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Nur drei Männer weniger

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Die Corona-Pandemie-Zeit hat bei den jüngsten Fußballern auch im Sportkreis Hochtaunus sogar zu einem Mitgliederzuwachs geführt. © Gerhard Strohmann

Hochtaunuskreis (jf). Beim Landessportbund Hessen (lsb h) herrscht Zuversicht, dass der Mitglieder-Rückgang, der durch die beiden Corona-Jahre entstanden ist, nach den Lockerungen der Hygiene-Auflagen schon bald wieder aufgefangen werden kann.

Die Tatsache, das 2021 gegenüber 2020 ein leichter Zuwachs von 0,49 Prozent registriert wurde, nährt die Hoffnung darauf, dass man sich dem Bestands-Niveau vor dem Ausbruch der Pandemie Mitte März 2020 wieder annähern wird.

Nachwuchs legt deutlich zu

In konkreten Zahlen bedeutet dies: Am 1. Januar 2022 haben in Hessen 2071322 Personen in 7496 Vereinen ihren Mitgliedsbeitrag entrichtet. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um exakt 7011 Sportler angewachsen, wobei sich die Zahl der Clubs im selben Zeitraum um 36 verringert hat. Zum Vergleich: Vor Beginn der Corona-Pandemie betrug die Zahl der organisierten Sport-Treibenden in Hessen 2134686 Millionen - was einen Rekord in der Geschichte dieser Organisation bedeutete.

»Wir freuen uns über die stabile Mitgliederentwicklung. Dass der negative Trend gestoppt werden konnte, beweist, wie robust unser Sportsystem ist und wie engagiert und kreativ unsere Sportvereine sind«, kommentierte Dr. Rolf Müller, der Präsident des Landessportbunds Hessen, die Zahlen der aktuellen Statistik.

Was nicht nur ihn, sondern auch die Vorsitzenden der Sportkreise besonders freut: Vor allem im Nachwuchsbereich hat der lsb h deutlich zugelegt. Die Zahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 26 Jahre) ist zum Stichtag 1. Januar 2022 um 10058 auf 788971 angewachsen. Im Gegensatz dazu hat die Altersgruppe der Sportler zwischen 41 und 60 Jahren mit einem Rückgang von 3488 Personen (1,1 Prozent) auf nun 312776 den größten Aderlass erfahren.

Im Sportkreis 31 Hochtaunus waren zu Beginn dieses Jahres 79175 Mitglieder in 242 Vereinen gemeldet. In den einzelnen Altersgruppen sieht die Statstik wie folgt aus: bis 6 Jahre 5131 (2773 Jungen, 2358 Mädchen), 7 bis 14 Jahre 16618 (9551 Jungen, 7067 Mädchen), 15 bis 18 Jahre 6452 (3790 Jungen, 2492 Mädchen), 19 bis 26 Jahre 8282 (3790 Männer, 2492 Frauen), 27 bis 40 Jahre 8138 (4442 Männer, 3696 Frauen), 41 bis 60 Jahre 20497 (10795 Männer, 9702 Frauen), Mitglieder über 61 Jahre 16057 (8659 Männer, 7398 Frauen).

Betrachtet man die insgesamt 60 im Landessportbund organisierten Sport-Fachverbände, so haben 27 von ihnen im Kalenderjahr 2021 einen Rückgang an Mitgliedern verzeichnet. Die meisten Verluste gab es beim Athletenverband (minus 14,2 Prozent), bei den Boxern (minus 7 Prozent) und beim Rasenkraftsport (minus 6,9 Prozent).

Interessant, dass mehr als die Hälfte der 60 Fachverbände einen Zuwachs erfahren haben. Den größten Boom erlebten Cricket (+ 39,3 Prozent), Base- und Softball (+ 28,57 Prozent) und Frisbee (+ 16,97 Prozent). Auch die Zahl der Fußballer hat sich in Hessen im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent vergrößert. In 2102 Vereinen und Abteilungen kicken 480712 Fußballer sowie 72174 Fußballerinnen, was eine Gesamtzahl von 552886 ergibt.

Damit ist Fußball der zweitgrößte Fachverband in Hessen nach dem Turnen (554665), gefolgt von Tennis (129167), Leichtathletik (98663), Schießen (94001) und Handball (81882).

Weniger Frauen

Aufgeschlüsselt nach Geschlechtern sieht es unter allen hessischen Sportlern wie folgt aus: Die Zahl der männnlichen Mitglieder ist 2021 um 10037 Personen (gleich 0,83 Prozent) gestiegen, während die Zahl der weiblichen Mitglieder um 3026 (gleich 0,36 Prozent) gesunken ist. Im Hochtaunuskreis hat die Zahl der Frauen um 210 abgenommen, aber statistisch betrachten haben lediglich drei (!) Männer im Vergleich zum Jahr zuvor ihre Mitgliedschaft gekündigt.

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