Mara Guth spielt um Platz im Hauptfeld

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BAD HOMBURG - (dio). Nicht zuletzt der starke Auftritt bei den Junior French Open, bei denen sich die 17-jährige Mara Guth vom Usinger THC bis ins Viertelfinale vorgekämpft hatte, hat die Junioren-Nationalspielerin aus Merzhausen in jüngster Zeit vermehrt ins Rampenlicht rücken lassen. Nun tritt sie am Wochenende an, um bei den Bad Homburg Open im Schatten der zahlreich mitwirkenden Weltklasse-Spielerinnen in der Qualifikation um einen Platz im Hauptfeld zu kämpfen.

"Heimatturnier"

Die Bad Homburg Open bieten damit für zwei deutsche Nachwuchshoffnungen die Chance, bei einem Heimspiel auf sich aufmerksam zu machen. Der Veranstalter vergab zwei Quali-Wildcards an Mara Guth (17) aus dem Porsche Junior Team und an Nastasja Schunk (17, deutsche Vize-Hallenmeisterin von 2020) aus dem Porsche Talent Team. Guth, die aus dem rund 15 Kilometer von Bad Homburg entfernten Usingen stammt, hatte jüngst im Juniorinnen-Wettbewerb der French Open das Viertelfinale erreicht. Die Hessin war wie Angelique Kerber bereits im Sommer 2020 beim Opening Event dabei, in dessen Rahmen der Center Court im Kurpark eröffnet wurde. "Es war mir schon im letzten Jahr eine Ehre, daran teilzunehmen. Ich freue mich auch jetzt wieder sehr, vor heimischem Publikum zu spielen. Ich bin hier geboren, aufgewachsen und habe hier das Tennisspielen erlernt. Es ist mein Heimatturnier, in das ich jetzt reinschnuppern darf", sagte Mara Guth.

Unterdessen hat eine weitere Grand Slam-Siegerin zugesagt: die ehemalige Weltranglistenerste Victoria Azarenka (31). Sie gehört nicht nur zu den erfolgreichsten, sondern auch zu den charismatischsten Spielerinnen der WTA-Tour. Zwei Major-Titel (Australian Open 2012 und 2013) hat die ehemalige Weltranglistenerste aus Belarus bereits geholt. Bei den Bad Homburg Open ist Azarenka, die eine Top 20-Wildcard des Veranstalters angenommen hat, damit in bester Gesellschaft.

Powerspielerin

"Ich freue mich sehr, nach Bad Homburg zu kommen. Meine Teilnahme an diesem neuen Turnier stellt für mich die perfekte Vorbereitung für Wimbledon dar", sagte Azarenka. Die Powerspielerin aus Minsk, aktuell die Nummer 16 im WTA-Ranking, hatte im Spätsommer 2020 in ihrem insgesamt dritten US Open-Finale einen weiteren Karriere-Meilenstein nur knapp verpasst, als sie auf der größten aller Tennis-Bühnen im Arthur Ashe Stadium in New York Naomi Osaka (Japan) in drei Sätzen unterlag. Die erfahrene "Vika" Azarenka jedenfalls gehört auch bei den Grand Slams stets zum erweiterten Favoritinnenkreis. Mit Turnierbotschafterin Angelique Kerber (Kiel), Simona Halep (Rumänien), Petra Kvitova (Tschechien), Sloane Stephens (USA) und eben Azarenka stehen nun insgesamt fünf Major-Champions im Teilnehmerinnenfeld des neuen Rasen-Events in der Kurstadt.

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