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Reizvolle Aufgaben zum Auftakt

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Bei Daniel Maibach (rechts) und der SG Eschbach/Wernborn soll sich in der neuen Saison die Defensive stabiler zeigen. © Gerhard Strohmann

Hochtaunuskreis . Am Sonntag, 14. August, beginnt für die drei Teams aus dem Usinger Land in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus die Saison 2022/2023 vor eigenem Publikum mit reizvollen Aufgaben.

Um 13 Uhr eröffnet der FC Neu-Anspach an der Friedrich-Ludwig-Jahnstraße seine Saison gegen den ambitionierten Aufsteiger FC Mammolshain. Um 15 Uhr empfängt die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach in Wehrheim mit Vizemeister Teutonia Köppern gleich einen Topgegner. Schließlich erwartet die SG Eschbach/Wernborn um 15.30 Uhr in Eschbach mit der SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg einen Konkurrenten, der in der Vorsaison auf Rang fünf einen Rang besser platziert war als die SG. Alle drei heimischen Vertreter sind zuversichtlich, besser abzuschneiden als in der Vorsaison, und setzen dabei auch auf den eigenen Nachwuchs, der die Kaderstärke erweitern und den Konkurrenzkampf erhöhen soll.

FC Neu-Anspach: Als Tabellenvierter setzte der FC Neu-Anspach II in der vergangenen Saison nach zwei abgebrochenen Corona-Spielzeiten die Serie regelmäßiger Spitzenplatzierungen in der Kreisoberliga fort. FC-Trainer Martin Schmidt ist vor dem Saisonstart 2022 mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden. Es soll an die erfolgreiche Vorsaison angeknüpft werden. Die ersten drei Trainingswochen seien mit 18 bis 20 Teilnehmern überragend gewesen. Allerdings mussten zuletzt urlaubsbedingt zwei Testspiele abgesagt werden. Den Praxistests misst der FC-Coach ohnehin keine große Aussagekraft zu.

Ersten Aufschluss über die Leistungsstärke sollte das Reserve-Kreispokalspiel gegen den A-Ligisten FSV Friedrichsdorf II geben, das aber am Sonntag mit 2:4 verloren wurde. In jedem Fall zählt beim ersten Meisterschaftsspiel am Sonntag um 13 Uhr vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger FC Mammolshain nur ein Sieg. Schmidt erwartet jedoch ein schweres Spiel gegen euphorisierte Gäste, die sich mit der Rückkehr von Leistungsträger Pascal Schleiffer und Torjäger Wayne Schäfer gut verstärkt hätten. Angesichts der eigenen Personalfluktuation durch Urlaub konzentriert sich der Neu-Anspacher Übungsleiter zuerst darauf, das eigene Spiel durchzubringen. Schmidt fordert, in jeder Begegnung 100 Prozent Einstellung sowohl in taktischer Hinsicht als auch in puncto Einsatz zu zeigen, um erfolgreich zu sein. In spielerischer Hinsicht soll ein flexibler Ansatz gewählt werden, da die Abläufe wegen der vielen Urlauber noch nicht wieder vollständig automatisiert seien: »Gerade gegen Aufsteiger Mammolshain müssen wir über den Kampf kommen, Paroli bieten und effektiv agieren, um zum Auftakt erfolgreich zu sein.«

SG Eschbach/Wernborn: Bei der SG Eschbach/Wernborn bilanziert Trainer Andreas Arr-You eine nicht ganz so runde Vorbereitung aufgrund zahlreicher Urlauber. Dabei hält es der Coach für selbstverständlich, dass im Amateursport nach zwei Corona-Jahren in der Ferienzeit Zugeständnisse in puncto Trainingsbeteiligung zu machen sind. Mit unterschiedlichen Fitnessständen der Spieler zum Saisonstart müsse gerechnet werden. Der SG-Trainer hofft dennoch, an den guten Start der vergangenen drei Jahre anknüpfen zu können: »Wir haben keinen großen Druck, aber wir wollen am Ende unter den ersten fünf oder sechs ankommen.« In der Winterpause werde man sehen, ob sogar mehr nach oben geht. Die Weiterentwicklung der Mannschaft wird im Verlaufe der Saison erwartet, nachdem in der Vorbereitung die Grundlagen von Fitness und Taktik wieder erarbeitet wurden. Ein besonderes Augenmerk wurde nach 71 Gegentoren in der Vorsaison auf die Defensive gelegt: »Es gilt, vor allem in Ballnähe Überzahl zu schaffen.« Auf eine Prognose zur Stärke der Liga verzichtet der Übungsleiter und legt Wert auf die eigene Standortbestimmung. Der erste Gegner SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg werde ein echter Gradmesser, denn die Nullfünfer werden wieder vorne erwartet. In jedem Fall soll die 0:4-Hinspielniederlage aus dem Vorjahr wettgemacht und mit einem Erfolg gut aus dem Startlöchern gekommen werden. Andreas Arr-You: »Das wird gleich zum Auftakt ein schwerer Gegner, aber das ist gut so, denn dann wissen die Jungs gleich, wo es langgeht.«

SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach: Das Trainergespann Tobias Ketter und Torben Selzer blickt auf eine durchwachsene Vorbereitung zurück: »Wir haben noch Arbeit vor uns.« Zuletzt sei man wegen abgesagter Testspiele etwas aus dem Rhythmus gekommen. Insofern sieht man am Oberloh und an der Kransberger Straße das Kreispokalspiel beim TV Burgholzhausen als erste Standortbestimmung, die mit 3:1 glückte. Das Trainerduo hat Rückschlüsse aus der Vorsaison gezogen und in der Vorbereitung einiges Neues ausprobiert. Aufgrund erheblichen Personalwechsels in der Sommerpause sei Vizemeister Teutonia Köppern schwer einzuschätzen. »Wir müssen kaltschnäuzig sein und unsere Chancen effektiv nutzen«, erwartet Torben Selzer in jedem Fall einen sehr starken Gegner, der zum Auftakt alles abverlangen werde. Allerdings versichert Trainerkollege Ketter, dass die Qualität des eigenen Teams ausreiche, Paroli zu bieten und sich darauf zu konzentrieren, das eigene Spiel durchzubringen. Zuversicht schöpfen die SG-Verantwortlichen auch aus dem eigenen Nachwuchs. Fünf Spieler aus der eigenen A-Jugend, darunter der bereits in der letzten Saison eingesetzte Joshua Beck, trainieren beim Kreisoberliga-Team mit und sollen mit ihrer guten fußballerischen Ausbildung den Kader verstärken. Wie 2021 geben Ketter und Selzer zunächst einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel aus, sehen jedoch Potenzial, um besser abzuschneiden als auf Vorjahresrang acht. In einer 14er-Liga ohne sichere Abstiegskandidaten könne es allerdings schwieriger werden, den Platz zu behaupten, weil die Klasse enger zusammenrückt: »In dieser Saison wird es kein Kanonenfutter geben und die Ergebnisse werden ausgeglichener sein.«

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Spielertrainer Torben Selzer (links) blickt mit der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach auf eine durchwachsene Vorbereitung zurück. © Gerhard Strohmann

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