Sportwoche unter der Lupe: Wenigstens Video-Konferenz-Meister

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Ganz ehrlich, ich war geschockt vom Mittwochs-Fußball-Erlebnis, dass per Satellit aus Duisburg auf meinen Flatscreen eintrudelte. Wenn ich unter sportlichen Aspekten an Nordmazedonien denke, dann fällt mir zunächst einmal Handball ein mit dem Topteam Vardar Skopje. Als der Reporter dann beim Verlesen der nordmazedonischen Mannschaftsaufstellung den Namen Goran Pandev aufrief, da machte es aber doch Klick.

Der mittlerweile 37-Jährige war übrigens schon einmal daran beteiligt, einem deutschen Team Schmerz zu bereiten. 2010 gewann er mit Inter Mailand im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid im Finale der Champions League mit 2:0 gegen Bayern München. Dennoch, Nordmazedonien ist ein Fußballzwerg. Bundestrainer Jogi Löw verzichtete großteils auf Rotationen auf entscheidenden Positionen und am Ende gab es eine überaus peinliche 1:2-Pleite. Die hätte sogar noch deutlicher ausfallen können. Denn der von Sané mit kurzem Fußausstrecken erschwindelte Elfer war für mich keiner, dafür übersah der Referee mindestens ein klares Handspiel von Emre Can. Die bewundernswert kämpferisch und abgezockt auftretenden Nordmazedonier gewannen völlig verdient. Mein Ausblick auf die Europameisterschaften im Sommer fällt aktuell nicht nur wegen dieser Pleite recht pessimistisch aus. Hoffentlich täusche ich mich.nIm heimischen Fußball-Kreis ist wie im gesamten hessischen Amateurfußball indes weder an Pleiten, noch an Erfolge zu denken. Die Saison ist Geschichte. Seit einem Jahr gibt es inzwischen die wöchentliche Videokonferenz. Wie sagte neulich Kreisfußballwart Andreas Bernhardt in einem Gespräch mit mir: "Kicken dürfen wir nicht, dafür sind wir in Sachen Videokonferenz inzwischen richtig gut." Nicht nur ihm wäre es natürlich viel lieber, wenn es umgekehrt wäre.nApropos "nicht dürfen": Alles war hergerichtet für den Einstieg in die Motorsport-Saison auf dem Nürburgring. Die Nürburgring Langstrecken-Serie VLN wollte Vollgas geben. Mitten drin: Der Wehrheimer Rennfahrer Sebastian von Gartzen, der für Mühlner Motorsport einen Porsche steuern sollte. Doch mehr als Test und Einstellfahrten waren nicht möglich, denn die "Grüne Hölle" entpuppte sich diesmal als "Weiße Hölle". Schneefall stoppte die Austragung des ersten Rennens der Saison. Das nächste ist für den 17. April geplant. Die Motorsport-Fans aus dem Usinge Land können dabei sein, auch ohne in die Eifel anzureisen. Denn die Veranstalter geben zumindest medial Vollgas. Es gibt eine Vielzahl an Neuerungen in der Berichterstattung rund um das Nordschleifen-Championat. Der Livestream auf VLN.de wird noch einmal aufgewertet. Ein Helikopter liefert beeindruckende Livebilder aus der "Grünen Hölle". Auf die "kleinen" Klassen zielt eine weitere Neuerung: die Fan-Onboard-Kamera. Vor jedem Rennen können die Fans der Serie in einer vorgegebenen Klasse in den sozialen Netzwerken darüber abstimmen, welches Fahrzeug beim kommenden Rennen mit der digitalen Onboard-Technik ausgestattet wird. Die Einblicke werden nicht nur in die NLS-Übertragung eingebunden, die Fan-Onboard kann auch über einen eigenen Livestream abgerufen werden. Nürburgring TV strahlt am Sonntagabend um 18.30 Uhr ein einstündiges Magazin aus - eine analytische Aufarbeitung der Rennen. Und wer es klassisch mag, für den gibt es das Angebot im linearen TV. Über Magenta TV sind die Rennen weiterhin auf dem Kanal #dabeiTV zu sehen. Daneben werden die Rennen über sporttotal.tv zu sehen sein.nBleibt mir jetzt noch, allen Leserinnen und Lesern ein schönes, gesundes Osterfest zu wünschen!

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