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Marisa Friedrich siegt ungefährdet

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Die vereinslose Wehrheimerin Marisa Friedrich gewinnt ganz souverän das Frauen-Rennen beim »Walter-Eifert-Crosslauftag« in Neuenhain. Mit 17:30 Minuten setzt sich Friedrich über die welligen 4,2 Kilometer sicher gegen die Konkurrenz durch. © Jens Priedemuth

Hochtaunuskreis (kie). Normalerweise ist in den Monaten November bis März Crosslauf-Saison. In der Rhein-Main-Region war das Angebot an Wettkämpfen im »Querfeldeinlaufen« wegen der Corona-Pandemie jedoch eher überschaubar. Auch der Weilnau-Cross (wir berichteten) konnte deshalb nicht durchgeführt werden. Im benachbarten Main-Taunus-Kreis verschwand der beliebte »Walter-Eifert-Crosslauftag« der LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain sogar für zwei Jahre aus den Wettkampfkalendern.

Mit den Lockerungen der hessischen Landesregierung entschied man sich in der Kurstadt dann für einen Neustart, nachdem es immer wieder Nachfragen aus Läuferkreisen gab.

Mit einem Comeback ist es jedoch manchmal so eine Sache. Nicht immer gelingt nach einer Zwangs-Pause die Rückkehr in »alter Form«. Bestens geklappt hat dies jedoch an diesem Wochenende im Bad Sodener Ortsteil Neuenhain. Knapp 200 Cross-Freunde hielten den engagierten Machern die Treue. Damit kam man bei der LGBSN in Sichtweite der Starterzahlern aus den Jahren 2019 und zuvor.

»Richtig Spaß«

Bei den Frauen beziehungsweise Seniorinnen, hier standen 4,2 Kilometer auf dem Programm, hängte eine Athletin aus der heimischen Region die Konkurrenz problemlos ab. Die vereinslose Wehrheimerin Marisa Friedrich (W30) hatte sich ziemlich schnell von ihren Konkurrentinnen abgesetzt und konnte nach 17:30 Minuten den Gesamtsieg bejubeln. Es war nicht der erste Triumph für Friedrich, die den Kurs im Ortsteil Neuenhain schon von früheren Erfolgen kennt.

»Das hat wieder richtig Spaß gemacht. Zum Laufen benötige ich nicht unbedingt einen Verein. Ich komme alleine bestens klar. Demnächst soll es bei Wettkämpfen über die zehn Kilometer wieder in Richtung 40 Minuten gehen«, verriet Friedrich, die früher einmal für die TSG Wehrheim und Eintracht Frankfurt unterwegs war.

Auch Platz zwei in der Endabrechnung blieb in der Taunusregion. Triathletin Natascha Schohaus (früher Schmitt) gewann mit 18:18 Minuten die Wertung der W35. Eine beachtliche Leistung. Während die Athletin vom MTV Kronberg ihre Runden drehte, kümmerte sich Ehemann Jan um den knapp fünf Monate alten Sohn, der am Rande der Strecke ruhig in seinem Kinderwagen schlief. Nathalie Rauterkaus (LG Eppstein-Kelkheim/WHK) konnte als Dritte nach 19:15 Minuten wieder durchschnaufen.

Im Hauptwettbewerb der Männer ging der Sieg an den Steinbacher Sebastian Bienert. Der konditionsstarke Altenpfleger, er startet für die ausrichtende LGBSN, hatte sich bereits auf der ersten von drei zu laufenden Runden durch das Wiesengelände »Am Sauerborn« problemlos von der Konkurrenz abgesetzt und verteidigte seine Position bis ins Ziel. Dort stoppten die Uhren für den M30er bei 22:21 Minuten für die teilweise profilierten 6,3 Kilometer. Dahinter sortierte sich mit 23:51 Minuten Russell Doubleday (MTV Kronberg/M40) ein. Benjamin Hartmann (HSC Bad Homburg/M35) komplettierte nach 24:47 Minuten das Podium der Top-Drei.

»Bin zufrieden«

»Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Besonders in den Wintermonaten hatten wir bei uns im Seniorenheim jede Menge Arbeit. Da kam das Training zu kurz. Ich konnte nicht die üblichen Umfänge trainieren und wurde zudem noch von ein paar Erkältungen ausgebremst. Somit war das hier ein gelungener Test und eine aufschlussreiche Standortbestimmung. Ich bin zuversichtlich, dass ich im Sommer und Herbst wieder richtig flotte Straßenläufe absolvieren kann. Besonders schön war jedoch, dass man endlich wieder viele bekannte Gesichter aus der Laufszene persönlich treffen und ein wenig schwätzen konnte«, sagte der Männer-Sieger in seinem Fazit.

Auch Orga-Leiter Tommy Mäkitalo hob den Daumen. »Mit der Resonanz sind wir absolut zufrieden. Anfangs wollten wir den Cross nur für unseren Kreis ausschreiben. Dann trudelten aber auch einige Anfragen von auswärts ein, sodass wir natürlich unter Beachtung aller behördlichen Vorgaben auch externe Athleten zugelassen haben. Es ist wirklich toll, auch den eigenen Athleten wieder eine Startmöglichkeit zu bieten. Besonders im Schülerbereich hatten wir hier ja eine große Nachfrage.«

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