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Runter von den Abstiegsplätzen

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Mit Heimvorteil ins A-Liga-Derby gegen die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach: Marcel Mühle (FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod). © Gerhard Strohmann

Hochtaunuskreis (aro). Mit drei Siegen bei nur einer Niederlage in sechs Spielen 2022 hat es die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II in der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus vom Tabellenende auf den Relegationsplatz geschafft. Mit einem Auswärtssieg am Sonntag um 15.30 Uhr bei der FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod könnte die Mannschaft von Trainer Stefan Wagner erstmals einen Nichtabstiegsrang erreichen.

Die Gastgeber stehen als Rangneunter im tabellarischen Niemandsland, wollen aber unbedingt ihren Heimvorteil nutzen. Im Gespräch mit dem UA blicken FSG-Trainer Simon Mohr und Stefan Wagner auch auf die Ladehemmungen der jeweils zweit- und drittschlechtesten Angriffsreihen der Liga.

Beide Mannschaften waren in ihren letzten Spielen siegreich. Wie kann das am Sonntag wiederholt werden?

Simon Mohr: Wir müssen das gleiche Engagement zeigen wie zuletzt. Das hat gestimmt. Da waren wir spielerisch deutlich verbessert. Die Mannschaft muss die Fehlpassquote verringern, mehr Effektivität vor dem Tor zeigen und Zweikämpfe bestreiten. Mit Kampf in das Spiel finden. Ich gehe davon aus, dass Wehrheim fighten wird, denn die wollen unbedingt in der Klasse bleiben. Da müssen wir voll dagegen halten. Wir müssen noch ein Tick mehr investieren, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Stefan Wagner: Wir wollen an die letzten Spiele anknüpfen, in denen wir mit absolutem Siegeswillen und Kampfgeist auch spielerisch gut agierten. Allerdings wird der Platz in Merzhausen nicht so gut sein. Wie gegen Eschbach II und Hundstadt müssen wir mit der richtigen Mischung aus Kampf und Spiel in die Begegnung gehen. Natürlich dürfen wir froh sein, mit Patrick Hildebrandt einen Torjäger zu haben, der den Rest der Mannschaft mitzieht. Wir wollen aus Merzhausen Punkte mitnehmen. Der Gegner ist schwer einzuschätzen. Das ist eine Wundertüte. Die stapeln tief und gewinnen dann 4:2 gegen Westerfeld.

Beide Teams haben Ladehemmung. Wie gelingen mehr Torerfolge?

Mohr: Wir haben viele gute Spieler nach vorne, aber da sind auch junge Spieler aus der A-Jugend, die noch nicht so clever sind wie ein Julian Ivan. Das fehlt uns einfach. Wir haben wenige Tore geschossen, aber auch das Augenmerk auf die Defensive gelegt. Nach vorne müssen wir noch mehr Chancen herausspielen. Ansonsten gibt es kein Rezept. Jeder muss heiß darauf sein, das Ding zu versenken. Letzte Woche hätten wir zwei oder drei Tore mehr schießen müssen und hatten Glück, dass dann zwei Konter drin waren. Jeder muss den Willen zeigen zu treffen und dabei so locker bleiben wie im Training. Allerdings haben wir auch seit der Winterpause nie mit derselben Mannschaft gespielt. Die müssen sich noch kennenlernen. Die Laufwege passen noch nicht. Beim Gegner müssen wir natürlich auf Patrick Hildebrandt aufpassen, aber es wird keiner alleine für ihn abgestellt. Wir müssen das als Mannschaft verteidigen.

Wagner: Beide haben zu wenig Tore geschossen. Wir wollen so lange wie möglich die Null halten. Das ist unser ganz großes Ziel, aber es wird schwer, denn wir spielen wegen der Ausfälle jede Woche mit einer anderen Abwehr. Wenn sich die Deckung einmal eingespielt hat, werden wir auch wieder zu Null spielen. Jetzt geht es erstmal darum, Punkte zu holen.

Worum geht es in den restlichen sieben Spielen?

Mohr: Wir sind Fußballer und wollen jedes Spiel gewinnen. Das erwarte ich von meinen Spielern. Wenn wir das zeigen, ist es Wurst, ob am Ende Platz acht herauskommt. In den verbleibenden Spielen wollen wir die A-Jugendlichen an die Senioren heranführen. Das Hauptaugenmerk wird auf deren Integration liegen. Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen. Wenn einer ohne Einstellung antritt und ich das merke, bin ich der Erste, der reagiert.

Wagner: Der Nichtabstiegsplatz und sogar Rang zehn ist noch in Reichweite, denn wir spielen noch gegen den FSV Friedrichsdorf II. Der Klassenerhalt ist das oberste Ziel. Wir wollen jetzt die SG Ober-Erlenbach II hinter uns lassen und erst mal einen direkten Nichtabstiegsplatz. Um die Liga zu halten, müssen wir noch überraschende Punkte holen, denn wir wollen kein Endspiel am letzten oder vorletzten Spieltag. Wir haben es selbst in der Hand. Wenn wir weiter die Punkte gegen die direkten Konkurrenten holen, dann reicht es auch für den Nichtabstiegsplatz. Wir stehen in der Rückrundentabelle auf Platz fünf. Das sagt alles.

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