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Selbstbewusst und taktisch klug

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Stolz präsentiert 800-Meter-Siegerin Leonie Kottwitz (TSG Wehrheim/W14) ihr Hessenmeisterinnen-Gold und den begehrten Wimpel, den alle Siegerinnen erhalten. © Jens Priedemuth

Hochtaunuskreis (kie). Was für ein Rennen bei der Hessenmeisterschaft: Leonie Kottwitz von der TSG Wehrheim war im dritten und letzten Zeitlauf der Altersklasse W14 über 800 Meter an der Reihe. Im zweiten Rennen hatte Amelie Tortell (TSV Friedberg-Fauerbach) quasi im Alleingang von der Spitze weg eine Zeit von 2:33,72 Minuten vorgelegt. Den fünf Mittelstrecklerinnen in der letzten Runde war somit klar, was für eine Zeit zu schlagen war.

Als sich niemand so recht für eine flotte Fahrt entscheiden wollte, nahm die junge Wehrheimen das Heft in die Hand, setzte sich an die Spitze des Feldes und legte mit lockeren Schritten gleich ein paar Meter zwischen sich und die Konkurrenz. Auch als die letzte Runde eingeläutet wurde, hielt Leonie das Tempo weiter hoch und lief in ganz starken 2:29,52 Minuten ungefährdet zum Hessen-Titel vor Kathrin Isabel Griesar (ASC Darmstadt/2:31,01 Minuten).

Die Zeit von Kottwitz war übrigens so gut, dass sie damit auch in der älteren W15 den Titel geholt hätte. Nele Löwe (MTV Kronberg/2:40,65 Minuten) beendete die 800 Meter als Sechste.

Eine weitere Medaille für den TSG-Nachwuchs gab es im Kugelstoßen der W15. Hier gehörte Nadjela Wepiwe zu den Anwärterinnen auf Edelmetall. Das klappte dann mit Bronze auch. Es hätten jedoch ein ganzes Stück weitergehen können als die 10,99 Meter in Kalbach, schließlich hat Wepiwe aus dem Vorjahr bereits eine Weite von 11,87 Metern zu Buche stehen. Den Sieg holte sich Jule Katharina Koch (TV Wächtersbach) mit 12,05 Metern, gefolgt von Luisa Lenz (LG Reinhardswald/11,85 m).

Nun zu den schnellen Mädels: Über die 60 Meter der W14 war, im Vergleich zu den deutlich schwächer besetzten Feldern bei den Jungs, richtig etwas los. Knapp 60 (!) Sprinterinnen stritten hier in acht Vorläufen um den Einzug in die nächste Runde. Aus der Taunus-Region gelang dies lediglich zwei Athletinnen im weinroten Trikot des Königsteiner LV.

Hinrichsen Zweite

Lisa Hinrichsen und Clara Penelope Strauss hatten mit 8,28 beziehungsweise 8,31 Sekunden keine Probleme, sich die Tickets für die Zwischenläufe zu sichern. Auch die nächste Runde meisterten die beiden Schülerinnen aus der Burgstadt mit Bravour. Lisa gewann ihren Lauf mit starken 8,21 Sekunden und Clara Penelope hatte in ihrem Rennen mit 8,30 Sekunden die Nase vorn.

Somit wartete später im Endlauf der dritte Einsatz über 60 Meter innerhalb von zweieinhalb Stunden. Im Finale setzte sich Top-Favoritin Janne Elsaßer (TSV Kirchhain) sicher mit starken 8,08 Sekunden gegen Lisa Hinrichsen durch. Die KLVlerin bestätigte mit 8,23 Sekunden ihre guten Zeiten aus den beide ersten Runden. Hier muss noch angemerkt werden, dass Lisa dem Jahrgang 2009 angehört, somit noch Schülerin der W13 ist und eine Klasse »hochgemeldet« hat. Mit ihrer Hallenbestzeit von 8,21 Sekunden tritt Hinrichsen im Kreis fast den schnellsten Läuferinnen der Jugendklasse U18 in die Hacken, die bis zu vier Jahr älter sein können.

Clara Penelope Strauss zog nach dem Finale als Achte (8,40) ihre Spikes wieder aus. Eigentlich stand Strauss auch noch über die 60 Meter Hürden und beim Weitsprung in der Startliste. Wegen Problemen mit dem Knie in der Vorbereitung blieb dann nur der Flachsprint übrig. Über die 60 Meter Hürden sammelte Johanna Giesen (TSGW/10,56 sec.) Wettkampferfahrung. Auch die 6,68 Meter mit der Kugel reichten nur für den Vorkampf. Beim Mehrfachsprung gingen für Nele Löwe (MTV) 13,76 Meter in die Wertung (13.) ein. In der gleichen Disziplin der W15 holte Neles Vereinskollegin Elisa Andrea Pohl (14,13 m) die Bronzemedaille.

Zwei Plaketten hatte Hannah Lösel (Eintracht Frankfurt) bei der Heimfahrt nach Oberursel im Gepäck. Am ersten Tag der Hessenmeisterschaft trennten nur 1,34 Sekunden die drei schnellsten Läuferinnen über 2000 Meter. Lösel holte sich mit 7:04,88 Minuten Bronze.

Spannendes Duell

Einen Tag später lieferte sich Hannah über 800 Meter bis zur Zielgeraden ein spannendes Duell mit Lynn Hück (TV Waldstraße Wiesbaden), das die Athletin aus der Landeshauptstadt mit 2:30,38 Minuten und 0,50 Sekunden Vorsprung knapp zu ihren Gunsten entschied.

Jin Werminghaus (TSGW) wurde über die 300 Meter mit 46,63 Sekunden (5.) gestoppt, doch bis zum Edelmetall klaffte eine fast zwei Sekunden große Lücke.

Die TSG stellte auch noch eine Staffel über 4x100 Meter. Das Quartett in der Besetzung Viktoria Omelchenko, Johanna Giessen, Leonie Koch und Jl Werminghaus flitze in 55,68 Sekunden (9.) um die Bahn und verfehlte eine der begehrten HM-Urkunden (sie gibt es für die Top-Acht) um eine halbe Sekunde.

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