Sportwoche unter der Lupe: Saisonfortsetzung? Aktuell kaum denkbar

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Was bedeuten die aktuellen Beschlüsse zum Lockdown in Hessen für den heimischen Sport? Eine Frage, die nicht wirklich zu beantworten ist, da es viel zu viele Unwägbarkeiten gibt. Von den Ballsportarten ist es einzig noch der Fußball, der hoffen kann, die anderen (Ball-)Sportfachverbände haben längst "aufgegeben". Kinder unter 14 Jahren dürfen ab Montag in Gruppen ohne Größenbeschränkung wieder zusammen Sport treiben, was eine Chance für den Nachwuchs bis zu dieser Altersklasse darstellt.

Alles an der frischen Luft, wohlgemerkt. Dazu müssen die Sportplätze aber wieder geöffnet sein. nOb also bald wieder Jugendfußball-Spiele ausgetragen werden können? Alles hängt an den Inzidenzen. Und: Es gibt auch kreisübergreifenden Spielverkehr, wie Kreisfußballwart Andreas Bernhardt im kurzen Austausch mit mir anmerkte. Im Kreis A sind die Plätze geöffnet, in Kreis B nicht, und dann? Und wie stehen die Chancen für die erwachsenen Fußballer, wieder zu trainieren oder gar die unterbrochene Saison fortsetzen zu können? Wenn man die möglichen Öffnungsschritte mit Blick auf den Sport durchrechnet, dann bleibt es eng. Eine Grafik des Deutschen Olympischen Sportbundes gibt Aufschluss: In den Öffnungsschritten 1 und 2 gibt es keinen Sport. In Schritt 3 ab 8. März gibt es nach stabiler 7-Tage-Inzidenz unter 50 als beste Option kontaktfreien Sport bis maximal zehn Personen im Außenbereich. Für Kontaktsport im Außenbereich - ohne Angabe einer Gruppengröße-Beschränkung - wird ab frühestens 22. März eine stabile 7-Tage-Inzidenz von maximal 100 benötigt (bei 50 bis 100 nur mit tagesaktuellem Corona-Schnelltest!). Aber erst muss 14 Tage lang Schritt 3 möglich gewesen sein. Aktuell liegen wir über der 50er-Inzidenz. Da die Saison bis 30. Juni absolviert sein muss, müsste spätestens an Ostern aber mit dem Training begonnen werden. Aktuell kaum denkbar.nEs wird also ganz eng mit der Rest-Fußball-Saison. Verbandsfußballwart Jürgen Radeck sprach schon von einer möglichen Annullierung im schlechtesten Fall. Davon hält KFW Andreas Bernhardt nicht viel. Er fragt: Was ist denn mit Aufsteigern in die übergeordneten Ligen, also aus der Hessenliga nach oben? Was ist bei Annullierung mit Sponsorengeldern? Für ihn sind viele rechtliche Fragen offen. Er glaubt daher, dass "die Juristen über das Ganze entscheiden werden". Am kommenden Donnerstag ist er bei der Vorstandssitzung des Hessischen Fußball-Verbandes vertreten und wird danach hier im Kreis mit den Vereinen in Kontakt treten. Einen Termin für diese Zusammenkunft per Video gibt es aber noch nicht. Alles ist also weiter in der Schwebe. Bleibt mir noch, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein schönes, gesundes Wochenende zu wünschen! Bis nächste Woche!

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