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Ohne Mappes ins Erzgebirge

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Von: red Redaktion

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Hüttenbergs Trainer Johannes Wohlrab (Mitte) stellt sein Team auf Aue ein, wobei er auf den verletzten Spielmacher Dominik Mappes verzichten muss. © pv

Hüttenberg . Ohne Dominik Mappes muss der TV 05/07 Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga in Aue bestehen. Der Spielmacher hat sich eine Schultereckgelenkssprengung zugezogen. Zudem verkündete der Klub, dass Tobias Hahn nach der Saison seine Profikarriere beenden wird.

Nach sechs Wochen EM-Pause fliegt ab diesem Wochenende wieder der Ball in der 2. Handball-Bundesliga. Der TV 05/07 Hüttenberg geht zum Auftakt auf Reisen und tritt am Samstag um 17 Uhr in der Erzgebirgshalle beim EHV Aue an.

Die Pause: Nach der anstrengenden Jahresend-Rallye mit allein im Dezember sechs Spieltagen hatten sich die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim ihre Pause verdient. Mitte Januar hat Trainer Johannes Wohlrab seine Spieler wieder versammelt, um primär im Athletikbereich zu arbeiten: »Taktisch brauchen wir nicht so viel zu machen, da der Kader sich nicht verändert hat.« Das geplante einzige Testspiel bei den Rhein-Neckar Löwen wurde vom Erstligisten wegen Corona-Fällen abgesagt. »Das ist natürlich etwas Neues«, blickt der Coach etwas ungewiss voraus. »Aber wir hatten eine gute und intensive Vorbereitung und sind auch zum Glück coronafrei geblieben.«

Personal: Dominik Mappes, um den es in der Pause Wechselgerüchte gab, hat seinen an Weihnachten erlittenen Muskelfaserriss zwar überstanden, »er hat sich im Aufbautraining in den ersten Einheiten aber eine Schultereckgelenkssprengung zugezogen und wird noch einige Zeit ausfallen«, berichtet Wohlrab. Man rechnet damit, dass er in rund drei Wochen wieder ins Training einsteigen kann. Dass Wohlrabs Team den Ausfall des Kapitäns kompensieren kann, hat man eindrucksvoll beim Unentschieden in Hamm beim letzten Spiel 2021 bewiesen. Dafür stehen die länger ausgefallenen Rechtsaußen Tobias Hahn und Torwart Simon Böhne, nach seinem Kahnbeinbruch, vor der Rückkehr. Wie der Klub verlauten ließ, wird mit dem Ende der aktuellen Spielzeit Hahn seine Profilaufbahn beim TV 05/07 beenden. Nach über zwölf Jahren im Profigeschäft soll am Ende der Saison Schluss sein mit dem Handball. Ebenfalls fehlen wird weiter der Portugiese Joel Ribeiro. Aue wird auf der Halblinken auf Nico Schneider verzichten müssen, der sich im Vorbereitungsspiel gegen Dukla Prag einen Meniskus-, Kreuzband- und Seitenbandriss zuzog.

Der Gegner: Aktuell begleitet der EHV mit 13:25 Punkten den ersten Abstiegsplatz in einer engen unteren Tabellenhälfte. »Aue wird um jeden Zentimeter kämpfen, denn sie brauchen jeden Punkt im Abstiegskampf«, erwartet Wohlrab eine schwere Aufgabe. »Dort ist es immer sehr unangenehm und, da Zuschauer zugelassen sind, kann es eine richtige Hölle werden. Darauf müssen wir vor allem mental vorbereitet sein. Es wird eine sehr aggressive und körperliche Spielweise auf uns zukommen.« Sein Matchplan sieht vor, dass »wir über 60 Minuten unser Spiel durchziehen. Das heißt Aue mit Tempohandball unter Druck setzen, durch eine gute 3:2:1-Deckung Aue zu Fehlern zwingen und dadurch ins Tempogegenstoßspiel kommen. Vorne müssen wir geduldig spielen und eine gute Chancenverwertung haben.« Die Gastgeber gingen mit einer kleinen Erfolgsserie von 5:1 Punkten in die Pause und wollen gerne diesen Aufwärtstrend fortsetzen.

Das Hinspiel: Mitte November feierte der TVH einen 35:26-Heimsieg gegen die Erzgebirgler, bei dem man nach 20 Minuten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung das Heft souverän in die Hand nahm. Basis war die Hüttenberger Defensive, die dabei die gefährliche Rückraum-Kreis-Kombination mit Arnar Birkir Halfdansson, Goncalo Ribeiro und Bengt Bornhorn bei nur zwölf Feldtoren halten konnte.

Der Spieltag: Es hätte das Wochenende der Spitzenspiele werden können. Sechs der ersten sieben Mannschaften in der Tabelle treffen in direkten Duellen aufeinander. Einzig der TVH hat keinen Gegner aus der Reihe der aktuellen Aufstiegsaspiranten. Allerdings musste die Partie ASV Hamm-Westfalen gegen den HC Empor Rostock aufgrund von Corona-Fällen bei der Mannschaft von der Ostsee verlegt werden. MARKUS RÖHRSHEIM

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