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Jubel bei der SG Westerfeld (hier in der Mitte Alexander Lips) gibt es in der aktuellen Saison der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus etwas seltener als in der vorherigen Spielzeit. Aktuell belegt die SGW den fünften Tabellenrang.

Fußball-Kreisliga A Hochtaunus

SG Westerfeld: »Wir sind noch nicht so weit«

Winterbilanz des Fußball-A-Ligisten SG Westerfeld: Trainer Michael Riemann sagt: »Das Vorjahres-Level haben wir nicht gehalten.« Zwei erfahrene Spieler fehlen inzwischen.

Hochtaunuskreis (aro). Die SG Westerfeld war vor der Saison als Topfavorit für den Aufstieg genannt worden. Zur Winterpause muss sich die Mannschaft von Trainer Michael Riemann aber mit dem fünften Platz in der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus begnügen.

Ein Fehlstart in die Saison, eine bescheidene Heimbilanz sowie insgesamt zu wenige erzielte Tore sind die Gründe dafür, dass der Weg in die Kreisoberliga bei einem Spiel weniger in weite Ferne gerückt ist. Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf das Spitzenduo

SG-Trainer Riemann zeigt sich von der Entwicklung in der Vorrunde keineswegs überrascht und erinnert an seine Warnung vor dem Ligastart. »Wir sind noch nicht so weit«, betont der Übungsleiter, dass die Spitzenposition zum Zeitpunkt des Abbruchs der Vorsaison in dieser Spielzeit nicht bestätigt werden kann.

Erfahrung fehlt

Nachdem Torjäger Eric Becker und Defensivstratege Vitali Netzel nicht mehr zur Verfügung stehen, fehlt ein erhebliches Stück an Erfahrung und Routine im Kader, der nun ein Durchschnittsalter von 22 Jahren aufweist. Das Leistungslevel der Vorsaison sei nicht zu halten gewesen, zumal nach langer Corona-Pause die Saisonvorbereitung auch nicht optimal verlaufen sei, so Riemann.

Nach Jahren des stetigen Aufstieges aus der C-Liga bis an die A-Liga-Spitze im Vorjahr musste sich das SGW-Ensemble an fehlende Erfolgserlebnisse erst wieder gewöhnen. Riemann sieht seine junge Elf im Entwicklungsprozess, Verantwortung zu übernehmen, dem Druck beispielsweise eines Rückstandes Stand zu halten und clever auf dem Platz zu agieren. Unter diesen Umständen dürfe man mit dem fünften Platz zufrieden sein. Allerdings sieht das SG-Lager in der Rückrunde auch die Chance einer mentalen Korrektur, den Kopf frei zu bekommen und den Reiz der Verfolgerrolle anzunehmen. »Ich will in jedem Training und in den 90 Minuten maximalen Erfolg«, stellt der Trainer die Marschroute vor, mit der sein Team zumindest an den ersten drei Plätzen dranbleiben möchte.

Der SG-Coach kennt die Bereiche für Verbesserungen ganz genau und möchte zum Beispiel das Überbrückungsspiel optimieren und bestimmte Spielabläufe automatisieren. In jedem Fall soll mit der SG Westerfeld in 2022 zu rechnen sein, auch wenn es wohl in der kommenden Saison bei der A-Liga bleiben wird.

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