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Stresstest in Ravensburg

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Von: red Redaktion

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Andrej Bires wechselt aus Köln zum EC Bad Nauheim und soll schon am heutigen Dienstag in Ravensburg zum Kader gehören. Er trug bereits das Trikot der Kurstädter. © pv

Bad Nauheim (cso). Der EC Bad Nauheim hat seine bis dato schwerste Saisonphase in der DEL 2 zu überstehen. Trotz großer Personalsorgen hält sich der Wetterauer Eishockey-Zweitligist auf Platz vier. Am Montag sorgte zumindest die Verpflichtung von Andrej Bires für eine Option mehr im ausgedünnten Kader. Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Der neue Spielplan beschert den Roten Teufeln bis kommenden Montag nicht weniger als vier Begegnungen.

Am heutigen Dienstag (20 Uhr) geht’s zum Rangzweiten nach Ravensburg.

Der Neuzugang - Eigentlich klemmt es personell in der Abwehr. Mit Andrej Bires verpflichteten die Roten Teufel am Montag aber einen Stürmer von den Kölner Haien bis zum Saisonende. »Er kann Außen- und Mittelstürmer spielen und wird uns weiterhelfen. Der Transfer macht absolut Sinn, weil wir ja zunehmend Stürmer als Verteidiger aufbieten müssen, die dann vorne fehlen«, relativierte Trainer Harry Lange. Bires, der schon heute mit von der Partie sein soll, ist ein bekanntes Gesicht. Der Slowake mit deutschem Pass spielte schon 2018/19 und 2019/20 in der Wetterau. Möglich wurde der Transfer nicht zuletzt durch die Kölner Personalie David McIntyre, der vom finnischen Erstligisten SaiPa in die Domstadt wechselte und dort einen Vertrag bis Saisonende erhielt. Bires kann nun in Bad Nauheim auf mehr Eiszeiten hoffen.

Er zählte in seinen zwei Jahren bei Bad Nauheim zu den treffsichersten Akteuren. So wurde die DEL auf ihn aufmerksam. Bires wechselte nach Nürnberg und vor dieser Runde zu den Kölner Haien. Dort gelangen ihm in 19 Pflichtspielen vier Torvorlagen. »Er wird auch eine Alternative für unser Powerplay sein«, ergänzte Lange.

Die Moral - Lobende Worte hatte Lange am Sonntag für die Einstellung seines Teams nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung in Freiburg parat. Unter anderem das taktische Verhalten in der Defensive war für den Österreicher Schlüssel zum Punktgewinn. Die Ausfälle von fünf Stammverteidigern sind derzeit zu kompensieren. Neben Mick Köhler beorderte der Coach am Sonntag mit Tobias Wörle den nächsten Stürmer in die Abwehr.

»In erster Linie kommt es natürlich auf schlittschuhläuferische Fähigkeiten an. Wer nicht gut rückwärts laufen kann, der ist in der Abwehr nicht so gut aufgehoben. Aber die beiden sind zwei exzellente Skater«, erklärte Lange seine Wahl. Am Ende sah er sein Team aufgrund der besseren Chancenqualität sogar näher am Sieg als die Wölfe.

Der Kader - Bei Patrick Seifert gibt es Entwarnung. Der Verteidiger, der in Freiburg für das 1:0 verantwortlich zeichnete, hatte im zweiten Drittel einen harten Check hinnehmen müssen und wurde kurz behandelt. Er kann aber spielen.

Bei Philipp Wachter steht eine Diagnose weiterhin aus. »Er wird länger fehlen«, so Lange. Als nächster Rückkehrer könnte Huba Sekesi noch diese Woche die Abwehr entlasten. Ob das schon in Ravensburg der Fall sein wird, entscheidet sich kurzfristig. Mit Taylor Vause, Kevin Schmidt und Christoph Körner befindet sich laut Lange weiterhin ein Trio in Quarantäne.

Der Gegner - Die Towerstars sind vorerst aus den gröbsten Corona-Sorgen raus. Mit Josh MacDonald und Fabian Dietz durften nun zwei weitere Spieler die Quarantäne verlassen. Ein Einsatz für dieses Duo kommt aber noch zu früh. Den Goldhelm am Bodensee trägt Sam Herr mit 41 Scorer-Punkten. Den ligaweiten Topwert in Sachen Fangquote liefert derzeit der Goalie der Towerstars. Jonas Langmann ist mit 92,82 Prozent ein starker Rückhalt für sein Team.

»Ravensburg ist für mich die beste Mannschaft der Liga. Das wird ein Stresstest, vor allem für unsere jungen Spieler. Du kannst da auch untergehen, wenn es nicht läuft«, warnt Lange vor dem Rangzweiten, der im Klassement nur noch die Dresdner Eislöwen vor sich hat.

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