Rückkehr in den Trainingsbetrieb rückt näher

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KREIS BÜDINGEN - Kreis Büdingen. Die meisten Spieler aus dem Fußballkreis Büdingen können eventuell bereits am Freitag wieder auf die Sportplätze zurückkehren. "Der Wetteraukreis ist der erste Landkreis in Hessen, in dem die Inzidenz wieder auf einen Wert unter 50 gesunken ist. Wenn die niedrigen Ansteckungszahlen beibehalten werden, tritt bereits am kommenden Freitag Stufe 2 der vom Land beschlossen Lockerungen in Kraft", teilte Landrat Jan Wecker mit.

"Dann wäre, natürlich unter strengen Hygieneauflagen, für alle Teams aus dem Wetteraukreis auch Mannschaftstraining in voller Stärke möglich", weiß Kreisfußballwart Jörg Hinterseher, der sich deshalb beim Hessischen Fußball-Verband (HFV) informieren möchte, "auf welche Dinge die Vereine achten müssen". Es gehe beispielsweise darum, ob sich jeder Spieler testen lassen müsse, ob eine Testung "nur" empfohlen werde oder ob man diesbezüglich auf nichts achte müsse. "Sobald mir etwas vorliegt, leite ich es an die Vereine weiter", verspricht Hinterseher.

Die Rückkehr auf die Sportplätze sei aber nicht mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs gleichzusetzen. "Der Verband hat den Spielbetrieb offiziell ausgesetzt. Das heißt, dass keine Testspiele erlaubt sind", stellt Hinterseher klar.

Wann es grünes Licht für Freundschaftsspiele geben könnte, steht noch nicht fest. "Darüber haben wir 32 Kreisfußballwarte am Montagabend mit dem Verbandsspielausschuss gesprochen. Das Problem: Der Spielbetrieb kann nur für ganz Hessen freigegeben werden, weil daran Dinge wie Wechselfristen für Akteure und vieles mehr hängen", betont Hinterseher. Deshalb wolle man erst einmal abwarten, wie sich der Inzidenzwert in allen Kreisen entwickeln. "Bei uns sieht es gut aus, im Kreis Waldeck-Frankenberg gehen die Zahlen allerdings hoch."

Pokalsieger auslosen?

Die 32 Kreisfußballchefs diskutierten am Montag zudem über die Fortsetzung der unterbrochenen Kreispokalrunde. Hintersehers Standpunkt ist klar: "Wir brechen den Wettbewerb nicht ab, weil wir die besten vier Mannschaften des Kreises in den Genuss der Geldprämie kommen lassen wollen. In der aktuellen Lage würde sich sicherlich jeder Verein über eine kleine Finanzspritze freuen. Deshalb sind wir dazu bereit, den Kreispokal 2020/21 mit in die nächste Saison zu nehmen." Sollten diese Spiele dann im Juli, August oder September ausgetragen werden, hätte Hinterseher allerdings ein kleines Problem: Eigentlich würde der neue Kreispokalsieger an der nächsten Hessenpokalrunde teilnehmen. Und der müsste - Stand jetzt - bis zum 30. Juni gemeldet werden. Eine Option: Wird der Kreispokalsieger nicht bis Ende Juni ermittelt, könnte der Hessenpokalteilnehmer ausgelost werden. Der Kreisfußballwart möchte diese Option nicht kategorisch ausschließen, "weil ich einer Mannschaft aus unserem Kreis die Chance auf den Hessenpokal geben möchte". Wobei laut Hinterseher einige Dinge zu klären seien. "Wenn sich die Kreisfußballwarte und der HFV auf diese Lösungen einigen sollten, stellt sich die Frage, welche Vereine in den Lostopf kommen. Bei uns sind beispielsweise schon vier Achtelfinalpartien gespielt. Kämen dann alle Achtelfinalisten, also auch die ausgeschiedenen Clubs, mit in den Lostopf?" All das - auch die Variante, den Kreispokalsieger im Elfmeterschießen zu ermitteln - soll der Verbandsspielausschuss am morgigen Mittwoch prüfen.

Am 28. Mai kommt die HFV-Spitze dann mit den 32 Kreisfußballwarten per Video-Chat zusammen, um über dieses Thema zu sprechen. In dieser Runde wird es sicherlich auch darum gehen, wann der Startschuss zur neuen Saison fällt. "Es gibt noch kein einheitliches Bild. Manche wollen so früh wie möglich starten, um sich einen Puffer zu verschaffen. Andere würden gerne die Ferien abwarten und Ende August beginnen. Unsere Planung hängt natürlich auch von der Entwicklung der Pandemie ab. Vielleicht können wir Ende Mai schon mehr sagen, treffen uns in der Mitte und starten Mitte August", orakelt Hinterseher.

Unklar ist ebenfalls, welche Spielmodelle der Kreisfußballwart im Kreis Büdingen anwenden wird. "Das hängt von den Mannschaften in den einzelnen Ligen ab. Bislang liegt mir nur offiziell vor, dass die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen ihre zweite Mannschaft von der A-Liga in die Kreisliga B II zurückzieht. Wenn die Ligenstärken definitiv feststehen, können wir uns über den Spielmodus Gedanken machen. Ich gehe nicht davon aus, dass eine Liga aus allen Nähten platzt und wir die Mannschaften deshalb in zwei Gruppen aufteilen müssen." Und: Sollte die neue Spielzeit einigermaßen pünktlich starten, wird sie in klassischer Form mit Vor- und Rückrunde stattfinden.

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