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Mit Angriffswucht in die Playoffs

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Ansprache: Marcel Heid, Trainer der Handballer der SG Wehrheim/Obernhain, mit Hinweisen an sein Team. © Red

Wehrheim (red). Souverän: Die Handballer der SG Wehrheim/Obernhain trotzen überaus erfolgreich der Pandemie. Das Team der Trainer Marcel Heid und Sebastian Wagner schloss die Hauptrunde in der Bezirksliga A, Gruppe 2, als Tabellenerster ab. Nur eine Niederlage mit 25:31 beim TV Petterweil II steht in der Bilanz zu Buche. Coach Wagner, Kapitän Christopher Butsch und Rückraumschütze Timo Terkowski ziehen im Gespräch mit dem Usinger Anzeiger ein Fazit und wagen einen Ausblick auf die terminlich noch nicht fixierten Playoffs.

Beim Blick darauf vertraut Wagner zunächst den Verantwortlichen des Hessischen Handball-Verbandes. »Ich denke, der HHV findet eine vernünftige Lösung«, so SGWO-Übungsleiter Wagner. Der Beginn der Playoffs soll im April erfolgen. Die Gegner stehen in Gänze allerdings bis dato noch nicht fest.

Spielführer Christopher Butsch schaut deshalb zunächst auf die abgelaufene Runde. »Ein breiter Kader und in der Breite auch gleichmäßige Qualität«, hat der Spielführer als Erfolgsrezept der SGWO ausgemacht. Dahinter verbirgt sich auch ein Kompliment an die beiden Coaches. »Marcel Heid und Sebastian Wagner bringen ihre langjährige Erfahrung ein. Sie haben uns als Team weiterentwickelt. Henry Köpler, Malte Streim und Luis Weber konnten sich als Neulinge aus der Jugend schnell zurechtfinden«, lobt Rückraumschütze Timo Terkowski das Engagement des Trainerduos. Der von ihm erwähnte Wagner ergänzt: »Die Stärke der Mannschaft ist, dass kein Akteur so wirklich herausragt.«

Herausragend allerdings ist die Angriffswucht, mit der die Wehrheimer vor allem in Heimspielen ihr Publikum mittlerweile begeistern. Ob Florian Goslar über rechts oder Luis Weber über links, bei Tempogegenstößen stellen sie die Defensive ihrer Gegner immer wieder vor schwierige Aufgaben. Die erzielten 407 Tore in zwölf Spielen, ein Schnitt von 32 pro Spiel, belegen die Offensivdynamik der SGWO. Wagner sagt ob der attraktiven Spielweise seines Teams nicht ohne Stolz: »Wir haben es häufiger verstanden, unser Potenzial auf die Platte zu bringen.« Um auch schnell nachzulegen: »Es ist aber auch noch viel Luft nach oben besonders in der Defensive.«

Die Perspektive für die Playoffs stellt die SGWO-Verantwortlichen noch vor Rätsel. »Einige Fragezeichen, wie es weitergeht, gibt es noch. Das greift ja auch nicht zuletzt in die Familienplanung mit Urlauben ein«, so Wagner über die organisatorischen Aspekte der Saisonverlängerung bis in den Juni hinein. Was den Ehrgeiz der Wehrheimer angeht, so muss sich der auch als Linksaußen aktive Coach allerdings wenige Gedanken machen. »Wir haben diese Woche etwas kürzer getreten und werden ab nächster Woche das Pensum wieder erhöhen. Die Playoffs sind dann auch sicher noch mal eine ganz andere Angelegenheit«, kündigt der Wagner an. Denn er vermutet: »Die Teams aus der anderen Staffel sind wohl stärker.« Das Augenmerk des Duos Heid/Wagner in der Vorbereitung auf die Playoffs richtet sich somit auch eher auf die Verbesserung in der Abwehrarbeit.

Das Trainerduo kann sich ganz auf das Sportliche konzentrieren. »Wir haben Spaß gemeinsam Spaß dran und werden vom Vorstand tatkräftig unterstützt«, bekräftigt denn auch Wagner. Eine Lust auf Handball, die sich auf die Spieler überträgt. Wer Butsch und Terkowski genau zuhört, als sie nach einem Ausblick auf die kommenden Spiele befragt werden, hört es heraus. »Wir wollen in den Spielen immer hundert Prozent geben. Und erlauben es uns, aktuell auch mal ein wenig vom Aufstieg zu träumen«, sagt Kreisläufer Butsch mit einem Schmunzeln. Sein Mannschaftskamerad Terkowski kennt einen Weg zur Erfüllung dieses Traums. Das SGWO-Selbstbewusstsein klingt durch, wenn er sagt: »Wir haben das diese Woche im Training besprochen. Wir trainieren weiter konzentriert, egal wann die Playoffs jetzt stattfinden. Wir wollen dann bereit sein!«

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