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Reuther künftig in weinrotem Dress

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Von: Jens Priedemuth

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Mittelstreckler Marc Reuther möchte beim Königsteiner LV einen sportlichen Neuanfang starten. © Jens Priedemuth

WM- und EM-Teilnehmer Marc Reuther wechselt in den Hochtaunus und startet künftig für den Königsteiner LV:

Hochtaunuskreis (kie). Der letzte Tag im November bedeutet bei den Leichtathleten bundesweit das Ende der Wechselfrist zur Saison 2023. Quasi auf der Zielgeraden kann Hochtaunus-Club Königsteiner LV einen spektakulären Zugang vermelden. Marc Reuther (bisher Eintracht Frankfurt) will nach einem schwierigen Jahr beim Verein aus der Burgstadt wieder durchstarten.

Für den 26-Jährigen Nationalkaderathleten lief es trotz der WM- und EM-Teilnahme (Eugene und München) nicht ganz rund. Zum Ende des Jahres stand eine Zeit von 1:45,94 Minuten über 800 Meter (Platz zwei in Deutschland) zu Buche. Für den sportlichen Neuanfang bestreitet der Student (Wirtschaftswissenschaften) nun komplett neue Wege. Dazu gehört auch ein neuer Trainer. Nach der Münchener EM schloss sich Reuther der Trainingsgruppe von Justin Rinaldi in Melbourne (Australien) an. Auch aktuell hält sich Reuther seit mehreren Wochen in »Down under« auf und wird erst kurz vor Weihnachten nach Deutschland zurückkehren. Ausschlaggebend für den Wechsel sei neben der langjährigen freundschaftlichen Beziehung zur Sportlichen Leiterin seines neuen Vereins vor allem die gelungene Kombination von Professionalität und familiärer Atmosphäre beim KLV gewesen, berichtet der dreifache deutsche Meister. »Marc kam von sich aus auf uns zu. Er wollte unbedingt bei einem hessischen Vereine bleiben. Hilfreich bei unseren Gesprächen war zweifelsfrei, dass wir uns schon seit weit mehr als zehn Jahr wirklich gute kennen. Da kann man alle Themen offen ansprechen«, erinnert sich Judith Wagemans.

Reuther, der dem Perspektivkader des DLV angehört kann über 800 Meter Bestzeiten von 1:44,93 Minuten (Freiluft) bzw. 1:45,39 Minuten (Halle) vorweisen. Auf der Habenseite stehen zudem drei Starts bei Weltmeisterschaften. Auch 2023 steht mit Budapest eine WM im Terminkalender. Das große Ziel, das mit dem Rückenwind aus dem Taunus erreicht werden soll, sind jedoch die Olympischen Spiele 2024 in Paris.

Mit Sarah Köcher (bisher LG Odenwald) wird 2023 eine weitere Bundeskader-Athletin in »weinrot« auf die Jagd nach neuen Bestzeiten gehen. Die 17-Jährige befindet sich in der dritten Saison unter der Obhut von DLV-Nachwuchsbundestrainer Benjamin Stalf, der auch noch eine ganze Reihe weiterer KLV-Asse betreut. Sarah (Jahrgang 2005) hat 2023 ihr erstes Jahr in der Jugendklasse U20. Für die DM-Sechste Köcher stehen bisher 2:13,09 Minuten (2021) über 800 Meter und über 1500 Meter flotte 4:30,05 Minuten (2022) zu Buche. »Ich freue mich beim KLV auf die Staffel- und Mannschaftsmöglichkeiten. Zudem gefällt mir hier die sehr professionelle Unterstützung von Leistungssportlern«, so die 17-Jährige Gymnasiastin, die bei deutschen Meisterschaften vorne mitmischen möchte und auch gerne einmal international starten würde.

Der letzte KLV-Zugang für dieses Jahr ist Julia Sturm (bisher TSV Eintracht Stadtallendorf). Die Dreisprung-Spezialistin (Jpg. 2002, also U23) hat die Marke von zwölf Metern fest im Visier. »Ich weiß, dass ich sie draufhabe, bin sie auch schon ein paar Mal gesprungen. Aber entweder war der Wind zu stark oder ich war knapp übergetreten«, berichtet die 20-Jährige, die in diesem Jahr 11,82 Meter markierte. Die Lehramtsstudentin wird von ihrem langjährigen Heimtrainer Volker Jennemann und Markus Kremen betreut. Letzterer kümmert sich beim KLV auch um weite Sätze von Top-Seniorin Anke Kettermann-Lang und Dreispringerin Lene Maurer.

Somit wächst der KLV weiter und hat künftig zwölf Nationalkader- sowie 13 Hessenkader-Athleten in seinen Reihen.

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