1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Risikofaktoren

Erstellt: Aktualisiert:

kaspor_0102_fussiVIDEO_0_4c
In der aktuellen Hallensaison werden die Utensilien für den Stabhochsprung auf Kreisebene leider nicht ausgepackt. Der LA-Kreis Hochtaunus hat in seiner letzten Vorstandssitzung entschieden, alle Meisterschaften unter dem Hallendach wegen der Corona-Pandemie abzusagen. © Jens Priedemuth

Hochtaunus (kie). Reichlich Bewegung gibt es momentan bei den Leichtathletik-Terminen auf lokaler Ebene. In seiner letzten Online-Sitzung hat der Vorstand des LA-Kreises Hochtaunus entschieden, zwei in den nächsten Wochen angedachten Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie und den den damit verbundenen hohen Inzidenzzahlen nicht durchzuführen.

Der aktuell noch immer sehr unsicheren Lage fiel nun die Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften für die Nachwuchsklassen U14 und U12 zum Opfer, die eigentlich wieder zusammen mit den LA-Kreisen Main-Taunus und Wetterau am 13. Februar im Sportzentrum Kalbach stattfinden sollten. Auch die Titelkämpfe für die Aktiven, Senioren sowie die Jugendklassen U20, U18 und U16 (sie waren ursprünglich auf den 20. Februar terminiert) wurden gestrichen. Sie sollten ebenfalls mit den beiden Nachbarkreisen im Sportzentrum Kalbach durchgeführt werden.

»Wir haben bei uns im Vorstand die Lage erörtert und die möglichen Auswirkungen der Pandemie-Situation auf die geplanten Veranstaltungen intensiv diskutiert. Da ist natürlich die Prognose, dass für Mitte Februar der Schnittpunkt der Inzidenzen prognostiziert wird. Das bedeutet für alle Beteiligten natürlich ein sehr hohes Risiko. Auf der anderen Seite müssen wir als ausrichtender Kreis auch noch die Kosten im Blick behalten. Die hohen Mietkosten für die Halle machen eine Durchführung mit stark reduzierten Teilnehmerfeldern auch finanziell recht fraglich. Durch die behördlichen Anforderungen ist die maximal zulässige Personenzahl für die einzelnen Kreisteilnehmer nicht richtig kalkulierbar«, erläutert die Kreisvorsitzende Dagmar Fuhrmann die schwer einzuschätzende Situation.

Auch sieht der Vorstand bei einem möglichen Ausschluss von Zuschauern und Eltern besonders im jüngeren Schülerbereich die Betreuung von Kindern im Alter von zehn, elf Jahren nicht gewährleistet.

»Zudem hat der Kreis-Vorstand auch gegenüber der doch relativ hohen Zahl an benötigten Kampfrichtern und Helfern eine Fürsorgepflicht. Hier gehören recht viele Kräfte einer doch schon höheren Altersklasse an und tragen somit ein gesundheitlich größeres Risiko. Somit ist es weniger die Frage, ob es Infektionen geben könnte, als vielmehr die Frage wie viele. Stichpunkt Hotspot. Dieses für uns nicht richtig zu kalkulierende Risiko ist somit inakzeptabel. Damit fiel die Entscheidung dann auch bei uns einstimmig aus«, so Fuhrmann weiter. Hinzu kam, dass der Hessische Leichtathletik Verband (HLV) am 13. Februar in Kalbach seine im letzten Monat abgesagten Landes-Meisterschaften der Schüler (U16) nachholen möchte. In diesem Zusammenhang fielen dann auch die Hallen-Meisterschaften der LA-Region Rhein-Main (Aktive bis U16) am 12. Februar dem Rotstift zum Opfer.

Auf höherer Ebene wird weiterhin mit den deutschen Hallen-Meisterschaften der Jugend (19./20. Februar) im Sindelfinger Glaspalast sowie den nationalen Titelkämpfen der Aktiven (26./27. Februar) in Leipzig geplant.

Der Leichtathletik-Kreistag soll am 1. April in der Hugenotten-Halle der TSG Friedrichsdorf stattfinden - dann auch wieder Ehrungen der »Sportler des Jahres 2021«.

Auf dem Kreistag wird bestimmt auch die angespannte personelle Situation bei den Kampfrichtern thematisiert werden. Bereits im Vorfeld soll auf die Kreisvereine zugegangen werden, um Interessenten zur Kampfrichter-Grundausbildung zu ermutigen.

Auch interessant