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»Supergalaktische« Jule Peters

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Jan-Lennard Hay und Mannschaftskapitän Ingo Waltermann haben mit der SG Anspach den sechsten Platz in der Abschlusstabelle der Regionalliga Mitte erreicht. © Gerhard Strohmann

Badminton-Regionalligist SG Anspach hat als Drittletzter gute Chancen auf den Klassenerhalt. Eine Spielerin trumpft zum Saisonabschluss besonders auf.

Neu-Anspach (jf). Die SG Anspach darf sich berechtigte Hoffnungen machen, auch in der Saison 2022/23 in der Badminton-Regionalliga Mitte und damit in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands aufzuschlagen.

Am letzten Doppelspieltag der aktuellen Runde hat die SGA nach einer 3:5-Niederlage bei Vizemeister 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim III am Sonntag durch einen 5:3-Erfolg beim Post SV Ludwigshafen in der Abschlusstabelle mit 11:17-Punkten den sechsten Platz gesichert.

Ob dieser zum Klassenerhalt reicht, entscheidet sich erst, wenn sämtliche Auf- und Absteiger auf DBV-Ebene feststehen. Zu den beiden Absteigern Post SV Ludwigshafen (8:20) und OTG Gera (10:18) kann dann nämlich eventuell noch eine dritte Mannschaft kommen.

Unter gehörigem Druck waren die Anspacher bereits am Samstag in der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken beim 1. BC Bischmisheim III angetreten, haben jedoch erstmals in dieser Saison in den drei Doppeln sämtliche Drei-Satz-Spiele zu ihren Gunsten entschieden.

Dennoch reichte diese Nervenstärke nicht aus, um mit einem Unentschieden für eine Überraschung zu sorgen. Die ohne Steffen Hornig und Franziska Vetters angetretenen Gäste haben nämlich die übrigen fünf Einzel allesamt mit 0:2 verloren und damit die achte Niederlage in dieser Saison kassiert.

1. BC Saarbrücken-Bischmisheim III - SG Anspach 5:3 (13:6 Sätze): (1. HD) Kruchten/Pabst - A. Vetters/Merget 21:19, 16:21, 18:21; (2. HD) Petry/Pauquet - Waltermann/Hay 21:17, 18:21, 19:21; (DD) Rebmann/Hippchen - Vang Nielsen/Peters 21:18, 21:19; (1. HE) Kruchten - A. Vetters 21:14, 21:10; (2. HE) Pauquet - Hay 21:8, 22:20; (3. HE) Petry - Waltermann 21:13, 21:17; (DE) Rebmann - Peters 21:14, 21:9; (GD Pabst/Hippchen - Merget/Vang Nielsen 14:21, 21:16, 15:21.

Um »Alles oder Nichts« ist es dann beim Saisonfinale in Ludwigshafen gegangen, wobei sich die prekäre Situation für die SG Anspach vor dem Abstiegs-Endspiel noch dadurch verschärfte, dass der Post SV tags zuvor gegen Andernach überraschend mit 7:1 gewonnen hatte. Darüber hinaus benötigte das Taunus-Team die Schützenhilfe des Tabellendritten TV Hofheim II, der im Parallel-Spiel gegen OTG Gera unbedingt gewinnen musste.

Nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand beim PSV Ludwigshafen wuchsen die Anspacher über sich hinaus und drehten die Partie noch zum 5:3, wobei »Jule« Peters« das Damen-Einzel nach einem »supergalaktischen Spiel« (Originalton Arnd Vetters) gegen Vanessa Poyatos mit 21:19 und 22:20 gewann und beide Drei-Satz-Spiele an die Gäste gegangen sind.

Mannschaftsführer Ingo Waltermann gewann das von ihm ungeliebte Einzel gegen Jan Marc Arenth mit 13:21, 21:16 und 22:20 und im abschließenden Mixed rangen Sportwart Alexander Merget und Janne Vang Nielsen ihre Kontrahenten Christoph Mangstl und Natalie Wendt mit 21:16, 17:21, 21:19 nieder.

Noble sportliche Geste von Gastgeber Ludwigshafen: Der Sekt, den sie im Falle des von ihnen erhofften Klassenerhalts vorsorglich kalt gestellt hatten, wurden gemeinsam mit der SGA geleert.

Post SV Ludwigshafen - SG Anspach 3:5 (8:10): (1. HD) Merz/Arenth - A. Vetters/Merget 19:21, 17:21; (2. HD) Mangstl/Heim - Hay/Waltermann 21:16, 21:12; (DD) Poyatos/Wendt - Vang Nielsen/Peters 21:17,21:17; (1. HE) Merz - A. Vetters 9:21, 0:21 (Aufgabe Merz); (2. HE) Heim - Hay 21:16, 21:16; (3. HE) Arenth - Waltermann 21:13, 16:21, 20:22; (DE) Poyator - Peters 19:21, 20:22; (GD) Mangstl/Wendt - Merget/Vang Nielsen 16:21, 21:17, 19:21.

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