1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Motivierende Bahneröffnung

Erstellt: Aktualisiert:

Hochtaunuskreis (kie). Große Starterfelder beim jüngeren Nachwuchs, eine eher sehr überschaubare Resonanz im Jugend- und Aktivenbereich. Auf diesen Nenner kann man die Bahneröffnung der TSG Wehrheim bringen, die knapp 250 Teilnehmer ins schmucke Oberloh-Stadion lockte.

Im Aktivenbereich gab Jeremy McQueen nach längerer Wettkampfpause ein solides Comeback. Nach einer langwierigen Verletzung fehlte dem Zehnkämpfer während der Corona-Krise dann auch etwas die Motivation. Jetzt ist ein Neuanfang gemacht. McQueen gewann mit 6,70 Metern den Weitsprung. Dabei brachte der U23er gleich alle Versuche gültig in die Wertung und markierte dabei durchgehend Weiten jenseits der 6,50 Meter. Bedrängt wurde Jeremy bei der Weitenjagd von seinem Teamkollegen Nick Lehl, der mit 6,59 Meter in der Jugendklasse U20 den Ton angab. Nick, dessen Paradedisziplin der Stabhochsprung ist, gewann mit 11,97 Sekunden auch noch die 100 Meter. Bei den Männern testete sich noch Mittelstreckler Kai Rechinger (ebenfalls TSGW) auf der 400-Meter-Unterdistanz. Der U23er wurde hier mit 53,13 Sekunden Dritter. Werte in diesem Bereich sollten während der Saison dann auch das Ziel für eine Durchgangszeit über 800 Meter sein, um hier eine passable Leistung zu markieren.

Über 800 Meter der U18 zeigte Trevor Mutua ein schönes Rennen. Der TSGler lief das Rennen von der Spitze weg. Bei seinem Start-Ziel-Sieg in 2:16,45 Minuten wurde Trevor lautstark von seinem Vereinskollegen angefeuert und konnte am Eingang der letzten Kurve erfolgreich die Attacke von Mika Lerch (LG Rosbach-Rodheim) abwehren. Der Mittelstreckler aus der Wetterau gehört noch der jüngeren M15 an und wurde mit 2:18,72 Minuten gestoppt. Bei den Jungs der M14 sind noch drei Leistungen von Jannis Arnold erwähnenswert. Der junge Wehrheimer hatte über 100 Meter (12,70 Sekunden) die Nase vorne und wurde beim Weitsprung (5,01 Meter) und im Hochsprung (1,40 Meter) jeweils Zweiter.

Wallisch siegt vor Patrovsky

Den erwarteten »Heimsieg« von Vanessa Wallisch gab es mit 44,43 Metern im Diskuswerfern der Frauen. Immer besser in Fahrt kommt ihre Team- und Trainingsgefährten Jenny Patrovsky. Nur eine Woche nach ihrer »PB« beim Werfertag in Niederselters (der UA berichtete) setzte Jenny jetzt noch einen drauf. Im zweiten Durchgang flog der ein Kilogramm schwere Diskus auf 44,13 Meter, womit Patrovsky bereits ganz früh in der Saison die Norm (44,00 m) für die Deutschen Meisterschaften (U23) am 23./24. Juli in Wattenscheid abhakte. Im fünften Durchgang legte die TSG-Technikerin noch ein paar Zentimeter drauf und ist nun bei 44,32 Metern angekommen. Bei den nächsten Wettkämpfen hat Jenny nun 45er-Weiten im Visier. Auch der dritte Platz beim Diskuswerfen blieb in der heimischen Region. Jessica Penzlin (HTG Bad Homburg) machte mit 35,52 Metern das Taunus-Tripel komplett. Die Stärken der Kurstädterin liegen jedoch eindeutig beim Kugelstoßen, wo sie dann mit 11,55 Meter auch sicher siegte. Für Vanessa Wallisch (2.) gingen 10,77 Meter in die Wertung ein.

Eigentlich wollte auch Milina Wepiwe (TSGW) mit einer straken Diskusweite glänzen. Doch bei der Bundeskaderathletin läuft es momentan nicht nach Plan. Wie schon in Niederselters fand die U18-Werferin überhaupt nicht in den Wettkampf rein. Am Ende siegte sie mit für sie schwachen 36,28 Metern. Da war dann auch der zweite Tagessieg, 13,44 Meter mit der Kugel, nur ein schwacher Trost. Milena Arnold (auch TSGW) wurde jeweils Zweite (9,75 bzw. 30,69 Meter). Luft nach oben gibt es auch noch bei Raphaella Zali (ebenfalls U18). Die Hessenkader-Sprinterin der TSG musste über 100 Meter, ein schöner Rückenwind schob hier die Athletinnen leicht an, nach 12,83 Sekunden Hannah Bayer (SG DJK Hattersheim/12,75 sec.) den Vortritt lassen.

Eine Stunde später ging Raphaella über 400 Meter in den Startblock. Auf der Stadionrunde wurden schließlich 60,85 Sekunden (2.) notiert, wobei auf den letzten Metern die Kräfte deutlich schwanden. Ina Ehrmann (LG Dornburg/sogar noch erstes Jahr U18) war hier mit 60,21 Sekunden klar schneller. Einen schönen Wettkampf im Speerwerfen der W14 zeigte Leonie Kottwitz (TSG Wehrheim), die sich mit ihrem letzten Wurf auf 22,60 Meter verbesserte und damit bis auf 22 Zentimeter an Siegerin Jasmin Horne (TV Bernbach) rankam.

Die kompletten Ergebnislisten von der Wehrheimer Bahneröffnung sind unter https://www.leichtathletik- wehrheim.de abrufbar.

Auch interessant