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Malochen, bis Heimrecht in der Tasche ist

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Von: Michael Nickolaus

Bad Nauheim (mn). Verschnaufpause: Wenigstens mal einen Tag lang. Nach sechs Spielen binnen elf Tagen hat Harry Lange den Profis des EC Bad Nauheim einen eisfreien Dienstag zur Regeneration eingeräumt. Sieben Punkte haben die Roten Teufel trotz gravierender personeller Ausfälle in diesem jüngsten Spiele-Marathon gewonnen und Platz vier gehalten. Ab Freitag, in den neun Spielen bis zum Hauptrunden-Ende, soll das Playoff-Heimrecht der Deutschen Eishockey-Liga 2 irgendwie verteidigt werden.

»Wir haben einen guten Kader. Aber jetzt müssen wir hoffen, dass alle gesund bleiben, um am Timing arbeiten und Abläufe verbessern zu können«, sagt der Coach, der teilweise acht Stammkräfte zu ersetzen hatte, was immer wieder zur Improvisation gezwungen hatte. Da spielte beispielsweise Tobias Wörle mal defensiv, mal offensiv, mal in der Mitte, mal Außen. Da fehlte Kevin Schmidt als Leader in der Abwehr und im Powerplay; da stand Rückkehrer Daniel Ketter im Zwei-Tage-Rhythmus plötzlich gut 20 statt der geplanten sechs bis acht Minuten auf dem Eis, da ist Mick Köhler defensiv nicht mehr wegzudenken, fehlt aber vorne, ganz zu schweigen von Taylor Vause, dem wohl »komplettesten Spieler« der Liga, wie Lange sagt, der gleich fünfmal im Line-up fehlte. Nur Sekunden waren Vause und Tristan Keck - zuletzt mit schwacher Tor-Quote - am Montag wiedervereint, da traf der Speedy Gonzales der DEL 2 zur Führung und legte später noch nach - reine Kopfsache? Mit den Verteidigern Philipp Wachter und Tomas Schmidt sowie Stürmer Andreas Pauli stehen aktuell »nur« noch drei Spieler auf der Ausfallliste.

Die Heimspiele gegen Bayreuth (3:2) und Ravensburg (3:1) boten einen Vorgeschmack auf die kommenden Aufgaben, inklusive Playoff-Serien. Hohe Intensität, läuferischer und kämpferischer Einsatz, deutlich weniger klare Torszenen auf beiden Seiten. Ein Schussverhältnis von 18:22 war beim EC intern gezählt worden. »Du musst in jedem Spiel malochen, viel forechecken, viel Druck ausüben, den Schritt mehr machen als der Gegner. Das ist nicht immer einfach«, sagt Lange.

Das Restprogramm : 11. Februar Heilbronn (A), 13. Februar Bad Tölz (H), 15. Febraur Crimmitschau (H), 17. Februar Dresden (A), 19. Februar Frankfurt (H), 25. Februar Kaufbeuren (A), 27. Februar Selb (H), 3. März Lausitz (A), 5. März Freiburg (H).

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