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Saisonstart mit Kreisrekord

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Lisa Oed (Königsteiner LV/Nummer 1232) stellt bei ihrer Wettkampf-Premiere auf der Halbmarathon-Distanz in Lille einen neuen Kreisrekord über die 21,1 Kilometer auf. © Jens Priedemuth

Hochtaunus (kie). Besser kann man eigentlich gar nicht in die neue Saison starten. Dass Lisa Oed gut drauf ist, hatte sie ja schon letzten Monat (der UA berichtete) bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften der Studenten in Aveiro (POR) bei ihrem Start im Nationaltrikot (7. mit der Mixed-Staffel) unter Beweis gestellt. Jetzt folgte die Premiere im weinroten Trikot des Königsteiner LV, dessen Farben Lisa Oed seit dem 1.

Januar trägt. Im französischen Lille gelang Oed, die auf der Bahn die längeren Strecken sowie die 3000 Meter Hindernis bevorzugt, ein grandioses Straßenrennen auf der Halbmarathondistanz. Mit beeindruckenden 1:14:19 Stunden, das entspricht einem Durchschnitts-Tempo von 3:31 Minuten pro Kilometer, verbesserte die konditionsstarke Medizin-Studentin den gerade einmal knapp fünf Monate alten Kreisrekord von Franziska Baist (SGK Bad Homburg) um gleich satte 4:38 Minuten! Welten im Langstreckenlauf.

Polizeieinsatz verzögert Beginn

Der Auftritt der Neu-KLVlerin ist umso höher zu bewerten, da es sich um Oeds Premiere über die 21,1 Kilometer handelte. »Ich war vorab schon ein wenig nervös. Im Ziel dann aber einfach richtig glücklich«, verriet Oed, die auch recht frische Temperaturen in der nordfranzösischen Region Hauts-de-France nicht ausbremsen konnten.

Ach ja, der Schützling von Erfolgscoach Wolfgang Heinig, der auch Hindernis-Europameisterin Gesa-Felicitas Krause betreut, erkämpfte sich in einem internationalen Top-Feld am Ende einen tollen zehnten Platz bei den Frauen und war schneller unterwegs, als ihr Trainer erwartet hatte.

Bevor es richtig losging, musste das Feld jedoch fast eine Viertelstunde in der Kälte auf den Startschuss warten. Ein Polizeieinsatz auf der Strecke war der Grund für die Verspätung. Die Bundeskaderathletin konnte in einer flotten Männergruppe gut mitlaufen und passierte die Zehn-Kilometer-Marke etwas vor der angepeilten Zeit. Entgegen der Planung war die zweite Rennhälfte dann einen Tick langsamer als vorberechnet. »Aber ich bin nicht eingebrochen und gut durchgekommen. Ich wurde an der Strecke viel angefeuert, das war schön«, freute sich die KLV-Läuferin.

An der Spitze setzte sich die Äthiopierin Zenebu Fikadu durch und konnte nach 1:06:57 Stunden ein stattliches Preisgeld einstreichen. Das Podium bei den Frauen komplettierten die beiden Kenia-Asse Purity Komen (1:07:10 std.) sowie Betty Chepkemoi (1:08:00 std.).

Eine ganz knappe Angelegenheit war die Entscheidung bei den Männern. Das Top-Trio blieb hier unter der »60-Minuten-Schallmauer« und trennte lediglich winzige zwei Sekunden.

Am Ende setzte sich Andrew Kwemoi (Uganda) mit beeindruckenden 59:37 Minuten hauchdünn vor dem zeitgleichen Kenianer Kandis Kibiwott durch. Dessen Landsmann Roncer Konga stürmte mit einer Sekunden Rückstand über die Ziellinie im Zentrum von Lille.

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