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Starke Wehrheimer Nachwuchs-Athleten

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Siegt bei Landesmeisterschaften in der W15 mit dem Diskus: Nadjela Wepiwe (TSG Wehrheim). © Jens Priedemuth

Neun Medaillen heimsen die TSG-Athleten bei den Leichtathletik-Hessenmeisterschaften ein.

Hochtaunuskreis (kie). Besser kann eine Premiere im neuen Trikot eigentlich nicht verlaufen. Andrii Shymchuk holte sich bei den hessischen Meisterschaften (HM) der U16 in Gelnhausen bei seinem ersten Start für den Königsteiner LV gleich zwei Titel und einen Kreisrekord. Damit war der M15er der erfolgreichste Taunus-Athlet bei den Titelkämpfen in der Barbarossastadt. Der junge Flüchtling aus der Ukraine machte sich am ersten HM-Tag über 300 Meter quasi »warm« und stürmte von der Spitze weg in guten 37,09 Sekunden zum scheren Sieg vor Gebeyehu Filfil (Eintracht Frankfurt), der exakt eine Sekunde Rückstand hatte.

Starke Premiere von Andrii Shymchuk

Shymchuks zweiter Gold-Streich folgte dann über 800 Meter. Der junge Mittelstreckler dominierte das Rennen mit hervorragenden 2:01,78 Minuten, womit er den zehn Jahre alten Kreisrekord pulverisierte. Damals hatte sich Jamie Atkins (HTG Bad Homburg) mit 2:10,87 Minuten in die Rekordliste eingetragen. Eine Steigerung um über neun Sekunden auf der Mittelstrecke sind Welten. In der deutschen Bestenliste würde der junge KLVler aktuell den vierten Platz einnehmen.

Auch in der jüngeren Altersklasse M14 ging der 800-Meter-Titel in den Taunus. Hier war es Dennis Beyer von der TSG Wehrheim, der sich auf 2:12,94 Minuten steigern konnte und in einen taktisch klug gestalteten Rennen mit dieser neuen Bestzeit Noah Becker (LAV Kassel/2:14,46 min.) in Schach hielt. Beyer war auch noch im Hochsprung aktiv und flog hier bei 1,45 Metern als Sechster über die Latte.

Vereins- und Altersklassenkollege Jannis Arnold zauberte über 100 Meter mit flotten 12,22 Sekunden als Sieger seines Vorlaufes gleich einmal eine neue Bestzeit auf den Tartanbelag. Damit war der Zwischenlauf problemlos abgehakt, in dem seine Leistung mit 12,29 Sekunden bestätigte und im Finale nochmals ran durfte. Bei leichtem Gegenwind bedeuteten hier 12,38 Sekunden die Bronzemedaille hinter Top-Sprinter Til Olschok (TG Hanau/12,02 sec.) und Tyrese Stewart (TSV Amicitia Viernheim/12,20 sec.). Nach dem Sprint nahm Arnold auch noch den Stab in die Hand. Seine 2,30 Meter brachten »Silber«, wobei das Feld mit nur zwei Athleten hier erschreckend dünn besetzt war.

Diskus-Favoritin Nadjela Wepiwe (TSG Wehrheim) machte es sehr spannend. Die beiden ersten Würfe konnte sie nicht stehen und kippte nach vorne aus dem Ring raus. Es drohte das Aus im Vorkampf. Mit einem Sicherheitswurf auf 33,68 Metern ging es dann ins Finale. Dort gelang dann gleich zum Auftakt die starke Siegesweite von 39,94 Metern, ehe die beiden nächsten Würfe wieder ungültig waren. Eigentlich wäre Nadjela Wepiwe auch eine klare Anwärterin auf Edelmetall bei den deutschen Schüler-Meisterschaften in Bremen. Hier verlangt der nationale Verband jedoch eine Zusatznorm in einem anderen Disziplin-Block (also Sprint, Sprung oder Hürden), um so eine zu frühe Spezialisierung des Nachwuchses zu vermeiden. Wepiwe versuchte dies im Weitsprung, konnte die geforderten 4,50 Meter jedoch nicht erbringen. Ein kleiner Trost war da sicherlich die Silbermedaille beim Kugelstoßen mit guten 11,53 Metern und einer soliden Serie mit drei Stößen jenseits der elf Meter.

Das wertvollste Resultat in der jüngeren W14 ging auf das Konto von Leonie Kottwitz. Die Wehrheimer Athletin steigerte ihre Bestmarke über 800 Meter auf 2:23,74 Minuten und wurde dafür mit Hessen-Bronze belohnt. Das Stabhochspringen war eigentlich eine Wehrheimer Vereinsmeisterschaft, kamen doch drei der vier Athletinnen aus dem Taunus. Elea Mavie (stimmt so) Kaufmann wurde mit 2,20 Metern Zweite. Auch Leonie Koch und Leonie Kottwitz meisterten die identische Höhe, wurden wegen der größeren Anzahl der Fehlversuche jedoch gemeinsam Dritte.

Lisa Hinrichsen (KLV/noch W13) hatte in die W14 »hochgemeldet«. Sie beendete das 100-Meter-Finale in 13,16 Sekunden als Fünfte, war im Zwischenlauf mit 12,95 Sekunden jedoch deutlich flotter unterwegs. Penelope Clara Strauss (KLV) gefiel als Zweite des B-Finals über 80 Meter Hürden bei strammen Gegenwind mit 12,93 Sekunden.

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