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»Reine Vorsichtsmaßnahme«

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Nach der Hallen-DM in Leipzig zwickte der Oberschenkel bei Oliver Koletzko (rechts, Wiesbadener LV). Hier erkundigt sich Weitsprungkollege Nick Schmahl (Hamburger SV) nach dem Befinden des Schmitteners. © Jens Priedemuth

Hochtaunuskreis (kie). Eigentlich wollte der Schmittener Oliver Koletzko heute beim »Wi-Jump«, dem dritten Wiesbadener Sprung-Meeting, in die Freiluftsaison einsteigen. Doch der amtierende deutsche Jugendmeister wird dem Sportfest seines Vereins (Wiesbadener LV) nur als Zuschauer beiwohnen.

Rückblick: Bei den deutschen Hallen-Meisterschaften Ende Februar in Leipzig holte sich »Oli« mit 7,62 Metern die Silbermedaille in der Männer-Hauptklasse. Nach dem letzten Sprung in der »Quarterback-Arena« der Messestadt griff sich Koletzko an den rechten Oberschenkel. Die Diagnose lautete Sehnenanriss im Beugermuskel. In den folgenden sechs Wochen musste der angehende Abiturient (2023) sportlich kürzer treten, setzte mit der Vorbereitung auf die Freiluftsaison aber nicht aus. Auch an den beiden Trainingslagern in Formia (ITA/mit seinem Verein) und später dann mit dem Nationalteam im türkischen Beleg nahm der Bundeskaderathlet teil.

»Natürlich wäre ich gerne bei uns ins Wiesbaden gesprungen. Wir geben uns einfach nur noch etwas mehr Zeit, um dann in zwei Wochen in Weinheim optimal vorbereitet einzusteigen. Die Verschiebung des Einstiegs ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, von ärztlicher Seite habe ich grünes Licht. Ich bin ganz normal im Training und absolviere Krafteinheiten, Sprints und Sprünge«, erklärt Koletzko den Verzicht aufs Heim-Meeting. Aus der Hallensaison bringt Oliver eine Weite von 7,63 Metern mit. Für einen Start bei den U20-Weltmeisterschaften in Cali (Kolumbien) werden als Normwert 7,55 Meter verlangt. Da Weiten aus der Halle nicht berücksichtigt werden, muss die Norm in den nächsten Wochen gesprungen werden. Das sollte für den besten deutschen Nachwuchs-Weitenjäger aber kein Problem sein.

Olympia-Starter sind dabei

Die Leichtathleten aus dem Taunus sind in der Landeshauptstadt trotzdem gut vertreten. Mit Vanessa Grimm und Maryse Luzolo treffen im »Helmut-Schön-Sportpark« die beiden Olympia-Starterinnen des Königsteiner LV aufeinander.

Siebenkämpferin Grimm möchte nach überstandener Corona-Infektion (diese kostete sie den Start bei der WM-Quali in Ratingen) möglichst weite Sprünge mit einer sechs vor dem Komma zeigen. Auch für Sprung-Spezialistin Luzolo (Bestweite 6,69 m) ist es der erste offizielle Wettkampf im Freien. Die Siegerin des Team-Europa-Cups (2021) ist eine klare Anwärterin auf das dreistellige Preisgeld, das ab einer Weite von 6,30 Metern nochmals aufgestockt wird.

Mit dabei sind auch noch Nachwuchs-Mehrkämpferin Mia Haselhorst (ebenfalls KLV/1. Jahr U20, PB 5,71 Meter) sowie Viktoria Koletzko (Wiesbadener LV/U23).

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