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Schnelle Weichensteller

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Hochtaunuskreis (jf). Nur knapp 90 Minuten dauerte der Feldbergfest-Turntag im März 1985 im Kümmel-Salon der Usinger Stadthalle, bei dem die Weichen für das 129. Feldbergfest gestellt worden sind.

Der rasche Verlauf ist auch ein Beleg für die überaus harmonische Vorstandsarbeit des ältesten Turnerparlaments im deutschsprachigen Raum gewesen. Die relativ geringe Teilnehmerzahl von knapp 50 Personen aus insgesamt 32 Vereinen war sicherlich auch den äußerst widrigen Straßenverhältnissen geschuldet.

Unter den Gästen befanden sich neben Landrat Dr. Jürgens und Usingens Erstem Stadtrat Gerhard Weil auch die Ehrenmitglieder Hermann Präder und Heinrich Baumart.

Archivar Klaus Wagner vom ausrichtenden Verein Usinger TSG rief bei seinem Vortrag die Anfangstage des Feldbergturnfestes in die Erinnerung zurück. Dabei haben Usinger Bürger eine ganz wesentliche Rolle gespielt, allen voran Fritz Emminghaus, der bereits im Jahr 1842 die Idee zu einer solchen Veranstaltung auf dem Feldberg-Plateau hatte. Auf Initiative von August Ravenstein, einem Lehrer aus Frankfurt, fand 1844 das erste Feldbergfest statt, an dem insgesamt 6000 (!) Personen teilgenommen haben. Das zurückliegende Geschäftsjahr ließen Oberturnwart Karl Pfaff (TSG Oberursel) und Kassenwart Heinz Raab (TV Seulberg) Revue passieren, ehe Willi Agartz (MTV Kronberg) als Sprecher der Kassenprüfer den Antrag auf Entlastung des Vorstands stellte. Heinz Wilhelmi, der 2. Vorsitzende des Festausschusses, führte die Wahlen durch, wobei die zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder jeweils per Akklamation in ihren Ämtern bestätigt wurden: Hans-Otto Schwarz (TV Bommersheim) als 1. Vorsitzender, Wolfgang Lux (TSG Oberursel) als stellvertretender Oberturnwart und Helmut Trenczek (Usinger TSG) als Beisitzer. Die Wahl des dritten Kassenprüfers neben Heinz Lüke (TV Oberstedten) und Heinrich Wächtershäuser (SGK Bad Homburg) fiel auf Joachim Saltenberger, den 2. Vorsitzenden der Usinger Turn- und Sportgemeinde. Geheim abgestimmt werden musste über den Tagungsort des nächsten Turntags, da Anträge sowohl von der TSG Eppstein und dem TV Neu-Isenburg vorlagen, die 1986 beide ihr 125-jähriges Bestehen feierten. Mit 29:3 Stimmen erhielt Eppstein den Zuschlag, am 9. März 1986 diesen Turntag auszureichten. Klaus Haun, der Vorsitzende des TV Neu-Isenburg, nahm das Angebot von Hans-Otto-Schwarz an, den Feldbergfest-Turntag im Jahr 1987 auszurichten.

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Der Vorstand des Feldbergfest-Ausschusses im März 1985 in Usingen: Heinz Wilhelmi, Heinz Dinges, Hans-Otto Schwarz, Karl Pfaff und Theo Winterstein (von links). © Gerhard Strohmann

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