1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Spiel des Gegners stören«

Erstellt: Aktualisiert:

uaspor_0605_Mueller_06052_4c
Manuel Müller (rechts, FC Neu-Anspach II) freut sich auf das Spitzenspiel am Sonntag in Köppern. © Gerhard Strohmann

Neu-Anspach (aro). Noch vor einer Woche hatte in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus der Tabellendritte FC Neu-Anspach II nur drei Punkte Rückstand auf den Zweiten Teutonia Köppern. Wenn beide am Sonntag um 15.30 Uhr zum Spitzenspiel in Köppern aufeinandertreffen, hat sich die Distanz auf acht Zähler ausgeweitet. Dennoch hat der FC noch rechnerische Chancen auf die Vizemeisterschaft, wenn bei der Teutonia ein Auswärtssieg herausspringt.

Da FC-Trainer Martin Schmidt in den USA weilt, sprach der UA mit dessen rechter Hand, Spieler Manuel Müller, über die Ausgangslage vor dem Spitzenspiel und die Chancen, den Gegner in der Tabelle noch abzufangen.

Nach dem 2:2 gegen Oberhöchstadt hatte Trainer Schmidt Kritik geübt. Was war im letzten Spiel schief gelaufen?

Manuel Müller: Die Chancenverwertung war nicht gut und Oberhöchstadt war bei Kontern brandgefährlich. Wir hatten im Mittelfeld nicht genug Zugriff. Wegen des leichtfertigen Umgangs mit den Chancen haben wir den Deckel nicht drauf gemacht und Oberhöchstadt damit bis zum Schluss im Spiel gehalten.

Wie geht das Team das Spitzenspiel an, wie kann Köppern geschlagen werden?

Müller: Die Mannschaft geht wegen der Verletztenmisere seit Wochen auf dem Zahnfleisch. Letzten Sonntag fehlten uns neun bis zehn Spieler. Gegen Köppern müssen wir kompakt auftreten und aktiv das Spiel des Gegners stören. Am wichtigsten ist es, gegen die Teutonia im Zentrum kompakt zu stehen, denn da sind mit Christian Kaus und Tim Junghahn entscheidende Spieler im Einsatz.

Welche Chancen bestehen noch auf die Vizemeisterschaft?

Müller: Vor dem Oberhöchstadt-Spiel waren es nur drei Punkte. Unser Saisonziel ist ganz klar Platz drei bis fünf. Insofern sind wir im Soll. Bei all den Verletzten und angesichts des schweren Restprogramms mit Spielen gegen die SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg und Tabellenführer SG Ober-Erlenbach müssen wir zuerst Platz drei verteidigen. Bei acht Punkten Rückstand ist die Vizemeisterschaft nicht realistisch.

Wie gelingt es, angesichts der vielen Ausfälle die Mannschaft noch mal so zu motivieren, dass im Spitzenspiel mit höchstmöglichem Einsatz angetreten wird?

Müller: Die größte Motivation ist, dass unser Saisonziel Platz drei ganz nahe ist. Außerdem haben wir noch drei Topspiele vor der Brust. In denen wollen wir der Liga zeigen, dass wir trotz der extremen Personallage mit den besten Teams mithalten können. Bei unserem verdienten 2:1-Hinspielsieg gegen Köppern hatten wir das Spiel des Gegners konsequent unterbunden und ihm keine Möglichkeiten gelassen. Das wollen wir wieder schaffen. Darüber hinaus brauchen wir im Topspiel eine viel bessere Chancenverwertung als zuletzt.

Auch interessant