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Kapitän Lars Röske (am Ball) freut sich mit der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach auf das Kreisoberliga-Derby gegen die SG Eschbach/Wernborn am Ostermontag auf dem Kunstrasenplatz an der Kransbergerstraße in Pfaffenwiesbach. © Gerhard Strohmann

Hochtaunuskreis (aro). Fußball an Ostern. Am Ostermontag finden aus heimischer Sicht drei Nachholspiele statt. In der Kreisoberliga Hochtaunus empfängt um 16.30 Uhr in Pfaffenwiesbach die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach die SG Eschbach/Wernborn. Das Vorspiel bestreiten in der A-Liga an selber Stelle um 14 Uhr die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II und die SG Eschbach/Wernborn II.

Außerdem ist in der A-Liga um 15 Uhr die SG Hundstadt Gastgeber der SG Ober-Erlenbach II.

Die beiden A-Liga-Begegnungen stehen voll im Zeichen des Abstiegskampfs. Schlusslicht SG Hundstadt steht erneut vor einem Alles-oder-Nichts-Duell. Zu Hause gegen den Viertletzten zählt für die Elf von Trainer Simon Bartsch nur ein Dreier, um sechs Punkte Rückstand auf die Gäste zu verkürzen und nicht den Anschluss an das rettende Ufer zu verlieren. Drittletzter ist Wehrheim/Pfaffenwiesbach II. Im Heimspiel gegen den Vorletzten Eschbach/Wernborn II lockt die Aussicht, mit einem Sieg erstmals in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz zu klettern. Die Gäste dürfen gegen einen direkten Konkurrenten nicht verlieren, um den Abstand zum Platz über den Strich zu halten. Mit einem Auswärtssieg würde man am Gegner in der Tabelle vorbeiziehen.

Vor dem Kreisoberliga-Duell beherrschen Personalausfälle auf beiden Seiten das Geschehen. Angesichts der aktuewllen Erfolgsbilanz von fünf Siegen in sechs Spielen in diesem Jahr kommt den Gästen automatisch die Favoritenrolle zu, während die Hausherren zunächst rechnerisch allerletzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen möchten. Im Gespräch mit dem UA blicken Trainer Tobias Ketter und SG-Fußballvorstand Sebastian Wirth voraus auf ein interessantes Derby mit vielen Fragezeichen.

Das Spiel wurde vor zwei Wochen wegen Schnee abgesagt, War die Verlegung aus Ihrer Sicht ein Vorteil oder ein Nachteil?

Tobias Ketter: Auf den ersten Blick waren wir damals froh. Weil das Spiel abgesagt wurde, hätten einige fehlende Spieler zurückkommen können, aber am Ende ist alles viel schlimmer geworden. Am Dienstag gegen Eintracht Oberursel fehlten zehn Spieler aus dem Kreisoberliga-Kader und am Ostermontag sieht es nicht viel besser aus. Also ist es kein Vorteil. Wir haben derzeit keinen Lauf. Stattdessen sind wir noch gar nicht richtig in die Rückrunde hereingekommen. Allerdings müssen wir auch das Gesamtbild sehen und da gilt es, die zweite Mannschaft im Abstiegskampf der A-Liga zu unterstützen.

Sebastian Wirth: Es ist für uns kein Vorteil und kein Nachteil. Wir hatten damals einige Personalausfälle und wir haben sie jetzt. Sicher haben wir durch den vergangenen Sieg noch mehr Selbstbewusstsein erhalten. Deswegen sehen wir das Nachholspiel entspannt. Der Wintereinbruch hatte uns überrascht. Wir gehen es optimistisch an.

Im Hinspiel siegte Eschbach/Wernborn 3:1. Was muss passieren, damit sich dieser Erfolg wiederholt oder was muss sich ändern, damit es einen anderen Sieger gibt?

Ketter: Eschbach/Wernborn ist haushoher Favorit. Wir haben unsere Ideen, wie wir das Spiel angehen. Eschbach/Wernborn gehört zu den Top 5 der Liga. Aber unsere ersten elf Spieler sind stark genug, um dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Wir müssen mutiger agieren, brauchen mehr Ballbesitz und dürfen nicht so passiv sein wie zuletzt. Wir sind gut am Ball, müssen über den Kampf ins Spiel finden und absolute Einstellung zeigen. Sonst haben wir keine Chance.

Wirth: Wehrheim/Pfaffenwiesbach war jahrelang unser Vorbild in der Kreisoberliga. Wir freuen uns, dass wir jetzt auch ihr Niveau erreicht haben. Den Vorsprung in der Tabelle haben wir wegen des guten Rückrundenstarts mit fünf Siegen aus sechs Spielen. Das Trainerteam hat hervorragende Arbeit geleistet. Natürlich wollen wir diesen Trend fortsetzen. Wir haben das nötige Selbstbewusstsein und gute Chancen. Das ist unser Erfolgsgeheimnis. .

Welche Bedeutung hat das Derby für den Verlauf der restlichen Saison?

Ketter: Wir müssen noch sechs Punkte holen, um endgültig gesichert zu sein. Wir haben drei Derbys gewonnen. Gegen Eschbach/Wernborn dürfen wir nicht verlieren. Das will keiner. Für den Rest der Saison wollen wir uns noch mehr festigen. Gerade, wenn es um nicht mehr so viel geht, zeigt sich Charakter. Wir wollen fleißig und ehrgeizig bleiben. Der Einsatzwille muss da sein. Wir haben sehr gute Einzelspieler und können in jeder Begegnung mit Selzer, Röske oder Ketter an einem guten Tag Erfolge haben.

Wirth: Unser Saisonziel ist das obere Tabellendrittel. Gegen den FC Neu-Anspach II kassierten wir die bislang einzige Niederlage im Jahr 2022 und deswegen ist der dritte Platz außer Reichweite. Aber an den Plätzen vier bis sechs wollen wir dranbleiben. Deswegen möchten wir in Wehrheim etwas mitnehmen. Als direkter Verfolger wollen wir das Derby gut angehen. Es ist uns bewusst, dass wir mit der Punkteausbeute ein bisschen Favorit sind. Aber in Pfaffenwiesbach können die Gastgeber in jedem Spiel mithalten. Das kann sich in alle Richtungen entwickeln.

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