Team der fußballverrückten Ehemaligen

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GEDERN - In unserer neuen Lokalsportserie "Meine Traumelf" stellen Fußballer eine Mannschaft aus Spielern zusammen, auf die sie während ihrer aktiven Zeit getroffen sind. Dabei muss es sich nicht nur um Mitspieler handeln - es können auch Gegner sein, die in Erinnerung geblieben sind. Heute: Teil zwei mit Jannik Jung (28), Spielertrainer des Gruppenligisten FC Alemannia Gedern.

Jung erlebte seine bislang erfolgreichste Zeit beim SC Viktoria Nidda. Im Trikot der Gänsweid-Kicker schnupperte er Verbandsliga-Luft und wurde in der Saison 2014/15 mit 41 Treffern Gruppenliga-Torschützenkönig. Der in Gedern lebende Lehrer schnürte seine Schuhe außerdem für den KSV Klein-Karben in der Verbandsliga und spielte für seinen Heimatverein SV Phönix Düdelsheim.

Im Sommer 2018 übernahm Jung seinen ersten Spielertrainerposten. Nach zwei Jahren beim SV Seemental wechselte er schließlich vor einem halben Jahr nach Gedern. "Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Die Mannschaft und der Verein waren für mich der richtige Schritt. Mit Ralf Bechmann und Tino Schmitt an meiner Seite kann ich auch in der Rolle als Trainer noch sehr viel lernen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich aktuell mit so vielen super Fußballern und Typen kicken darf", sagt Jung, der allerdings keinen seiner aktuellen Teamkollegen nominiert hat. "Die Leute beim FCA sind absolut fußballverrückt, genauso wie die Spieler aus meiner Traumelf. Da ich hoffentlich noch viele Partien mit den Jungs absolvieren werde, sind sie nicht Teil der Traumelf." Dort stehen vor allem Spieler (in Klammern der aktuelle Verein der ausgewählten Akteure), "mit denen ich in der Vergangenheit viele schöne Erinnerungen auf und neben dem Platz teilen durfte".

Torhüter

Tim Kuhl: Eine verblüffende Ähnlichkeit zu einem Alpaka zeichnet ihn genauso aus wie sein starkes Torwartspiel. Im Tor und als Zimmerkollege bei diversen Kurztrips immer ein zuverlässiger Rückhalt. Außerdem der einzige Torwart, den ich kenne, der regelmäßig Krämpfe im Spiel bekommen hat.

Abwehr

Philip Merlin: War früher bekannt dafür, dass ihm während der Spiele vorbeifliegende Flugzeuge ablenkten. Diese Zeit ist jedoch vorbei. Ich habe ihn vor allem als sehr wissbegierigen und zuverlässigen Mitspieler schätzen gelernt. Für mich also ein Mr. Zuverlässig, ein Spielertyp wie Peter Pekarik. Jedes Team braucht solche Spieler.

Michael Meinzer: Spielstarker Innenverteidiger, der auch immer in der Soccerhalle oder auf dem Gummiplatz überzeugen kann. Zudem jahrelang mein Partner beim Fußballtennis, dort wahrscheinlich der beste Netzspieler der Welt.

Igor Divkovic: Unvergessen bleibt für mich, dass er ein Tor verhindert hat, als er aus der Trinkflasche des gegnerischen Torwarts trank und dabei im Abseits stand. Unvergessen sind für mich allerdings auch seine Zweikampfstärke und seine punktgenauen "englischen" Diagonalpässe.

Johannes Maisch: Physisch starker Defensivspieler, der sic h auf dem Hartplatz in Marköbel besonders wohlfühlt. Konnte allerdings auch als mein Partner während der Bodenkür der Turnprüfung an der Uni überzeugen.

Mittelfeld

Sven Diedrich: In der Jugend hat er an der Seite von Sebastian Rode bei den Kickers gespielt, später viele Jahre an meiner Seite. Sicherlich der Mitspieler, der mich als Fußballer am meisten geprägt habt. Der beste Spieler im Kreis Büdingen in den vergangenen zehn Jahren. Dafür auf dem Tennisplatz gegen mich meist unterlegen.

Jonathan Jung: Mein Zwillingsbruder darf natürlich nicht fehlen. Einer der spielintelligentesten Spieler, die ich kenne. Macht so gut wie keine Fehler als Sechser. Zudem eine echte Laufmaschine, auch wenn er noch nie der schnellste Kicker war.

Kevin Kuhl: Er erzielte in der Verbandsliga für Nidda nach seiner Einwechslung gegen Sandzak Frankfurt einen unvergessenen Dreierpack. Seinen Spitznamen "Torhai" hat er sich jedoch schon einige Jahre vorher verdient. Ähnlich legendär war ein Auftritt als Mia Julia bei einem gemeinsamen Mannschaftsabend.

Sturm

Noah Michel: Die Fähigkeiten von ihm auf dem Fußballplatz sind vielen bekannt, aber auch neben dem Platz ein echt starker Typ. Ist (fast) immer gut gelaunt und auch als Sänger in der Kabine sehr talentiert.

Daniel Januschka: Stellvertretend für viele Gegenspieler, die ich in den vergangenen Jahren schätzen gelernt habe. Erzielte das ein oder andere für mich schmerzhafte Tor gegen uns. Nach vielen spannenden und umkämpften Spielen gegen "Schnitzel" bleiben mir aber auch die von Respekt und dem ein oder anderem Bier geprägten dritten Halbzeiten in guter Erinnerung.

Paul Kipper: Schnell, dribbelstark und fußballverrückt. Kann jedem Gegner wehtun, solange er Platz hat. In der Halle verliert Paul hingegen schnell den Überblick, aber er muss sich ja in seinem Alter auch noch etwas verbessern können.

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