kelkheim schaffte es die Elftklässlerin der Christian-Wirth-Schule einmal bis zum Top, und sie sammelte drei Zonenpunkte ein. Damit war sie stärkste A-Jugendliche und die elftbeste Kletterin der Konkurrenz. Trainingskollege Jonas Heil aus Neu-Anspach erreichte ebenfalls einmal das Top (vier Zonenpunkte). Das bedeutete für den 15-Jährigen Platz acht bei den Männern und Rang drei in der A-Jugend.

Ergebnisse, Top 3, Männer: 1. Johann Söhngen (DAV Frankfurt/Ober-Ramstadt) 2x Top, 3x Zone, 2. Jakob Nibler (DAV Frankfurt/München) 2T 2z, 3. Noah Gräf (DAV Wetzlar/Dornburg) 1T 3z. - Frauen: 1. Emma Bernhard (DAV Frankfurt/Oberstedten) 3T 4z, 2. Alina Gregori (DAV Frankfurt/Bad Vilbel) 2T 2z, 3. Corona Martín (DAV Darmstadt/Frankfurt) 1T 2z. - Jugend A weiblich: 1. Luisa Kneppel (Usingen), 2. Lara Bäzol (Dreieich), 3. Emma Münch (Kassel). - Jugend A männlich: 1. Söhngen, 2. Erik Pollack (Braunfels-Altenkirchen), 3. Jonas Heil (Neu-Anspach).

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Platz drei bei den Hessenmeisterschaften im Sportklettern ging bei der Jugend A männlich an Jonas Heil aus Neu-Anspach (rechts). © Red

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