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Neue Herausforderung für Sebastian von Gartzen

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Sebastian von Gartzen im Duqueine D08 mit Mitgliedern des Rennstalls Hauser. © Red

Zurück auf der Rennstrecke: Der Wehrheimer Sebastian von Gartzen startet in diesem Jahr im »Prototype-Cup«, der neuen Serie für LMP3-Sportwagen. Ein Körperteil benötigt Eingewöhnungsphase.

Wehrheim . Sebastian von Gartzen ist zurück auf der Rennstrecke. Der 29-Jährige aus Wehrheim wird in dieser Saison im ADAC Protoype Cup 2022 für den Familien-Rennstall von Christian Hauser, »Racing Experience«, starten. »Wir haben vor zwei Wochen das erste Mal telefoniert und konnten in der Kürze der Zeit ein gutes Paket zusammen schnüren«, sagt der Wehrheimer.

Die neue Serie für LMP3-Sportwagen vom ADAC und dem niederländischen Promotor Creventic geht am Wochenende (22. bis 24. April) in Spa-Francorchamps in Belgien erstmals an den Start. Elf renommierte Teams aus acht Nationen sorgen bei der Premiere im Rahmen der 12h von Spa für ein internationales Feld mit Prototypen von Duqueine, Ginetta und Ligier. Beide Rennen aus Spa werden am Samstag und Sonntag ab 10 Uhr im kostenlosen Livestream auf youtube.com/adac und adac.de/motorsport übertragen.

Für die Premierensaison der deutschen LMP3-Serie, die in exklusiver Lizenz des Rechte-Halters und 24h Le Mans Veranstalters Automobile Club de l’Ouest (ACO) ausgetragen wird, ist das internationale Interesse hoch. Team aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Österreich, Polen, Spanien, Finnland und Großbritannien sind im hochkarätigen Feld vertreten. Mit vier Mannschaften zeigt Deutschland die stärkste Präsenz. Insgesamt fünf Teams haben sich für den Duqueine D08 entschieden, vier Mannschaften setzen auf den Ligier JS P320 und zwei auf die Ginetta G61-LT-P3. Alle Fahrzeuge werden von einem 455 PS starken V8-Saugmotor von Nissan angetrieben.

»Der erste Rollout mit dem Duqueine D08 war sehr beeindruckend, das Bremsen und die Kurvengeschwindigkeiten sind nicht zu vergleichen mit dem, was ich aus den vergangenen Jahren aus GT-Fahrzeugen kenne. Der LMP3 ist viel direkter als ein GT Fahrzeug und hat wesentlich mehr Abtrieb«, schildert Sebastian von Gartzen. »In Anbetracht des geringen Abstands zwischen dem ersten Kontakt zu Christian und dem ersten Rennen habe ich nicht viel Zeit mich vorzubereiten. Mit Gary Hauser habe ich aber einen schnellen und erfahrenen Teamkollegen, daher bin ich mir sicher, dass wir dieses Jahr um Topplatzierungen mitfahren können. Für mich zählt aber erstmal, mich Schritt für Schritt an das Limit des LMP3 heranzutasten. Besonders an den starken Abtrieb beziehungsweise die hohen Kurvengeschwindigkeiten muss ich mich und meinen Nacken gewöhnen.«

Umso erfreuter ist der 29-Jährige, dass das erste Rennen in Spa gefahren wird. »Spa zählt zu meinen Lieblingsstrecken, zuletzt bin ich dort 2011 Rennen gefahren. Gerade die Highspeed-Kurven machen besonders viel Spaß, sind mit dem LMP3 aber auch extrem schnell und anspruchsvoll.«

Mitte der Woche gab es zunächst einen kleinen Rückschlag. Das Fahrzeug war nicht fahrbereit. »Eine der Einspritzdüsen war verschmutzt. Ich konnte am Mittwoch nur noch circa 15 Runden fahren«, berichtet der Wehrheimer.

»Am Freitag ist noch mal freies Training, aber nur 30 Minuten pro Fahrer. Dann folgt die Qualifikation. Es fehlt Sebastian natürlich sehr viel Erfahrung mit dem Prototyp, daher gilt es, möglichst fehlerfrei zu bleiben und zu schauen, wo man steht«, gibt Vater Jürgen von Gartzen, selbst bekannter Rennfahrer, die Ausgangssituation vor dem ersten Saisonrennen wider.

Die jeweils einstündigen Rennen finden am Samstag und Sonntag um 10 Uhr statt.

Die Renn-Termine: 22. bis 24. April Spa-Francorchamps (B), 15. bis 17. Juli Nürburgring, 19. bis 21. August Lausitzring und 21. bis 23. Oktober Hockenheimring.

Weitere Infos gibt es im Internet unter diesem Link: www.adac-motorsport.de/prototype-cup-germany.

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