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Starke Reaktion nach der Pause

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Frankfurt . Der FC Neu-Anspach bleibt im Jahr 2022 in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt- West weiter sieglos. Am Sonntag reichte es für die Mannschaft von Trainer Jörg Loutchan bei der FG Seckbach nach 0:2-Rückstand nur zu einem 2:2 (0:2)-Unentschieden. Nach enttäuschenden ersten 45 Minuten sorgten eine teaminterne Standpauke und personelle Wechsel noch für eine Wende.

Zum ersten Sieg in diesem Jahr reichte es aber nicht mehr.

»Am meisten war ich heute zufrieden, weil die Mannschaft in der Pause eine Reaktion zeigte und sich selbst eine Standpauke gehalten hat.« Loutchan wollte nach dem Schlusspfiff nicht mehr hadern, dass nach dem Wechsel beim Spiel auf ein Tor der Siegtreffer nicht mehr fiel. Nach enttäuschender Leistung am Donnerstag gegen Fechenheim hatte der FC-Coach eine Reaktion gefordert. Zunächst sah es im Frankfurter Osten auch danach aus. »Wir waren nicht schlechter, aber haben uns die Tore selbst reingemacht.«

Beim 1:0 der Gastgeber in der 25. Minute durch Raphael Sahl ließ die FC-Deckung den Schützen unbehelligt alleine aufs Tor zulaufen. Nur acht Minuten später profitierte Sahl von einem kapitalen Schnitzer, als Nicolas van der Straaten den Ball dem Gegner in die Füße spielte und das folgende Überzahlspiel zum 2:0 führte. Bereits zu diesem Zeitpunkt erwies sich Seckbachs Torwart Christoph Lange als großer Rückhalt seiner Mannschaft. So klärte er in der 29. Minute zwei Mal prächtig die Schüsse von Maziar Namavizadeh. »In der Pause habe ich gesehen, dass die Mannschaft lebt«, skizzierte der FC-Übungsleiter die ungewöhnliche teaminterne »Klärung«.

So kam der FC mit einem ganz anderen Gesicht aus der Kabine und spielte fortan nur noch auf das Seckbacher Tor. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff verpasste Naofil Akil den Anschlusstreffer freistehend aus kurzer Distanz. So dauerte es bis zur 74. Minute, bis sich der eingewechselte René Gilles entschlossen durchtankte und das Leder zum 1:2-Anschlusstreffer im Netz unterbrachte. Nachdem die Hausherren mit ihrer einzigen Chance im zweiten Spielabschnitt das mögliche 3:1 verpasst hatten, schlug Torjäger Namavizadeh zehn Minuten vor Schluss zu. Aus dem Gewühl heraus drückte er das Leder zum 2.2 über die Linie. Bei diesem Spielstand blieb es, weil Schiedsrichter Kevin Steinmann aus Gronau in der 88. Minute zu Recht nicht auf Handelfmeter für Neu-Anspach entschieden hatte. »Meine Spieler bestätigten, dass dem Seckbacher Akteur das Leder vom Oberschenkel an die Hand sprang, was nach der neuen Regel keinen Elfmeter mehr nach sich zieht«, so Loutchan. Dennoch wäre nach drückender Überlegenheit der erste Sieg im neuen Jahr möglich gewesen. Viel wichtiger im Hinblick auf die Zukunft war für den Trainer aber die Reaktion der Mannschaft.

FG Seckbach: Lange; Tschakert, M. Wardak, Kirci. A. Wardak (83. Murata), May, Lanz, Steinert, Mühl (65, Münzel), Horvatinovic, Sahl (63. Herrero Cennamo).

FC Neu-Anspach: Langlitz; van der Straaten, Coleman, Cetinkaya, Suarez (46. R. Gilles), Belfkhi (46. Karimi), Akkus-Rodriguez (27. Lorenz), Berschick, Ujma, Namavizadeh, Akil.

Tore: 1:0 Sahl (25.), 2:0 Sahl (33.), 2:1 R. Gilles (74.), 2:2 Namavizadeh (80.) - Schiedsrichter: Steinmann (Gronau) - Gelbe Karte: Namavizadeh - Zuschauer: 50.

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