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Meisterliche Jubelarie

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Hochtaunuskreis (red). Nach dem Sieg in der Vorwoche war klar, dass die Handballer der SG Wehrheim/Obernhain am darauffolgenden Samstag im Heimspiel der Bezirksliga A gegen die HSG MainHandball den bereits seit Wochen feststehenden Aufstieg in die Bezirksoberliga mit der Meisterschaft vergolden konnte. Und dies gelang mit einem 30:26 (16:10)-Erfolg.

SG Wehrheim/Obernhain - HSG MainHandball 30:26 (16:10). Die Hausherren trainierten unter der Woche entsprechend konzentriert, wenngleich einige Spieler krankheitsbedingt aussetzen mussten.

Zum großen Showdown, waren alle Spieler wieder an Bord. Vor einer abermals großartigen Kulisse mit mehreren 100 Zuschauern, begann die SG leicht nervös und geriet zunächst ins Hintertreffen. Nach rund 10-Spielminuten stand es »nur« 2:3 aus Sicht der Hausherren, auch bedingt durch starke Torhüterleistungen auf beiden Seiten. Die SG fing sich allerdings nach einiger Zeit und kam deutlich besser ins Spiel. Im Angriff wurden einstudierte Spielzüge konsequent zu Ende gespielt, was dem Angriff die nötige Tiefe im Spiel gab. Die Abwehr um Torhüter Henrik Trosien agierte weiter aggressiv, woraus sich schnelle Umschaltmomente entwickelten, die man zu einfachen Toren ummünzen konnte. Nach 18 Minuten konnte die junge SG-Truppe einen komfortablen Fünf-Tore Vorsprung vorweisen. Die Gäste waren aufgrund der Drangphase dazu genötigt, eine Auszeit zu nehmen. Bis zur Halbzeit entwickelte sich anschließend wieder ein ausgeglichenes Spielgeschehen. Mit einer komfortablen 16:10-Führung ging es jedoch für die Heid/Wagner-Schützlinge in die Halbzeit.

Unmittelbar nach der Halbzeit konnte die SG den Vorsprung auf sieben Tore ausbauen, ehe es einen Bruch im Spiel gab. Die Nervosität stieg, wissend das man kurz vor dem Meistertitel stand. Immer wieder scheiterte man am glänzend aufgelegten Gästekeeper oder verfing sich in der gegnerischen Abwehr, da man im Angriffsspiel sehr viel parallel spielte, ohne richtig zum Tor zu ziehen. MainHandball nutzte diese Unsicherheiten im Wehrheimer Spiel und verkürzte den Vorsprung Tor um Tor. Die Partie, beeinflusst von teils strittigen Entscheidungen der Unparteiischen, wurde nun hitziger und es entwickelte sich ein echter Krimi. Angetrieben durch das frenetische Publikum wuchs der junge Rückraum um Henry Köpler, Felix Schmidt und Spielmacher Luis Weber nun über sich hinaus und verlieh dem Angriffsspiel wieder die notwendige Konsequenz, sodass man den Vorsprung wieder ausbauen konnte. Die Gäste hatten nun nichts mehr entgegenzusetzen und zollte dem eigenen Powerplay Tribut. Nach dem Kapitän Christopher Butsch in der 59. Spielminute per Strafwurf zum 30:26 traf, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die SG-Bank stand, sprang und sang. Das restliche Spielgeschehen geriet zur Nebensache. Unmittelbar nach Abpfiff lagen sich die Spieler in den Armen und bildeten einen großen Kreis aus dem immer wieder »Meister, Meister, Meister, Meister« ertönte.

Trainerfazit von Heid/Wagner: »Auch wenn wir seit Wochen aufgestiegen sind, fällt jetzt eine wahnsinnige Last ab. Der Rucksack in den letzten Wochen war echt schwer. Gratulation an jeden der 22 Spieler, die im Laufe der Runde gespielt haben, aber auch an den ganzen Verein um den Vorstand, unsere 2. Herrenmannschaft, die uns immer unterstützt und sich selbst hintenangestellt haben und auch unsere Damenmannschaft für den ganzen Support über die Runde hinweg und das tolle Plakat, welches wir bekommen haben.

Diese Meisterschaft wäre nicht ohne das Zutun der anderen möglichen gewesen. Ein Sonderlob im letzten Spiel geht an Henrik Trosien im Tor und die Youngster Köpler, Weber und Schmidt, welche insbesondere in der hitzigen Endphase die Nerven behielten und mit Toren den Sieg möglich machten. Jetzt feiern und genießen wir erst mal unseren Erfolg.«

SG Wehrheim/Obernhain: Ernst, Trosien (Tor), Verhoeven (2), Schmidt (4), J.Ernst (2), Heid, Köpler (6), Weber (4), Pierags (3), Butsch (3), Goslar (3), Faust, Costa, Streim (3).

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