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Starke Abwehr ist Aufstiegstrumpf der SG Wehrheim/Obernhain

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Coach des Aufsteigerteams: Stephan Hnatkow (SG Wehrheim/Obernhain). © Gerhard Strohmann

Die Handballerinnen der SG Wehrheim/Obernhain freuen sich nach dem Aufstieg auf kommende Aufgaben in der Bezirksliga A.

Wehrheim . Diesmal hat es geklappt: Nachdem die Handballerinnen der SG Wehrheim/Obernhain in den vorherigen Spielzeiten mehrfach knapp am Aufstieg vorbeigeschrappt waren, sind sie in der aktuellen Saison 2021/22 als Tabellenzweiter der Bezirksliga B in die Bezirksliga A aufgestiegen.

»Der Aufstieg war unser klares Ziel, wir wollten endlich raus aus der B-Klasse«, sagt Trainer Stephan Hnatkow, der von den Co-Trainern Jürgen Engels, Walter Schmidt und Catharina Thiermann sowie Physiotherapeutin Jasmin Erker unterstützt wird. »Es ist natürlich toll, dass es so viele engagierte Mitstreiter bei uns gibt«, freut sich der Erfolgs-Coach.

Das ganz große Plus seines Teams sei in dieser Saison die gute Abwehr mitsamt der drei sehr starken Torfrauen Charlotte Faust, Klaudyna Meisinger und Anna Seifart gewesen. Und so lief es »eigentlich sehr rund«. Die Liga sei zudem nicht zuletzt durch die in Corona-Zeiten vorgenommene Teilung schwächer gewesen als in den Vorjahren, was aber den Erfolg keineswegs schmälert. In der Vorrunde setzte sich die SG W/O in der Gruppe 1 mit 12:0-Punkten ohne Niederlage durch und hielt auch den stärksten Gegner, die Zweitvertretung des Landesligisten TV Idstein, klar auf Distanz. Unter den ersten zehn der besten Vorrunden-Torschützinnen waren gleich sechs Wehrheimerinnen zu finden, von denen Nina Wagner (36 Tore), Selina Günther (32) und Johanna Pierags (30) hinter der Idsteinerin Franziska Köhler (43) auf den Plätzen drei bis fünf auftauchen.

In der im Bezirk Wiesbaden/Frankfurt dreigeteilten Restrunde warteten in den Playoffs um die Ränge eins bis vier anschließend zwei Aufstiegsplätze. Die SG W/O begann mit einem 20:11-Erfolg bei der HSG Main-Nidda II. Nach der 24:29-Hinspiel-Niederlage gegen die TSG Oberursel III wurde das dritte Spiel, das Rückspiel gegen Main-Nidda II, entscheidend. Mit einem 23:15-Heimsieg sicherte sich Wehrheim/Obernhain den zweiten Tabellenrang und damit den Aufstieg in die Bezirksliga A. Das abschließende Spiel um den Meistertitel bei der TSG Oberursel III, das die Brunnenstädterinnen mit 37:18 deutlich gewannen, war nur noch Schaulaufen. Einziger Wermutstropfen im Aufstiegs-Sekt war die schwere Handverletzung von Monika Fladung im vorletzten Spiel.

»Es ist einfach klasse, dass wir es geschafft haben. Johanna Pierags hat als einzige Feldspielerin schon mal höher als B-Klasse gespielt. Ich bin jetzt seit fünf Jahren Coach dieser bunt gemischten Truppe. Die Altersspanne im Team reicht von 17 bis 42 Jahre und alles hat gut geklappt untereinander. Sie haben Spaß am Handball«, erzählt Trainer Stephan Hnatkow.

Der Blick geht nun voraus. »Wir entwickeln uns immer weiter und unser Ziel wird natürlich der Klassenerhalt sein. Wir wollen auf keinen Fall zurück in die B-Liga. Ob das realistisch ist, kann ich noch nicht beurteilen, da ich die kommenden Gegner noch nicht kenne«, so Hnatkow. Verzichten muss er voraussichtlich künftig auf Ann-Katrin Löw und Anna Seifart, die es nach dem Abitur erst einmal ins Ausland zieht.

Stephan Hnatkow hofft nun darauf, dass die Saison 2022/23 zurück zur Normalität führt und eine »ganz normale Saison mit Hin- und Rückspielen gegen jeden Gegner bringt.«

Der Aufsteiger-Kader

Tor: Charlotte Faust, Klaudyna Meisinger, Anna Seifart - Feld: Jasmin Dieterle, Monika Fladung, Selina Günther, Ricarda Hartmann, Eileen Hoffmann, Justine Hoffmann, Pauline Langhammer, Ann-Katrin Löw, Anne Niestrath, Jessica Oerter, Daniela Ohly, Johanna Pierags, Bianca Serra, Nina Wagner, Marla Wagner, Mira Willig, Celine Zunke.

Trainer: Stephan Hnatkow - Co-Trainer: Jürgen Engels, Walter Schmidt, Catharina Thiermann - Physiotheraupeutin: Jasmin Erker.

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Aufsteiger in die Bezirksliga A: die Handballerinnen der SG Wehrheim/Obernhain. © Red

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