1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit neuem Mut und Entschlossenheit

Erstellt: Aktualisiert:

Wetzlar (pie). Vier Spieltage vor Saisonschluss ist die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga noch nicht gerettet. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Gewinnt die HSG am Donnerstag in Leipzig, wäre das schon mehr als die halbe Miete.

Ends purt in der Handball-Bundesliga. Am Donnerstagabend ist die HSG Wetzlar um 19.05 Uhr (live bei Sky) beim SC DHfK Leipzig zu Gast. Die Tabelle ist seit Sonntag bereinigt und die Wetzlarer gehen mit einem Fünf-Punkte-Plus auf GWD Minden in die letzten Partien. Der Sieg gegen den ASV Hamm-Westfalen hat in Wetzlar für ein wenig Erleichterung gesorgt, nun geht es mit neuem Mut in die Partie in Leipzig.

Nach der Niederlage von GWD Minden gegen die MT Melsungen am Sonntag ist der Klassenerhalt für die Wetzlarer zum Greifen nahe. Um diesem Ziel näher zu kommen, wäre ein Sieg in Leipzig extrem hilfreich. Die Mannschaft von Coach Runar Sigtryggsson befindet sich seit dem 37:29-Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen Mitte März und der Verletzung von Viggo Kristjansson im Sinkflug. Die Körperkulturellen holten danach nur noch ein Unentschieden gegen Minden, bei sieben Niederlagen. Zuvor hatte man den SC Magdeburg und den THW Kiel geschlagen und schnupperte an Platz sechs. Inzwischen ist Leipzig auf Rang 13 abgerutscht und der Traum von der Teilnahme am internationalen Wettbewerb geplatzt. Für den SC DHfK geht es in der momentanen Lage nur noch darum, endlich wieder einen Sieg in der Bundesliga einzufahren. Man will sich ordentlich aus der Saison verabschieden und möglichst noch ein paar Plätze in der Tabelle gutmachen. Gelingt es nicht, sich aus diesem Tief herauszuarbeiten, droht die schlechteste Platzierung seit dem Aufstieg in die Bundesliga.

»Leipzig hat auch eine komische Saison«, erklärte Wetzlars Trainer Jasmin Camdzic. Nach dem Leipziger Trainerwechsel im November startete man unter Sigtryggsson gleich mit einem Sieg in Wetzlar. »Es ging für Leipzig rauf und runter, aber auf einer anderen Ebene. Da geht es nicht um den Existenzkampf, sondern um das Nichterreichen der gesetzten Ziele«, so Camdzic.

»Sie haben nach wie vor eine sehr gut besetzte Mannschaft, haben aber nach der Verletzung von Viggo Kristjansson ein Problem. Ich hoffe, dass wir unsere Leidenschaft in der Abwehr mitnehmen können. Leipzig ist eine Mannschaft, die auch sehr körperbetont spielt, das kommt uns entgegen.«

»Es geht mir viel besser als vor fünf, sechs Tagen, das ist klar«, lässt Camdzic einen Blick in sein Innenleben zu. »Wir haben mit der Mannschaft alles analysiert und besprochen und wollen punkten bis zum Schluss.« Die Gespräche mit allen Beteiligten, aber auch dem Umfeld, empfand Camdzic als viel angenehmer und ein Stück offener als noch vor einer Woche. Es gilt, eine gute Mischung aus Erleichterung, Anspannung und Konzentration für die nächsten Aufgaben zu finden.

»Gegen so eine körperbetonte Abwehr musst du kreativ sein, ins Eins-gegen-eins gehen. In Leipzig wird uns alles abverlangt und wir müssen 100 Prozent geben. Wir müssen das emotionale Level von Hamm erreichen, dann ist alles möglich«, so Camdzic. Die Verletztenliste auf beiden Seiten ist mit namhaften Spielern gespickt. Bei Leipzig fehlen der Ex-Wetzlarer Viggo Kristjansson, Marko Mamic und Lovro Jotic. Camdzic muss weiterhin auf Jovica Nicolic und Flilip Kuzmanovski verzichten. Ein Einsatz von Domen Novak liegt im Bereich des Möglichen. Inwieweit er der Wetzlarer Mannschaft schon helfen kann, wird sich zeigen.

Auch interessant