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Sechs-Punkte-Wochenende

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Frankfurts Rückkehrer Adam Mitchell (2. von rechts) kann direkt mit seinem Teamkollegen Kyle Sonnenburg den Torerfolg feiern. © Imago Sportfotodienst GmbH

Frankfurt (mka). Sechs-Punkte-Wochenende für den Eishockey-Zweitligisten Löwen Frankfurt. Das Spitzenteam siegte gestern 5:3 in Heilbronn und am Freitagabend 6:0 gegen den EHC Freiburg.

Heilbronner Falken - Löwen Frankfurt 3:5 (0:3; 1:1, 1:2). Im letzten Abschnitt wurde es noch einmal spannend, das wäre nicht nötig gewesen. Mit einer komfortablen 4:1-Führung waren die Frankfurter Löwen in das dritte Drittel gegangen, und als gleich einer der Gastgeber von den bei den Heilbronner Falken eine Zwangspause einlegen musste, war das eigentlich eine gute Gelegenheit, das Polster weiter auszubauen. Stattdessen kassierten sie mit einem Mann mehr prompt das zweite Gegentor des Sonntags und kurz darauf durch den frisch von Strafbank aufs Eis zurückgekehrten Sünder Simon Thiel das dritte. Sei es drum: In der 53. Minute schoss der junge Frankfurter Verteidiger Markus Freis sein erstes Tor im Profi-Eishockey, das war es dann. Mit dem 5:3 in Heilbronn festigten die Löwen den dritten Tabellenplatz.

»Wir hatten ein gutes erstes Drittel und das Spiel unter Kontrolle, sind dann aber etwas eingeschlafen«, mahnte Headcoach Bo Subr: »Wir müssen weiter sehen, dass wir über 60 Minuten fokussiert unser Spiel spielen.« Die nächste Gelegenheit dazu ist schon am Dienstag (19.30 Uhr) daheim gegen die Bayreuth Tigers. Und weil Liga und Clubs wegen der vielen Nachholtermine den Spielplan angepasst haben, geht es flott weiter: Am Donnerstag in Landshut, am Samstag gegen Kassel, am Montag in Kassel.

In Heilbronn fielen Manuel Strodel (6.) mit einem Tor und zwei Assists sowie Rückkehrer Brett Breitkreuz mit zwei besonders schönen Vorlagen auf. Dazu trafen Max Faber (3.), Nathan Burns (15.), Darren Mieszkowski (27.) - und schließlich eben Youngster Freis.

Spiel vom Freitag: Löwen Frankfurt - Freiburger Wölfe 6:0 (3:0, 1:0, 2:0).: Das erste Mal richtig in Erscheinung trat Adam Mitchell als Sichtschutz, und auch das tat er schon sehr erfolgreich. Noch keine drei Minuten waren gespielt, da schob er sich vor Luis Benzing und versperrte dem jungen Goalie der Freiburger Wölfe den Blick - weshalb dieser keine Chance hatte, den Schuss von Kyle Sonnenburg abzuwehren. Was nur einer von gleich drei frühen Paukenschlägen war, mit denen für die Frankfurter Löwen das Comeback ihres ehemaligen Kapitäns begann, und es sollte auch ein gutes Ende finden. Nach der letzten Sirene des Freitagabends verbuchte der Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter aus der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys ein deutliches 6:0 (3:0, 1:0, 2:0) und Adam Mitchell einen Wiedereinstand, der kaum besser hätte gelingen können.

»Mitchy ist ein absoluter Führungsspieler. Er hat die Erfahrung und kann uns noch so viel beibringen. Er hat das heute auch super gemacht«, lobte Verteidiger Marius Erk dessen Löwen-Wiedereinstand, nicht ohne zu betonen: »Aber heute war vor allem das ganze Team super drauf.«

Ganz früh schon hatten die Frankfurter in die Erfolgsspur gefunden. Mit Nathan Burns traf in der zweiten Minute eine weitere Januar-Verpflichtung, im übrigen nach Vorarbeit von Brett Breitkreuz, wie Mitchell ein prominenter Löwen-Rückkehrer. Der ehemalige Kapitän wiederum hatte nach gut fünf Minuten schon zwei Scorerpunkte auf dem Konto, weil er vor Sonnenburgs Treffer seinen Schläger im Spiel hatte und bei dem Tor von Rylan Schwartz zum 3:0 ebenso. In seinem ersten Spiel seit einer im März erlittenen Schulterverletzung wirkte der 39-jährige Deutsch-Kanadier fast, als wäre er nie weggewesen.

»Er hat clever gespielt, ist gut ins Spiel gekommen. Er hat das Auge und den Kopf oben«, lobte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier in der Pause nach einem ersten Drittel, das fast ein einziges Löwen-Feuerwerk gewesen war und auch einem spontanen Gast im VIP-Raum der ansonsten wegen der Corona-Regelungen für Zuschauer weiterhin nicht zugänglichen Eissporthalle am Ratsweg imponierte. »Das ist schon sehr stark für eine Zweite Liga«, lobte Robert Reichel, einstiger NHL-Superstar und Legende aus Frankfurter Lions-Zeiten.

Adam Mitchell trug seinen Teil dazu bei, unter anderem mit einigen klugen Pässen. Er harmonierte auch gleich gut mit Schwartz und Dylan Wruck, der später herrlich Kevin Maginots 4:0 (37.) vorbereitete - ehe Breitkreuz (58.) und Max Faber (59.) für den deutlichen Endstand sorgten. Mit seiner Führungsstärke und spielerischen Klasse könnte Mitchell das fehlende Teil im Löwen-Puzzle sein, nach zuletzt wechselhaften Frankfurter Leistungen mit wiederkehrender Ladehemmung im Angriff und auch Nachlässigkeiten in der Abwehr.

»Er hat der Reihe mit Schwartz und Wruck gut getan und bringt auch noch mal spielerische Qualität dazu«, urteilte Fritzmeier. »Training und Spiel sind immer noch mal etwas anderes, aber bis jetzt hat er uns sehr gut getan.

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