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SG Hundstadt: »Uns fehlt ein Anführer«

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Auf die Mannen der SG Hundstadt wartet in der Restrunde eine Herkulesaufgabe, wollen sie den Abstieg aus der Kreisliga A Hochtaunus noch verhindern. © JF

A-Liga-Winterbilanz: Die SG Hundstadt befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Es kommen nur noch »Endspiele«.

Hochtaunuskreis (aro). Wer nach 15 Spielen zur Winterpause lediglich zwei Siege auf dem Konto hat und punktgleich mit dem Schlusslicht bereits sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer aufweist, der hat für 2022 nicht unbedingt Grund zum Optimismus. Die SG Hundstadt kann mit dem bisherigen Saisonverlauf der Fußball Kreisliga A Hochtaunus nicht zufrieden sein.

Trainer Simon Bartsch sieht als Ursache in erster Linie die Personalmisere während der gesamten Spielzeit: »Zu viele unersetzbare Leistungsträger fehlten über einen langen Zeitraum. Aus Mitläufern werden keine Führungsspieler. Uns fehlt ein Anführer.«

In Sachen Motivation und Einsatzwille macht der SGH-Coach seinem Team keinen Vorwurf. Im Gegenteil. »Alle wollen, keiner gibt auf«, blickt der Übungsleiter auf eine durchweg positive Trainingsbeteiligung und beobachtet trotz der zweitmeisten Gegentore und der wenigsten Siege keinerlei Auflösungserscheinungen.

Bartsch sieht sein dezimiertes Team inzwischen auf dem richtigen Weg, nachdem es zuvor sehr viel Lehrgeld hatte zahlen müssen und daraufhin die Spielweise angepasst wurde. Vor allem die letzten drei Spiele der Vorrunde ohne Niederlage machten Mut und sollen als Aufbau für eine Aufholjagd in 2022 dienen. »Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel«, sind sich die Hundstädter Verantwortlichen einig über die Aufgabe.

Aufholjagd

Zuversichtlich stimmt den Trainer die Leistungsdichte in der Liga (»Das ist eine Wundertüte, das ist alles möglich«), in der viele zweite Mannschaften das Bild prägen. Allerdings muss der Tabellenvorletzte auf die Rückkehr der Leistungsträger bauen. Denn aus der zweiten Mannschaft kommen keine Verstärkungen. Bartsch: »Da ist der Leistungsunterschied zu groß.« In Bestbesetzung habe der Kader viel mehr Potenzial, ist der Coach von der Chance einer erfolgreichen Aufholjagd überzeugt. Mit Einstellung, Moral sowie Kämpfen bis zum Umfallen müsse man sich das Quäntchen Glück erarbeiten, taktische Disziplin wahren und insgesamt abgezockter auftreten. Die zuletzt verbesserte Abstimmung in der Defensive müsse 2022 die Grundlage sein für den möglichen Klassenerhalt. »Da geht es nicht darum, schön zu spielen. Wir werden alles versuchen«, verspricht Simon Bartsch für den Re-Start am 6. März um 15 Uhr, wenn mit Teutonia Köppern II gleich ein direkter Abstiegskonkurrent zum Sechs-Punktespiel in Hundstadt aufkreuzt.

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