Sportwoche unter der Lupe: Ende eines Seuchenjahrs

  • schließen

Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Kaum zu glauben, aber es ist schon Mitte Dezember und ein Seuchenjahr im wahrsten Sinne des Wortes neigt sich dem Ende zu. Wir führen Krieg gegen das winzige Virus, anders kann es nicht bezeichnet werden. Dass es ohne Verzicht auf viele gewohnte Dinge nicht gelingt, dem Krankheitserreger Herr zu werden, sollte eigentlich inzwischen jeder begriffen haben.

Unsere Umfragen in der heimischen Sportszene lassen ein ganz hohes Maß an Verständnis für die auch im Sport heftigen Einschränkungen erkennen.nDer Zeitraffer des Sportjahres offenbart am Beispiel Fußball eine dramatische Entwicklung. Ende Februar begann die Fortsetzung der Spielzeit 2018/19, Mitte März war dann Schicht im Schacht. Die Corona-Pandemie schlägt zu, die Saison wird zunächst pausiert und dann Anfang April bis auf Weiteres auf Eis gelegt, ehe am 22. Juni der Saisonabbruch erfolgt. Andere Sportarten waren da schneller, hatten ihren Spielbetrieb schon längst beendet und mittels Rechenschieber ihre Meister bestimmt. Genau das passiert dann auch im Fußball. Quotienten-Regelung ist angesagt, es gibt die Corona-Meister. Gefeiert werden kann indes nicht. Im Sommer legen dann Mannschafts- und Einzelsportarten wieder mit dem Training los. Mindestabstand ist angesagt, kein Kontakt, kein Zweikampf. Allmählich lockern sich die Regeln, sogar die Hallensportler können wieder im Team normal trainieren. Es ist aber nur ein Anschein von Normalität. Die Fußballer kicken wieder im Punkte, mit Zuschauern, mit in diverse Zonen unterteilten Sportplätzen und mit geschlossenen Klubhäusern. Aber besser als nichts. Allerorten ist zu merken, wie groß die Lust auf diese Fußball-Fast-Normalität ist, denn die Zuschauerzahlen boomen. Dann aber beginnt das Virus wieder mit größerer Vermehrung. Es wird diskutiert, ob mit oder ohne Fans gespielt wird. Die Hallensportler im hessischen Amateurbereich, hier das Beispiel Handball, kommen gerade einmal zu einem, dem ersten, Spieltag mit freiwilligen Spielen. Rasch wird aber die Saison pausiert. Und im Freiluftfußball beschließt der Hessische Fußball-Verband eine weitere Saisonunterbrechung. Am 28. Oktober beginnt für Amateurkicker die Winterpause. Amateursport und Corona, das geht nicht. Das ist die klare Schlussfolgerung. nDaher ist es völlig unverständlich, dass in der Regionalliga Südwest ab diesem Wochenende wieder Fußball gespielt werden soll. Der Großteil der Spieler ist semiprofessionell unterwegs und lebt nicht wie Bundesliga-Profis in ihrer eigenen Blase. In meinen Augen ist das völliger Irrsinn, um es klar zu sagen.

Das könnte Sie auch interessieren