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Nichts Kostspieliges

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Offenbach . Noch zwei Spieltage, dann ist auch für die Vereine der Fußball-Regionalliga Südwest Winterpause. Der eine oder andere Club wird in personeller Hinsicht nachjustieren. Kickers Offenbach gehört Stand jetzt nicht dazu. Das sagte Geschäftsführer Matthias Georg auf Anfrage. »Aktiv ist nicht geplant, jemanden abzugeben«, stellte der 35-Jährige klar.

Bedeutet: Nur in dem Fall, dass ein Akteur mit einem Wechselwunsch an den OFC herantritt, würde man sich Gedanken machen. Ohne Aussicht auf passenden Ersatz gibt es aber wohl keine Freigabe. Zumal der Kader mit einem Umfang von nur 24 Spielern zu den kleinsten der Liga zählt.

Man müsse ohnehin »erst mal gucken, wo wir sportlich und auch finanziell stehen mit den Kostenerhöhungen, die auf uns zukommen«, sagte Georg mit Blick auf Inflation und Energiekrise. Vergangene Saison war der OFC als Tabellendritter in die Winterpause gegangen, hatte seinerzeit bei einem Spiel weniger bloß drei Punkte Rückstand auf den SSV Ulm 1846, der damals wie heute Spitzenreiter war. Die Verträge von Trainer Sreto Ristic sowie Geschäftsführer Thomas Sobotzik wurden verlängert. In Philipp Hosiner (vom damaligen Zweitligisten Dynamo Dresden) und Paul Milde (für 20 000 Euro Ablöse aus Steinbach, inzwischen Energie Cottbus) kamen zwei neue Spieler. Zudem absolvierte das Team ein Trainingslager in der Türkei. Der Rest ist bekannt.

Kostspielige Zugänge wird es diesmal in der Winterpause nicht geben. Abgänge sind jedoch vorstellbar. Zumal sich die Sommer-Zugänge Törles Knöll (419 Einsatzminuten), Shako Onangolo (313), Jakob Zitzelsberger (229) und Jost Mairose (173) sicher mehr erhofft hatten. Das gilt auch für die Ersatztorhüter Maximilian Engl (zwei Spiele) und Michael Zadach (stand bislang nur in der OFC-U21 zwischen den Pfosten).

Trainingslager ist noch offen

»Dass die Jungs, die wenig Einsatzzeit haben, unzufrieden sind, ist klar«, hatte Georg bereits vergangene Woche gesagt. »Ich glaube trotzdem, dass jeder die Qualität hat, uns zu helfen.« Als Beispiel nannte er Almin Mesanovic (spielte diese Saison bisher nur elf Minuten bei den Profis). Das 18 Jahre alte Eigengewächs sei »nach einer starken Vorbereitung in ein kleines Loch gefallen, jedoch wieder im Kommen. Das hat er zuletzt auch in der U19 gezeigt. Das sind alles Spieler, die man im Laufe der Saison noch sehen wird.« Im Heimspiel gegen Worms (3:0) bestätigte sich diese Einschätzung bereits. Die Führung war eine Co-Produktion der eingewechselten Onangolo (Flanke) und Knöll (Tor). Mairose kam immerhin zu einem Kurzeinsatz, wurde in der 84. Minute für Jakob Lemmer eingewechselt.

Sonderlich viel wird sich also nicht tun im OFC-Kader während der zweiten Transferperiode der Saison. Und wie sieht es mit einem Trainingslager aus? Vor allem am Spiel mit Ball will der neue Coach Ersan Parlatan mit seinem Team während der Vorbereitung auf die Restsaison arbeiten.

Angesichts der zu erwartenden Witterungsbedingungen wird das hierzulande nicht einfach sein, Andererseits: Was passieren kann, wenn man in warmen Gefilden das gepflegte Flachpassspiel übt, dann aber nach der Rückkehr im deutschen Südwesten auf tiefen Böden kickt, sah man vergangene Saison. Da verspielten die Kickers in den ersten drei Partien nach der Winterpause (nur ein Punkt) ihre Chance auf den Aufstieg. Man ist also sensibilisiert beim OFC und wägt das Für und Wider in aller Ruhe ab.

»Das haben wir bis dato noch nicht entschieden«, antwortete Georg auf die Frage, ob man gedenkt, diesen Winter ein Trainingslager zu absolvieren. CHRISTIAN DÜNCHER

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