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Kevin Lindner und die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II hoffen, die Rote Laterne in der Kreisliga A noch abzugeben und den Klassenerhalt zu schaffen.

Fußball-Kreisliga A Hochtaunus

SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II: 45 Kicker eingesetzt

Winterbilanz der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus: Die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II zahlt Lehrgeld. Das Schlusslicht möchte jetzt mehr Routine ins Team bringen.

Wehrheim (aro). Die wenigsten Tore in der Liga geschossen, nur einen Heimsieg geholt aber Platz vier in der Fairnesstabelle erreicht: Die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II ist zur Winterpause Schlusslicht der Tabelle in der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus und das hat viele Gründe.

Dennoch herrscht Zuversicht am Oberloh und an der Kransberger Straße, dass das klare Saisonziel Klassenerhalt trotz der aktuell sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz in der Restrunde noch zu schaffen ist.

Zu große Personalfluktuation

Trainer Stefan Wagner nennt vor allen Dingen die große Personalfluktuation als Grund für instabile Leistungen. In bisher 15 absolvierten Spielen hat der Tabellenletzte bereits 45! Spieler eingesetzt. Es fehlte an Erfahrung, jedoch machen die SG-Verantwortlichen den zumeist jungen Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs keine Vorwürfe, dass sie im Lernprozess bei zum Teil heftigen Niederlagen kräftig Lehrgeld zahlen mussten.

Ständig wechselnde Abwehrformationen verschärften die Lage zusätzlich. Allerdings sieht Wagner Licht am Ende des Tunnels, wenn er auf die Spiele vor der Winterpause zurückblickt. Den Kader mit Neuzugängen oder durch Reaktivierung von Routiniers, wie Tim Gottfried zu verstärken und aus der dritten Mannschaft weiter auszuhelfen, soll das ultimative Ziel (Wagner: »Der Klassenerhalt hat oberste Priorität«) erreichbar machen.

Keinen Zweifel hat der SG-Coach am Willen der Mannschaft und dem Teamgedanken.

Allerdings müsse in der Rückrunde der Lernprozess erfolgreich fortgesetzt werden (»Das ist Kopfsache«), um gerade gegen die direkten Konkurrenten dreifach zu punkten.

In taktischer Hinsicht soll die Umstellung auf eine Dreierkette mit David Reichmann, Tobias Odenweller und Cedric Ullmann sowie das Agieren mit schnellen Flügelspielern für Erfolg sorgen.

Perspektive für Nachwuchs bieten

»Jetzt muss geliefert werden«, erwartet das SG-Lager mit deutlich mehr Routine in der Startelf weniger Gegentore und mehr Stabilität. Das Fehlen eines echten Torjägers soll durch Manuel Waldschick nach Ablauf seiner Sperre und eventuell der Aushilfe von Patrick Hildebrandt aus der ersten Mannschaft ausgeglichen werden. Schließlich soll der Verbleib in der A-Liga auch eine sportliche Perspektive für sehr viele A-Jugend-Spieler aus dem eigenen Nachwuchs bieten, die in der kommenden Saison 2022/2023 in den Seniorenbereich wechseln.

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