Reif für die Meisterschaft

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Offenbach (jmo). Ein bemerkenswertes erstes Halbjahr hat Kickers Offenbach in der Fußball-Regionalliga Südwest hinter sich - und angesichts von nur zwei Zählern Rückstand auf die Tabellenspitze (bei einem Spiel weniger) ein spannendes zweites Halbjahr vor sich.

Aus der ursprünglichen Devise, den Kader der Vorsaison punktuell zu verstärken, wurde schließlich doch ein formidabler Umbau. 14 Spieler gingen, 13 Neue kamen hinzu. OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik hatte als Grund dafür den Wunsch nach einem breiteren Kader genannt. Was anfangs für das eine oder andere Sandkörnchen im mannschaftlichen Getriebe gesorgt hatte, entpuppte sich im Laufe der Saison als wichtig und richtig. Je besser das neu formierte Team und Trainer Sreto Ristic zueinander fanden, umso besser lief es für viele der Neuen. Osarenren Okungbowa etwa hatte als Sechser einen schweren Stand, überzeugte dann aber als Innenverteidiger nach den Ausfällen von Malte Karbstein und dem ebenfalls neu hinzugestoßenen Moody Chana. .Das große Problem der vergangenen Runde löste sich beim OFC scheinbar nach zwei Spielen in Luft auf. In Partien gegen die Topteams hatten die Kickers in der Saison 2020/21 regelmäßig schlecht ausgesehen. Im September stotterte der OFC-Motor erheblich. Der Oktober war dann wahrhaft golden: Das 2:0 beim FK Pirmasens hatte Ristic noch als »kleinen, aber wichtigen Schritt« bezeichnet. Es folgten fünf weitere Siege - und eine makellose Gesamtbilanz in diesem Monat mit 18 Punkten und 20:1 Toren. Knapp zwei Monate später produzierten die Kickers längst wieder positive Emotionen. Nach dem 3:1 gegen Titelkonkurrent SV Elversberg feierten 5173 Zuschauer am Bieberer Berg ein Team, das mit Vorstellungen wie jenen unter Beweis stellte, reif zu sein für das ganz große Ziel: die Meisterschaft und die Rückkehr in die 3. Liga.

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