Per Losverfahren in den Hessenpokal

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KREIS BÜDINGEN - Kreis Büdingen. Im Fußball-Hessenpokal rollt der Ball wieder. In der vergangenen Wochen qualifizierten sich der SV Wehen Wiesbaden, FC Bayern Alzenau, FSV Frankfurt und TSV Steinbach Haiger fürs Halbfinale (wir berichteten). Aber wie geht es im Kreispokal weiter? Weil dort ausschließlich Amateurclubs spielen, dürfen aktuell wegen Corona keine Partien ausgetragen werden.

Büdigens Kreisfußballwart Jörg Hinterseher sagte kürzlich auf Anfrage des Kreis-Anzeigers: "Wir brechen den Wettbewerb nicht ab, weil wir die besten vier Mannschaften des Kreises in den Genuss der Geldprämie kommen lassen wollen. In der aktuellen Lage würde sich sicherlich jeder Verein über eine kleine Finanzspritze freuen. Deshalb sind wir dazu bereit, den Kreispokal 2020/21 mit in die nächste Saison zu nehmen." Sollten diese Spiele dann im Juli, August oder September ausgetragen werden, hätte Hinterseher allerdings ein kleines Problem: Eigentlich würde der neue Kreispokalsieger an der nächsten Hessenpokalrunde teilnehmen. Und der müsste - Stand jetzt - bis zum 30. Juni gemeldet werden.

"Mit Blick auf die Regionalligisten verstehe ich, dass die neue Hessenpokalrunde so früh wie möglich beginnen soll. Weil gerade die Terminnot bei den Viertligisten sehr groß ist. Wir müssen aber auch an die vielen Kreispokalsieger denken, weshalb eine Verschiebung des Hessenpokalstarts in den Herbst hinein durchaus diskutabel ist", sagt Hinterseher. Über dieses Thema will der Verbandsvorstand des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) in den kommenden Wochen diskutieren.

Eine andere Möglichkeit: Der Kreis Büdingen lost seinen Teilnehmer aus. Diese Variante will Hinterseher mit seinem Fußballausschuss besprechen. "Kategorisch ausschließen möchte ich das nicht, weil ich einer Mannschaft aus unserem Kreis die Chance auf den Hessenpokal geben möchte." Wobei laut Hinterseher einige Dinge zu klären sind: "Wenn sich die Kreisfußballwarte und der HFV auf diese Lösungen einigen sollten, stellt sich die Frage, welche Vereine in den Lostopf kommen."

Im Fußballkreis Büdingen ist es besonders knifflig: Im Achtelfinale wurden die Partien VfB Höchst - VfR Wenings (1:3), SG Nieder-Mockstadt/Stammheim - SV Ranstadt (2:0), FSV Dauernheim - SV Blau-Weiß Schotten (2:4) und SV Rainrod - KSV Eschenrod (5:1) bereits absolivert, die Spiele VfR Rudingshain - TV Kefenrod, SG Usenborn/Bergheim - Sportfreunde Oberau, KSV Aulendiebach - FCA Gedern und SG Steinberg/Glashütten - VfB Rodheim Horloff noch nicht. Würde der Kreisfußballwart in diesem Fall alle Achtelfinalisten mit in den Lostopf nehmen, also auch die bereits vier ausgeschiedenen Clubs? Auf diese Frage können laut Hinterseher nur die Justiziare des HFV eine Antwort geben. "Aber erst einmal müssen wir entscheiden, ob überhaupt ein Teilnehmer pro Kreis per Losverfahren gestellt werden soll."

In der aktuellen Runde vertrat der FSV Dauernheim den Kreis Büdingen im Hessenpokal und verlor sein Erstrundenspiel mit 0:8 gegen den SC 1960 Hanau.

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